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Ausstellungen | Rückblick

Peter Hutchinson
Erträumte Paradiese

18. September 2009 bis 7. März 2010

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt die erste umfassende Retrospektive des berühmten Land-Art Mitbegründers Peter Hutchinson in Deutschland. Die Natur als übergeordneter Lebensraum nimmt immer einen zentralen Platz in seinen Arbeiten ein. »Erträumte Paradiese« aus allen Schaffensphasen von den 1960ern bis hin zu den jüngsten Werken von 2009 breiten sich im Neubau von Richard Meier aus. Die Vielfalt seines OEuvres wird dabei durch Fotocollagen, Objektkästen, Skulpturen und Filme sowie durch dokumentarische und lyrische Textbeiträge anschaulich. Ausgangspunkt für die Ausstellung bildet seine große Bepflanzungsarbeit »Thrown Ropes Remagen«, die seit 2001 zum Skulpturenuferprojekt der Stadt Remagen und des Arp Museums Bahnhof Rolandseck gehört.
Auch 2009 wird der Außenraum zum Kunstraum. Mit der großzügigen Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Arp Museums Bahnhof Rolandseck wird Peter Hutchinson speziell für das Außengelände des Neubaus von Richard Meier eine Bodenarbeit mit dem Titel »Arp Anthracite Triangle« realisieren.




Feedback

Werke aus der Sammlung von Arp bis Herold

Teil I: 10. Juli 2009 bis 8. November 2009
Teil II: 17. November 2009 bis 16. Februar 2010

Seit 1987 besitzt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck eine ständig wachsende inzwischen 460 Exponate umfassende qualitätvolle Sammlung internationaler Gegenwartskunst mit Werken u. a. von Francis Picabia, Hans Richter, Günther Uecker und Georg Herold. Ergänzend erwarb das Land Rheinland- Pfalz für den Neubau des Arp Museums Bahnhof Rolandseck von 1996 bis 2003 rund 400 Skulpturen, Reliefs, Papier- und Textilarbeiten von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp.

Die Ausstellung »Feedback« wird die unterschiedlichen Sammlungsstränge des Arp Museums näher beleuchten und der Frage nach möglichen Beziehungsgeflechten der Arbeiten nachgehen. Dabei geht es sowohl um inhaltliche, wie auch um formale Bezüge. Wie reagieren die einzelnen Arbeiten aufeinander? Entsteht überhaupt so etwas wie ein Feedback innerhalb der unterschiedlichen Sammlungen? Was haben die Arbeiten von Hans Arp beispielsweise mit denen von Dieter Roth zu tun? Wie stark und richtungweisend wird eine Sammlung durch die Bindung von Künstlern an einen Ort eigentlich geprägt?

Zur Ausstellung erscheint ein Bestandskatalog der seit 1987 angekauften Werke der Gegenwartskunst.

Kunstkammer Rau:
Tiepolo und das Antlitz Italiens
im Arp Museum Bahnhof Rolandseck

verlängert bis 17. Januar 2010

35 italienische Meisterwerke aus 5 Jahrhunderten bilden den spektakulären Auftakt einer spannenden Ausstellungsserie in der »Kunstkammer Rau«. Die Auftaktausstellung hebt einen der ganz großen Künstler besonders hervor: Giandomenico Tiepolo, den Meister des venezianischen Rokoko. Seine 2,60 Meter hohen Fresken bilden das Zentrum der Ausstellung, die sich in Stillleben, Interieurs, Heiligendarstellungen, Landschaftsbildern und Porträts von der Renaissance bis in die Moderne ganz dem Thema Italien widmet. Die Ausstellung vereint einige der Höhepunkte, die die italienische Kunst über 5 Jahrhunderte hinweg zu bieten hat: majestätische Helden der Familie Porto auf den Wandmalereien Giandomenico Tiepolos, stille Heilige Fra Angelicos, dramatisch beleuchtete biblische Heroen Guido Renis oder komische Narren Pietro Longhis. In der Kunstkammer Rau lässt sich Italien sinnlich erfahren: durch einen Spaziergang auf einem der lichtüberfluteten Plätze Canalettos, durch den geheimnisvollen Blick einer schönen jungen Dame oder angesichts der duftenden Köstlichkeiten in neapolitanischen Stillleben.


