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Symposium "Posthume Güsse"
Montag, 8. September 2008 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck
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Ausstellungen | Aktuell


Hans Arp, Aus dem Reich der Gnomen, 1949
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Foto: Mick Vincenz

 

Licht auf Arp

Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp aus der Sammlung des Landes Rheinland-Pfalz

18. April 2008 bis 28. September 2008

Zwischen 1996 und 2003 erwarb das Land Rheinland-Pfalz etwa 400 Werke des Künstlerpaares Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. Zu der Sammlung zählen Skulpturen und Reliefs aus Metall, Marmor oder Holz, Papier- und Textilarbeiten und einige seltene gemeinschaftliche Arbeiten. Nachdem 1997 im Landesmuseum Mainz erstmals die frühen Ankäufe umfassend zu sehen waren, wird nun unter dem Titel "Licht auf Arp" eine Auswahl aus der gesamten Sammlung gezeigt.


Sophie Taeuber-Arp, Composition ovale à motifs abstraits, 1916
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Foto: Mick Vincenz

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet das plastische Werk Hans Arps. Unter dem natürlichen Oberlicht der beiden großen Ausstellungssäle finden seine fließenden, durch die Natur inspirierten Formen in der offenen Architektur Richard Meiers eine ihnen entsprechende Präsentation. Sophie Taeuber-Arp gilt als Schlüsselfigur der konstruktiven Kunst in der Schweiz. In ihren geometrisch-abstrakten Arbeiten variiert sie klare vertikal-horizontale Bildordnungen ebenso wie rhythmisch bewegte Linien. Figuren und gegenständliche Motive deutet sie nur symbolhaft an. Im Kabinett führt eine Auswahl von Textilarbeiten, Zeichnungen, Gemälden und Reliefs in die Kunst Sophie Taeuber-Arps ein.


Tesvikiye
Foto: Isa Melsheimer, 2007
© Isa Melsheimer, 2008

 

Isa Melsheimer
Fremdenzimmer

18. April 2008 bis 28. September 2008

Isa Melsheimer nennt ihre Ausstellung "Fremdenzimmer". Damit greift sie ein für alle Menschen grundlegendes Thema auf: Wie heimisch oder eben heimatlos fühlt man sich, wenn man in der Fremde ist oder gar wohnt? Für Isa Melsheimer ist dies eine Frage, die sich grundsätzlich an den Ort und an die Architektur richtet. Die Frage betrifft aber vor allem das Zimmer, in dem man in der Fremde wohnt. Die "Fremdenzimmer", die sie im Bahnhof Rolandseck einrichtet, bestehen unter anderem aus Alltagsgegenständen, erinnernd an die der 60er Jahre, aus Einbauten, die die Räume verändern und textilen Arbeiten, die mit ihren Stickereien detailliert die Installationen erzählerisch begleiten und ergänzen.


Anselm Kiefer »Brünhilde Grane«, 1978
Foto: Hall Collection
© Anselm Kiefer

 

Anselm Kiefer Wege der Weltweisheit/Die Frauen der Revolution

29.09.2007 – 28.09.2008

In seinen frühen großformatigen Holzschnittcollagen "Wege der Weltweisheit" hat Anselm Kiefer ironisch und pathetisch Geschichte rekapituliert und sich zugleich intensiv mit der Tradition der Moderne auseinandergesetzt. Neben den "Deutschen Geisteshelden", die im Erdgeschoss des Neubaus von Richard Meier eine Art eigene Walhalla bilden, werden "Die Frauen der Revolution" zugegen sein. Bleierne Betten, die die Namenberühmter französischer Frauen tragen und den Bogen nach Frankreich schlagen, wo Kiefer seit vielen Jahren lebt und arbeitet. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Bücher zur gleichen Thematik.


Johannes Brus »Der ganze Eisberg«
Installation Arp Museum Bahnhof Rolandseck, 2007
Foto: Mick Vinzenz
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008

 

Johannes Brus Der ganze Eisberg

29.09.2007 – 28.09.2008

Im neuen Pavillon, neben den Bahngleisen, wird der Bildhauer Johannes Brus mit seinem Atelier aus dem früheren Wasserwerk der Firma Krupp in Essen ausstellen. Er installiert seine Bildhauerwerkstatt, eine Art Arche Noah, programmatisch unter dem Titel "Der ganze Eisberg". Mensch, Tier, Mythen und Maschinen bilden die wichtigsten Themen seiner Kunst. Für seine Figuren verwendet er zumeist Gips und Beton, wobei der Herstellungsprozess durch Gussnähte oder auch Gusskanäle erkennbar bleibt. Das Material lässt ihm auch die Möglichkeit, bestehende Formen immer wieder zu verändern.


Yvonne Fehling/Jennie Peiz »Stuhlhockerbank«, 2007
Installation Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Foto: Horst Bernhard
© Yvonne Fehling/Jennie Peiz

 

Yvonne Fehling und Jennie Peiz

Ab 29.09.2007

In verschiedenen öffentlichen Bereichen des Baus von Richard Meier werden Yvonne Fehling und Jennie Peiz unterschiedliche Modelle aus Eichenholz mit dem Titel "Stuhlhockerbank" als Sitzgelegenheiten plazieren. Stuhl, Hocker und Bank verschmelzen zu unterschiedlichen Sitzelementen, unverrückbaren Konstellationen, die über die reine Zweckmäßigkeit hinaus eine narrative Komponente zeigen.


Barbara Trautmann »Kaa«, 2007
Installation Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Foto: Wolfgang Günzel
© Barbara Trautmann

 

Barbara Trautmann
Kaa

Ab 29.09.2007

In der Tunnelröhre, die den Bahnhof mit dem Neubau verbindet, befindet sich Barbara Trautmanns eigens für diesen Platz geschaffene Lichtspirale. Sie besteht aus 90 Neonringen, hat einen Durchmesser von 70 cm und zieht sich über die Länge von 17 Metern. Hintereinandergereiht scheinen die Leuchtstoffröhren unterhalb der Tunneldecke zu schweben. Anregungen zu dieserInstallation fand die Künstlerin im Fließen des Rheins und Vorbeizischen der Züge, wobei der Besucher, wie in Kiplings Dschungelbuch von der Schlange "Kaa", die sich im Tanz zu Arabesken windet, mit in die Tiefe des Berges gelockt wird.