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Ausstellungen | Aktuell

Mark Dion, The Tar Museum – Flamingo, 2006 · Privatsammlung
Schweiz · Courtesy Georg Kargl
Fine Arts, Wien · Foto: Lisa Rastl


Das Fundament der Kunst.
Die Skulptur und ihr Sockel seit Auguste Rodin

25. Juni bis 24. Oktober 2010

Erstmals beleuchtet eine Ausstellung in diesem Umfang eines der spannendsten Themen der Bildhauerei: das vielfältige Verhältnis von Figur und Sockel in der Moderne. Seit der Antike hatte dieses »Fundament der Kunst« ausschließlich dienende Funktion. Erst Bildhauer wie Auguste Rodin holen die Skulptur vom Sockel und präsentieren sie auf Augenhöhe des Betrachters. In der Folge eröffnen sich dem »Unterbau« im 20. Jahrhundert neue und überraschende Perspektiven. Hans Arp beispielsweise spielt auf vielfältige Weise mit dem Sockel: Er löst die definierte Rollenverteilung von »oben« und »unten« auf, so dass der Sockel selbst dabei zum Kunstobjekt werden kann. Die Ausstellung, die von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Arp Museums Bahnhof Rolandseck großzügig unterstützt wird, präsentiert mehr als 50 internationale Künstlerinnen und Künstler. Der Spannungsbogen reicht von den »Pionieren« Auguste Rodin, Alberto Giacometti und Piero Manzoni, über Hans Arp, Anthony Caro und Jean Tinguely bis zu Zeitgenossen, unter ihnen Marc Dion, Markus Lüpertz, Daniel Spoerri und Erwin Wurm. In Kooperation mit den Städtischen Museen Heilbronn und dem Gerhard Marcks Haus Bremen


Begleitprogramm:


Performance »Herr Individual geht« von Christian Hasucha
vom 18. Juni bis 2. Juli 2010 am Bonner Hauptbahnhof


Fotos: Claudia Görres

Im Rahmen der Ausstellung »Das Fundament der Kunst. Die Skulptur und ihr Sockel seit Auguste Rodin« (25. Juni–24. Oktober 2010) im Arp Museum Bahnhof Rolandseck fand vom 18. Juni bis 2. Juli 2010 vor dem Bonner Hauptbahnhof eine Performance des Berliner Künstlers Christian Hasucha statt.

»Herr Individual« (Akteur: Carsten Weber) ging ab Freitag, dem 18. Juni 2010 immer montags bis samstags von 9–11 Uhr und von 15–17 Uhr auf einem 2,40 m hohen Betonsockel. In diesen war ein kurzes Laufband eingebaut, angetrieben durch einen starken Elektromotor. Das Laufband war auf zügiges Schritt-Tempo eingestellt. Auf ihm ging ein normal gekleideter Mann, einen alltäglichen Gegenstand in der Hand.

Bisher wurde diese Arbeit in Berlin (1987), Köln (1987), Pécs (1989), Frankfurt/Main (1990), Dublin (2003) und Bochum (2006) gezeigt. Sie entstand in Hasuchas Projektreihe »Öffentliche Interventionen« (www.hasucha.de).

Die Fotoaktion zu »Herr Individual geht« von Christian Hasucha vom 18. Juni bis 2. Juli 2010 ist beendet.
Die Jury wird sich nun mit den Einsendungen befassen und die außergewöhnlichsten und individuellsten Aufnahmen prämieren.

» Zu den eingeschickten Fotos

» animierte Fotosequenz



Ein Video von Yiu Heng:

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Öffentliche Führungen
Am vierten Sonntag jeden Monats, jeweils 15 Uhr
2 Euro zzgl. Museumseintritt

Samstag, 21. August 2010, 15 Uhr
Kuratorenführung
mit Dr. Oliver Kornhoff
Kosten 3,50 Euro zzgl. Museumseintritt

Sonntag, 3. Oktober 2010
Familienprogramm zum Tag der deutschen Einheit
14 Uhr Familienführung (2 Euro zzgl. Museumseintritt)
15–16.30 Uhr Familienkurs: Plastisches Gestalten mit Ton
(Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 3,50 Euro, zzgl. Museumseintritt)

12.–16. Oktober 2010, jeweils 11–18 Uhr
Künstlerkurs »Bronzeguss«
mit Hans Peter Olleck
Kosten: 550 Euro

Anmeldung für alle Kurse und die Kuratorenführung bis eine Woche vor Beginn unter Tel. 02228 94 25-63, fuehrungen@arpmuseum.org.