 


Michael Buthe
Der Engel und sein Schatten

28. August bis 29. November 2009

Als rastloser Nomade zwischen Orient und Okzident, sowie als unbekümmerter Grenzgänger mit charismatischer Ausstrahlung, zählt Michael Buthe (Sonthofen 1944 – 1994 Bonn) zu den schillernden Künstlerpersönlichkeiten des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Auf unzähligen Reisen in den Orient erweckten religiöse Rituale, orientalische Sitten und Mythen seine Faszination. Ideen und Material dieser Erkundungsreisen in die Ferne arbeitete er fantasievoll in seine Kunst ein. Sein OEuvre ist anarchisch und vielgestaltig: Es schöpft aus den Kulturen der Welt, jongliert mit Kitsch und Klischees, verschränkt Kalkül mit Sinnlichkeit, sucht das Magische im Alltäglichen, feiert Poesie und Spiritualität in einer technisierten Gegenwart.
In Buthes rheinischer Wahlheimat werden über 60 Werke seiner Kunst gezeigt. Im Zentrum der Ausstellung stehen Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und Objekte der 1960er und 1970er Jahre, darunter Werke aus Privatbesitz, die erstmals öffentlich gezeigt werden.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Ernst Barlach Haus Hamburg.

Begleitprogramm


Öffentliche Führungen am zweiten Sonntag jeden Monats, 15 Uhr (kostenfrei)

Kuratorenführung am 30. August, 11.30 Uhr (2,50€ zzgl. Museumseintritt)

Ausstellungsrundgang mit Museumsdirektor Dr. Kornhoff und den ehemaligen Buthe-Schülern Stefan Kürten und Detlef Holtgrewe am 10. November, 18 Uhr

Offener Familienkurs mit Einführung in die Collagetechniken von Buthe am 29. November, 15–17 Uhr (Anmeldung unter Tel. 02228/9425-63)

Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 27. August 2009, 19 Uhr spielt Wolfgang Niedecken zusammen mit der Geigerin Anne de Wolff live sein Michael Buthe gewidmetes Lied »Novembermorje«.

 


Jonathan Meese
Erzstaat Atlantisis

1. Mai bis 30. August 2009

Nur in der Kunst kann gelingen, was in der Wissenschaft auf immer Unmöglichkeit bleiben wird: die Auffindung von Atlantis. Diesen mythischen Ort traumatischer Verzweiflung und sehnsuchtsvoller Hoffnung hat Jonathan Meese für sich entdeckt. Der international agierende Maler, Bildhauer, Wort-, Klang- und Aktionskünstler errichtet in Rolandseck den »Erzstaat Atlantisis«. Seine szenographische Inszenierung aus Bronzegussplastiken, Gemälden, Installationen und Klangkollagen führt von der Wasseroberfläche in die Tiefe und wieder empor – vom Rheinufer hinein in den Berghang und 40 Meter hinauf in den lichtdurchfluteten Bau des Arp Museums von Richard Meier. Das versunkene Inselreich ist hier als »Antirealität« erlebbar, die mit Utopie gefüllt werden möchte. In Meeses Rolandsecker »Saalstaat« herrscht die »Diktatur der Kunst«, die sich mit spielerischer Leichtigkeit und dem nahezu vollständig präsentierten bildhauerischen Werk einer der ältesten Utopien der Menschheit annimmt.

» Pressemitteilung Jonathan Meese (doc)

» Film über Jonathan Meese auf eiskellerberg.tv

» Fotos von Jan Bauer

Modellstück
Werke von Hans-Jörg Georgi, Stefan Häfner, Reinhard Mucha, Tobias Rehberger, Peter Sauerer, Ernst Stark

