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Symposium "Posthume Güsse"
Montag, 8. September 2008 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck
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Hans Arp, »Pagodenfrucht auf Schale», 1934
Foto: Ursula Rudischer
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008

 

Hans Arp. Die Natur der Dinge

29.09.2007 – 30.03.2008

Das vielschichtige Zusammenspiel von Natur, Mensch und Dingwelt im Werk Hans Arps (1886-1966) bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung "Hans Arp. Die Natur der Dinge". Skulpturen, Reliefs und Papierarbeiten aus allen Schaffensperioden sollen ins Zentrum seiner künstlerischen Auffassung führen und seine lebenslange Auseinandersetzung mit der Natur - die Prozesse von Entstehung und Wachstum, von Vergänglichkeit und Zerstörung - veranschaulichen. Gezeigt werden Werke aus den eigenen Beständen sowie aus internationalen Sammlungen, darunter Werke aus dem MoMA, New York, dem Centre Pompidou und dem Kunstmuseum Basel.


Anselm Kiefer »Brünhilde Grane«, 1978
Foto: Hall Collection
© Anselm Kiefer

 

Anselm Kiefer Wege der Weltweisheit/Die Frauen der Revolution

29.09.2007 – 28.09.2008

In seinen frühen großformatigen Holzschnittcollagen "Wege der Weltweisheit" hat Anselm Kiefer ironisch und pathetisch Geschichte rekapituliert und sich zugleich intensiv mit der Tradition der Moderne auseinandergesetzt. Neben den "Deutschen Geisteshelden", die im Erdgeschoss des Neubaus von Richard Meier eine Art eigene Walhalla bilden, werden "Die Frauen der Revolution" zugegen sein. Bleierne Betten, die die Namenberühmter französischer Frauen tragen und den Bogen nach Frankreich schlagen, wo Kiefer seit vielen Jahren lebt und arbeitet. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Bücher zur gleichen Thematik.


Johannes Brus »Der ganze Eisberg«
Installation Arp Museum Bahnhof Rolandseck, 2007
Foto: Mick Vinzenz
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008

 

Johannes Brus Der ganze Eisberg

29.09.2007 – 28.09.2008

Im neuen Pavillon, neben den Bahngleisen, wird der Bildhauer Johannes Brus mit seinem Atelier aus dem früheren Wasserwerk der Firma Krupp in Essen ausstellen. Er installiert seine Bildhauerwerkstatt, eine Art Arche Noah, programmatisch unter dem Titel "Der ganze Eisberg". Mensch, Tier, Mythen und Maschinen bilden die wichtigsten Themen seiner Kunst. Für seine Figuren verwendet er zumeist Gips und Beton, wobei der Herstellungsprozess durch Gussnähte oder auch Gusskanäle erkennbar bleibt. Das Material lässt ihm auch die Möglichkeit, bestehende Formen immer wieder zu verändern.


Anton Henning »Blumenstilleben No. 365«, 2007
Foto: Jörg von Bruchhausen
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008

 

Anton Henning
[...] und immer eine gute Linie
Zeichnungen und Skulpturen 1984 - 2007

29.09.2007 – 30.03.2008

Internationale Bekanntheit erzielte Anton Henning bishe rhauptsächlich durch zahlreiche Ausstellungen im Bereich Malerei und Interieur. Vor drei Jahren hat er die bis heute bestehende Ausgestaltung des Bistros "Interieur No. 253" im Bahnhof Rolandseck übernommen. Hier werden nun erstmals das zeichnerische Werk sowie die Skulpturen in einem dichten Überblick gezeigt. Zeichnungen von 1984 bis 2002 stehen in engem Dialog mit kürzlich entstandenen Skulpturen aus Holz und Bronze. Im Experimentieren und Kreisen um die Formen bekannter Vorlagen veranschaulicht das zeichnerische Werk die kontinuierliche Entstehung eines eigenen künstlerischen Stils.


Michael Craig-Martin - Constellation, 2007
© Michael Craig-Martin

 

Michael Craig-Martin Constellation

29.09.2007 – 30.03.2008

Die Arbeit „Constellation“ geht auf die Ausstellung „Arp Craig-Martin Arp“ zur Wiedereröffnung des Bahnhofs Rolandseck im Oktober 2004 zurück. Michael Craig-Martin hatte unterschiedliche Reliefs und Skulpturen von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp ausgewählt und präsentiert. Vor allem aber schuf er im mittleren Ausstellungsraum mit einer von ihm entworfenen schwarzweissen Tapete ein Bild–Environment. Das Tapetenmuster bestand aus verschiedenen grafisch entworfenen Alltagsgegenständen. Auf die tapezierte Wand verteilte er elf Gemälde mit Motiven, die dieselben auf der Tapete überdeckten und als Malerei wiederholten. Sieben der Gemälde hat er nun für seine neuerliche Installation in Rolandseck ausgewählt und unter dem Titel „Constellation“ auf dem Tapetengrund platziert.

Von frühen konzeptuellen Anfängen führte Craig-Martin der Weg zu einer Bildsprache, deren Zeichenhaftigkeit, klare Lesbarkeit sowie formale und inhaltliche Komplexität unsere Gebrauchswelt in sehr deutlicher Weise symbolisieren. In seinen Bildern und raumbezogenen Installationen verbindet er zwei elementare künstlerische Techniken: das Zeichnen und das Malen. Er entwickelt dabei eine universelle Bildsprache von Alltags- und Kunstobjekten. Michael Craig-Martin sagt über seine Bildsprache: »Die Gegenstände, die zu zeichnen ich mich entschied, waren alle sehr alltäglich, gut erkennbar, von Menschen erdacht, reproduzierbar und maschinell gefertigt. Ich wählte sie, weil sie für mich eine wirklich universelle Sprache der modernen Welt bildeten ... «

Michael Craig-Martin wurde 1941 in Dublin geboren. Er lebt und arbeitet in London.


Yvonne Fehling/Jennie Peiz »Stuhlhockerbank«, 2007
Installation Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Foto: Horst Bernhard
© Yvonne Fehling/Jennie Peiz

 

Yvonne Fehling und Jennie Peiz

Ab 29.09.2007

In verschiedenen öffentlichen Bereichen des Baus von Richard Meier werden Yvonne Fehling und Jennie Peiz unterschiedliche Modelle aus Eichenholz mit dem Titel "Stuhlhockerbank" als Sitzgelegenheiten plazieren. Stuhl, Hocker und Bank verschmelzen zu unterschiedlichen Sitzelementen, unverrückbaren Konstellationen, die über die reine Zweckmäßigkeit hinaus eine narrative Komponente zeigen.


Barbara Trautmann »Kaa«, 2007
Installation Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Foto: Wolfgang Günzel
© Barbara Trautmann

 

Barbara Trautmann
Kaa

Ab 29.09.2007

In der Tunnelröhre, die den Bahnhof mit dem Neubau verbindet, befindet sich Barbara Trautmanns eigens für diesen Platz geschaffene Lichtspirale. Sie besteht aus 90 Neonringen, hat einen Durchmesser von 70 cm und zieht sich über die Länge von 17 Metern. Hintereinandergereiht scheinen die Leuchtstoffröhren unterhalb der Tunneldecke zu schweben. Anregungen zu dieserInstallation fand die Künstlerin im Fließen des Rheins und Vorbeizischen der Züge, wobei der Besucher, wie in Kiplings Dschungelbuch von der Schlange "Kaa", die sich im Tanz zu Arabesken windet, mit in die Tiefe des Berges gelockt wird.