 


Bryl, 1960
Sammlung Ströher, Darmstadt
© VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Foto: Olaf Bergmann


Karl Otto Götz
In Erwartung blitzschneller Wunder

Sonntag, 28. März bis 8. August 2010

Gemäß dem künstlerischen Leitmotiv von Karl Otto Götz, das der Ausstellung ihren Titel gibt, zeigt die umfangreiche Auswahl zum Teil großformatiger Gemälde die enorme Bandbreite, mit der der Künstler stets aufs Neue die vielfältigen Möglichkeiten der Abstraktion auslotet. Das Werk des Protagonisten des deutschen Informels zeugt von fortwährender Entdeckungsfreude bei der Ablösung des klassischen Formprinzips. Spontaneität und Geschwindigkeit des Schaffensprozesses finden ihren Niederschlag in den vielfältigen Variationen dynamischer Pinselspiralen und kristalliner Rakelstrukturen. K. O. Götz, geboren 1914 in Aachen, zeigt sich als Weggefährte Hans Arps. 1953 publizierte er ein Buch mit noch unveröffentlichten Gedichten des Straßburger Künstlers. Ähnlich wie Arp blieb auch Götz nicht bei einer künstlerischen Gattung, sondern widmete sich darüber hinaus Dichtung, Relief und Skulptur. Die mit freundlicher Unterstützung der K. O. Götz und Rissa-Stiftung realisierte Ausstellung präsentiert daher auch einige Stahlreliefs der 2000er Jahre.


Sonderführung »Karl Otto Götz. In Erwartung blitzschneller Wunder«
Sonntag, 18. Juli 2010, 15 Uhr
Die Künstlergattin Professorin Rissa führt durch die Ausstellung des international bekannten Informel-Künstlers Karl Otto Götz.
Kosten: 2 Euro, zzgl. Museumseintritt
 

Jan Siberechts, Das Kabinett eines Kunstliebhabers, 1661–1672
Sammlung Rau für UNICEF · Foto: Horst Bernhard


Kunstkammer Rau
Das Auge des Sammlers

5. Februar 2010 bis 29. August 2010

Kunst braucht Sammler: Kunstkenner, Kunstliebhaber, Menschen wie Gustav Rau.

Die zweite Ausstellung in der Kunstkammer Rau stellt die Person dieses außergewöhnlichen Sammlers in den Mittelpunkt. Was motivierte, was trieb den Industrie-Erben, den Wirtschaftswissenschaftler und engagierten Kinderarzt in Afrika dazu, Kunst zu sammeln? Wo liegen seine Motive? Am Beispiel von herausragenden Gemälden beleuchtet die zweite Ausstellung die Sammellust von Gustav Rau, um diese in die lange Tradition der Kunstsammlungen von Johann Friedrich Städel bis Ferdinand Franz Wallraf einzureihen. Eine dieser Kunstkammern bildet das Entrée der Ausstellung, ausgehend von einem Werk Jan Siberechts aus dem 17. Jahrhundert, das ein Kunstsammler-Paar inmitten seiner Gemäldegalerie zeigt. 31 Meisterwerke von Lucas Cranach d. Ä. über El Greco, Frans Snyders bis zu Claude Monet und Auguste Renoir schließen sich an.

Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
zu »Das Auge des Sammlers«

am ersten Sonntag jeden Monats
jeweils 15 Uhr, 2 Euro


Osterferien-Kursprogramm
Dienstag, 30. März – Gründonnerstag, 1. April 2010
jeweils 11–12.30 Uhr
Von Innen nach Außen.
Die Darstellung von Raum und Landschaft in der Kunst von Gestern bis Heute.
Kosten: Kinder 8 Euro (für drei Tage)
(im Rahmen des KinderKunstKinder Festes Bonn)

Karfreitag, 2. April 2010, 15 Uhr
und Samstag, 1. Mai 2010, 17 Uhr
Kuratorenführung
mit Dr. Susanne Blöcker
Kosten: 3,50 Euro

Donnerstag, 22. April 2010, 18 Uhr
Rolandsecker Gespräch: Sammeln – eine Obsession?
mit Klaus Gallwitz, Kurator der Sammlung Rau und Stefan Koldehoff, Kulturredakteur Deutschlandfunk, Köln
Kosten: 6,50 Euro

Muttertag, 9. Mai 2010, 16–18 Uhr
Offener Familienkurs: Das Bild meiner Mutter
Portraitzeichnungen von Mutter u. Kind
Kosten: Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 3,50 Euro


Themenführungen

Muttertag, 9. Mai 2010, 15–16 Uhr
Kunst genießen–Das Kabinett des Sammlers

Pfingstmontag, 24. Mai 2010, 15–16 Uhr
Still-Leben. Von der Lebenslust in der niederländischen Malerei

Kosten jeweils: 3,50 Euro

Alle Preis inkl. Material zzgl. Museumseintritt

Anmeldung für alle Kurse und Themenführungen spätestens eine Woche vor Kursbeginn unter Tel. 02228-942563.

WDR2 Beitrag zur Ausstellung