15. Mai bis 16. August 2009

Das klassische Modell stellt bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich ein Zwischenstadium dar, ein Hilfsmittel auf dem Weg zum endgültigen Kunstwerk. Die Künstler der Moderne entwickeln das Thema Modell weiter und schaffen Kunstwerke mit Modellcharakter. Die ausgestellten Arbeiten der Bildhauer, Objekt- und Installationskünstler Hans-Jörg Georgi, Stefan Häfner, Reinhard Mucha, Tobias Rehberger, Peter Sauerer und Ernst Stark widmen sich eben diesem Thema. Die Darstellungen von Flugzeugen, Autos, Wäldern, miniaturisierten Lebenswelten, Häusern und Gedankengebäuden lassen durch ihre abbildhafte Treue sowie eine exakte Maßstäblichkeit ein Bild der Realität vor den Augen entstehen, das sie durch die Spuren handwerklicher Bearbeitung wieder infrage stellen. Zwischen Konstruktion und Destruktion, Stabilität und Unsicherheit eröffnen diese Modellstücke dem Publikum ein irritierendes Wechselspiel von Illusion und Desillusion. Sie laden ein, zwischen Modell und Wirklichkeit eine neue, eigene Perspektive einzunehmen.

Art is Arp

Zeichnungen, Collagen, Reliefs, Skulpturen, Poesie

13. März bis 14. Juni 2009

»For Arp, art is Arp« Dieser Ausruf von Marcel Duchamp gibt einer Ausstellung den Titel, deren Ziel es ist, der Formen- und Geisteswelt der Arp‘schen Kunst auf den Grund zu gehen und die wichtigsten Schaffensprozesse, deren Gesamtkontext und Entwicklung darzustellen. Für die umfassende Retrospektive wurden mehr als 100 Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und Reliefs sowie etwa 80 Texte, Fotografien und Dokumente ausgewählt. Diese finden in einer eindrucksvollen Inszenierung im Neubau von Richard Meier ihren idealen Rahmen.

Der 1886 in Straßburg geborene Hans (Jean) Arp zählt zu den bekanntesten avantgardistischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er war Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung. Das herausragende Talent des »Großen Der-Die-Das«, wie Arp sich selbst nannte, bestand darin, scheinbar Unvereinbares in seinem Werk zu vereinen: Dadaismus und Surrealismus, Surrealismus und Konstruktivismus.

Schon in sehr jungen Jahren wendet sich Arp von der traditionellen Malweise ab und der Natur zu. Das »Gesetz des Zufalls«, das Prozesshafte und der Automatismus bilden die wichtigsten Schaffensprinzipien seiner Arbeiten. Die Ausstellung gewährt einen tiefgehenden Einblick in die Formensprache des Künstlers, in der das »bewegte Oval« als Ursprungsform sowie als Ausdruck von Wachstum und Metamorphose eine zentrale Position einnimmt.

Ein Schwerpunkt der Gesamtschau liegt auf den Gemeinschaftsarbeiten, die Arp mit anderen Künstlerinnen und Künstlern wie Max Ernst, Sonia Delaunay oder Alberto Magnelli, besonders aber mit seiner Frau Sophie Taeuber-Arp schuf. Zusammen mit ihr und Theo van Doesburg entstand auch die Umgestaltung der Straßburger Aubette zu einem Vergnügungskomplex nach amerikanischem Vorbild. Als eines der ersten avantgardistischen Gesamtkunstwerke führt das Projekt »Aubette« den Gedanken der ständigen Erweiterung von Malerei und Architektur vor Augen.

Darüber hinaus wird mit dieser Ausstellung Arps qualitätvolles literarisches Schaffen zu seinem bildkünstlerischen Werk in Bezug gesetzt. Neben zentralen Texten werden Tonaufzeichnungen seiner Gedichte zu hören sein, die verdeutlichen, wie er spielerisch alle konventionellen Sprachregeln außer Kraft setzt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Arp Museums Bahnhof Rolandseck mit dem Musée d’Art moderne et contemporain in Straßburg. Sie bietet dem Publikum einen vielfältigen Schlüssel zum Verständnis Arps, der durch die Abkehr von jeglicher Tradition einen wichtigen Beitrag leistete, die Kunst im beginnenden 20. Jahrhundert von den ästhetischen und gesellschaftlichen Bestimmungen der vorangegangenen Jahrzehnte zu lösen.

» Pressemitteilung »Art is Arp« (doc)

Mythos Märklin

– eine Ausstellung

24. Oktober 2008 bis 3. Mai 2009

Im Jahr 2009 wird eine der ältesten und bekanntesten Marken Deutschlands 150 Jahre alt. Sie steht für die Geschichte des Spielzeugs schlechthin und hat vielen Generationen die Welt der Technik im Spiel nähergebracht. Ihren heutigen Ruhm verdankt sie in erster Linie der Eisenbahn, mit deren Miniaturen sie dem nach wie vor wichtigsten Verkehrsträger unseres Landes viele Sympathien einfährt. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt in der Ausstellung »Mythos Märklin« die Geschichte des Blechspielzeugs und präsentiert einige der wertvollsten Exponate früherer Märklin-Produktion.

Augenecho

Kurt Kocherscheidt - Malerei
Elfie Semotan - Fotografie

17. Oktober 2008 bis 13. April 2009

Daß seine sinnlich hoch präsente Kunst bislang mehr in der Fachwelt als in der breiten Öffentlichkeit ihr Echo fand, mag an seiner quergängerischen Eigenständigkeit liegen: In den 1960er Jahren begann Kurt Kocherscheidt zu malen, als Fluxus die Malerei zu überwinden trachtete; und als die Jungen Wilden die gegenständliche Kunst wieder salonfähig machten, verabschiedete er sich von der abbildhafte Figuration. Die Ausstellung »Augenecho« widmet sich einem Künstler, der trotz Documenta-Beteiligung und hoch gelobter Ausstellungen noch entdeckt werden möchte. Gezeigt wird das Spätwerk des 1992 mit 49 Jahren jung verstorbenen Österreichers: Stillleben der späten 70er, Körperbilder der frühen 80er und die Erträge zunehmend entfesselter Malakte der letzten Jahre: übereinandergespachtelte Farbmassen, ovale, spiralige, zackige oder gerasterte Kompositionen, deren rhythmische Farbklänge in wandfüllenden Mehrteilern die Grenzen des Tafelbildes sprengen – und körperhaft emotional berühren wie Musik. Kocherscheidt ist in der Ausstellung als Maler und als Mensch gegenwärtig. Seine Frau Elfie Semotan, eine weltweit gefragte Mode- und Starfotografin, trägt Porträt- und Atelierbilder zu dieser großen monografischen Ausstellung im Neubau des Arp Museum bei.

Licht auf Arp

Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp aus der Sammlung des Landes Rheinland-Pfalz

bis 22. Februar 2009

Zwischen 1996 und 2003 erwarb das Land Rheinland-Pfalz etwa 400 Werke des Künstlerpaares Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. Zu der Sammlung zählen Skulpturen und Reliefs aus Metall, Marmor oder Holz, Papier- und Textilarbeiten und einige seltene gemeinschaftliche Arbeiten. Nachdem 1997 im Landesmuseum Mainz erstmals die frühen Ankäufe umfassend zu sehen waren, wird nun unter dem Titel "Licht auf Arp" eine Auswahl aus der gesamten Sammlung gezeigt.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet das plastische Werk Hans Arps. Unter dem natürlichen Oberlicht der beiden großen Ausstellungssäle finden seine fließenden, durch die Natur inspirierten Formen in der offenen Architektur Richard Meiers eine ihnen entsprechende Präsentation. Sophie Taeuber-Arp gilt als Schlüsselfigur der konstruktiven Kunst in der Schweiz. In ihren geometrisch-abstrakten Arbeiten variiert sie klare vertikal-horizontale Bildordnungen ebenso wie rhythmisch bewegte Linien. Figuren und gegenständliche Motive deutet sie nur symbolhaft an. Im Kabinett führt eine Auswahl von Textilarbeiten, Zeichnungen, Gemälden und Reliefs in die Kunst Sophie Taeuber-Arps ein.

Isa Melsheimer
Fremdenzimmer

18. April 2008 bis 28. September 2008

Isa Melsheimer nennt ihre Ausstellung "Fremdenzimmer". Damit greift sie ein für alle Menschen grundlegendes Thema auf: Wie heimisch oder eben heimatlos fühlt man sich, wenn man in der Fremde ist oder gar wohnt? Für Isa Melsheimer ist dies eine Frage, die sich grundsätzlich an den Ort und an die Architektur richtet. Die Frage betrifft aber vor allem das Zimmer, in dem man in der Fremde wohnt. Die "Fremdenzimmer", die sie im Bahnhof Rolandseck einrichtet, bestehen unter anderem aus Alltagsgegenständen, erinnernd an die der 60er Jahre, aus Einbauten, die die Räume verändern und textilen Arbeiten, die mit ihren Stickereien detailliert die Installationen erzählerisch begleiten und ergänzen.

Anselm Kiefer Wege der Weltweisheit/Die Frauen der Revolution

29.09.2007 – 28.09.2008

In seinen frühen großformatigen Holzschnittcollagen "Wege der Weltweisheit" hat Anselm Kiefer ironisch und pathetisch Geschichte rekapituliert und sich zugleich intensiv mit der Tradition der Moderne auseinandergesetzt. Neben den "Deutschen Geisteshelden", die im Erdgeschoss des Neubaus von Richard Meier eine Art eigene Walhalla bilden, werden "Die Frauen der Revolution" zugegen sein. Bleierne Betten, die die Namenberühmter französischer Frauen tragen und den Bogen nach Frankreich schlagen, wo Kiefer seit vielen Jahren lebt und arbeitet. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Bücher zur gleichen Thematik.

Johannes Brus Der ganze Eisberg

29.09.2007 – 28.09.2008

Im neuen Pavillon, neben den Bahngleisen, wird der Bildhauer Johannes Brus mit seinem Atelier aus dem früheren Wasserwerk der Firma Krupp in Essen ausstellen. Er installiert seine Bildhauerwerkstatt, eine Art Arche Noah, programmatisch unter dem Titel "Der ganze Eisberg". Mensch, Tier, Mythen und Maschinen bilden die wichtigsten Themen seiner Kunst. Für seine Figuren verwendet er zumeist Gips und Beton, wobei der Herstellungsprozess durch Gussnähte oder auch Gusskanäle erkennbar bleibt. Das Material lässt ihm auch die Möglichkeit, bestehende Formen immer wieder zu verändern.

Hans Arp. Die Natur der Dinge

29.09.2007 – 30.03.2008

Das vielschichtige Zusammenspiel von Natur, Mensch und Dingwelt im Werk Hans Arps (1886-1966) bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung "Hans Arp. Die Natur der Dinge". Skulpturen, Reliefs und Papierarbeiten aus allen Schaffensperioden sollen ins Zentrum seiner künstlerischen Auffassung führen und seine lebenslange Auseinandersetzung mit der Natur - die Prozesse von Entstehung und Wachstum, von Vergänglichkeit und Zerstörung - veranschaulichen. Gezeigt werden Werke aus den eigenen Beständen sowie aus internationalen Sammlungen, darunter Werke aus dem MoMA, New York, dem Centre Pompidou und dem Kunstmuseum Basel.

Anton Henning
[...] und immer eine gute Linie
Zeichnungen und Skulpturen 1984 - 2007

29.09.2007 – 30.03.2008

Internationale Bekanntheit erzielte Anton Henning bishe rhauptsächlich durch zahlreiche Ausstellungen im Bereich Malerei und Interieur. Vor drei Jahren hat er die bis heute bestehende Ausgestaltung des Bistros "Interieur No. 253" im Bahnhof Rolandseck übernommen. Hier werden nun erstmals das zeichnerische Werk sowie die Skulpturen in einem dichten Überblick gezeigt. Zeichnungen von 1984 bis 2002 stehen in engem Dialog mit kürzlich entstandenen Skulpturen aus Holz und Bronze. Im Experimentieren und Kreisen um die Formen bekannter Vorlagen veranschaulicht das zeichnerische Werk die kontinuierliche Entstehung eines eigenen künstlerischen Stils.

Michael Craig-Martin Constellation

29.09.2007 – 30.03.2008

Die Arbeit „Constellation“ geht auf die Ausstellung „Arp Craig-Martin Arp“ zur Wiedereröffnung des Bahnhofs Rolandseck im Oktober 2004 zurück. Michael Craig-Martin hatte unterschiedliche Reliefs und Skulpturen von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp ausgewählt und präsentiert. Vor allem aber schuf er im mittleren Ausstellungsraum mit einer von ihm entworfenen schwarzweissen Tapete ein Bild–Environment. Das Tapetenmuster bestand aus verschiedenen grafisch entworfenen Alltagsgegenständen. Auf die tapezierte Wand verteilte er elf Gemälde mit Motiven, die dieselben auf der Tapete überdeckten und als Malerei wiederholten. Sieben der Gemälde hat er nun für seine neuerliche Installation in Rolandseck ausgewählt und unter dem Titel „Constellation“ auf dem Tapetengrund platziert.

Von frühen konzeptuellen Anfängen führte Craig-Martin der Weg zu einer Bildsprache, deren Zeichenhaftigkeit, klare Lesbarkeit sowie formale und inhaltliche Komplexität unsere Gebrauchswelt in sehr deutlicher Weise symbolisieren. In seinen Bildern und raumbezogenen Installationen verbindet er zwei elementare künstlerische Techniken: das Zeichnen und das Malen. Er entwickelt dabei eine universelle Bildsprache von Alltags- und Kunstobjekten. Michael Craig-Martin sagt über seine Bildsprache: »Die Gegenstände, die zu zeichnen ich mich entschied, waren alle sehr alltäglich, gut erkennbar, von Menschen erdacht, reproduzierbar und maschinell gefertigt. Ich wählte sie, weil sie für mich eine wirklich universelle Sprache der modernen Welt bildeten ... «

Michael Craig-Martin wurde 1941 in Dublin geboren. Er lebt und arbeitet in London.

 

Simon Pasieka. Bilder und Zeichnungen

28.06 – 9.09.2007

Simon Pasieka zeigt im Bahnhof Rolandseck großformatige Tuschezeichnungen und Bilder. Sie zeigen jugendliche Protagonisten, die eben noch mit allerlei Verrichtungen beschäftigt waren, ungewöhnliche Experimente starten oder sich in Träume wiegen und die über ihrem sommernächtlichen Treiben in eine Art tiefe Bewusstlosigkeit verfallen. Auf der scheinbaren Suche nach dem Paradies haben sie sich ans Wasser, in den Wald, an einsame Orte zurückgezogen, in die sich auch Versatzstücke aus der so genannten Zivilisation eingeschlichen haben, wie Teile von Fahrzeugen, eine Discokugel oder Konservendosen.

 

Wunderkammer Bahnhof Rolandseck - Das Sammeln von Johannes Wasmuth

16. März 2007 bis 17. Juni 2007

Die Ausstellung würdigt die Verehrung der Künste und Künstler durch einen leidenschaftlichen Sammler. Sie ist auch ein posthumer Dank an Johannes Wasmuth, der vor nunmehr zehn Jahren im Bahnhof Rolandseck starb. Aus seiner Kunstsammlung, die er der Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V. hinterlassen hat, zeigt die Ausstellung, stellvertretend für sein lebenslanges Sammeln, Arbeiten von: Hans Arp – Guillaume Apollinaire – Franz Bernhard – Ulrich Erben – Bruno Goller – Gotthard Graubner – Hans Richter – Michel Seuphor – Sophie Taeuber-Arp

Sammeln stellte im persönlichen Leben von Johannes Wasmuth ein wichtiges und entscheidendes Moment dar: inspiriert von leidenschaftlicher Begeisterung für Kunst und Musik, getragen von Künstlern, die seine Freunde waren und angetrieben von einem sich mehr und mehr entwickelnden Qualitätsbewusstsein. Im Bahnhof Rolandseck, der Stätte seines jahrzehntelangen Wirkens, entwickelte sich seine Sammlertätigkeit stetig: ausgehend von einer eher privaten Sammlung, hin zu einer Kollektion mit musealem Anspruch. Denn sein erklärtes Ziel, dem er in seinen letzten Lebensjahren alles, auch sein Sammeln unterordnete, war ein Arp-Museum in Rolandseck, das nun im Herbst 2007 seine Pforten öffnen wird.

 

Dieter Krieg
Macht Nichts


Gezeichnete Bilder

19.12.06 - 25.02.07

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt Zeichnungsbilder des in Lindau am Bodensee geborenen Künstlers Dieter Krieg (1937 - 2005) unter dem Titel " Macht Nichts" aus dem Besitz der Stiftung Dieter Krieg.
Außerdem wird eine begrenzte Auswahl später großformatiger Acrylbilder zu sehen sein. Die gezeigten Kohlezeichnungen, auf Leinwand mit Acryl überzogen, aus dem Jahr 2004 gehören zu dem letzten umfangreichen Werkzyklus des Malers. Alltägliche Motive verbinden sich mit eingeschriebenen Wörtern und Aussagen. Die Sprache ironisiert und korrigiert zugleich das Dargestellte.

Ungewöhnliche Kombinationen von Schrift und Bild regen die Fantasie des Betrachters an. Zeitgleich wird im Kunstmuseum Bonn die Ausstellung "Wörtliche Malerei - Rolf-Gunter Dienst, Dieter Krieg" gezeigt. Die Parallelausstellungen in Bonn und Rolandseck ergänzen sich gegenseitig. Zu den Ausstellungen erscheint ein umfassender Katalog und das komplette Werkverzeichnis der Zeichnungsbilder von Dieter Krieg.

 

Wunderkammer Bahnhof - 150 Jahre Bahnhof Rolandseck


14.Oktober bis 10. Dezember 2006

1856 wurde die Bahnstrecke Bonn - Rolandseck offiziell mit einer Festfahrt in Betrieb genommen. Mit der Ausstellung "Wunderkammer Bahnhof - 150 Jahre Bahnhof Rolandseck", feiert das Arp Museum vom 14. Oktober bis zum 10. Dezember 2006 das 150jährige Jubiläum des Bahnhofs Rolandseck.

Die Ausstellung gliedert sich in drei thematische Bereiche. Historie und Architektur befassen sich mit der Baugeschichte des historischen Bahnhofsgebäudes, dessen Einbindung in die Thematik der Rheinromantik, die Nutzung als Bahnhofsgebäude und seine Bedeutung als gesellschaftlich-kultureller Treffpunkt. Der zweite Themenbereich greift die musikalische und literarische Veranstaltungstradition seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts auf.

Der dritte Bereich, als Ausstellungsschwerpunkt, beinhaltet die bildende Kunst mit Arbeiten, die sich in der Sammlung der Stiftung Bahnhof Rolandseck, Privatsammlungen und Landessammlungen befinden. Gezeigt werden Kunstwerke von Günther Uecker, Manfred Kuttner, Lajos Barta, Gerhard Marcks, Stephen McKenna, Hans Richter, Johannes Grützke u.a., die eine enge Bindung seit den 60er Jahren zum Bahnhof Rolandseck pflegten, dort arbeiteten, lebten und mit Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen aus dieser Zeit und später im Bahnhof vertreten sind.

 

Künstlerkoffer im Bahnhof Rolandseck

Ausstellung des Arp Museums in Zusammenarbeit mit dem Forum Kunst Rottweil aus einer Künstleraktion 1980

11. August bis 3. Oktober 2006


Künstlerkoffer gehen auf Reisen. 200 von Künstlern ausgestaltete und gepackte Holzkoffer hatte das Forum Kunst in Rottweil 1980 in einer Aktion zusammengeführt. Nach 26 Jahren werden sie jetzt erstmals wieder geöffnet und im traditionsreichen Bahnhof Rolandseck ausgestellt. Europäische Künstler von A bis Z hatten sich beteiligt, darunter Adzak, Bogart, Eggenschwiler, Genzken, Heerich, van der Meulen, Stöhrer, Zangs. Koffer gehören auf den Bahnhof. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt eine wechselnde Auswahl der als Sperr- oder Expreßgut deklarierten Künstlerkoffer im Standardformat aus Anlass des 150jährigen Geburtstages des historischen Bahnhofs Rolandseck.
 

Richard Deacon
THE SIZE OF IT

13. Mai bis 23. Juli 2006

Richard Deacon, britischer Bildhauer, geb. 1949 in Bangor, Wales, lebt und arbeitet in London. Seit 1999 lehrt er an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris.

Richard Deacon gilt weltweit als einer der bedeutendsten Bildhauer, der an die Ideen von Naum Gabo, Henry Moore und Hans Arp anknüpft und für die Autonomie der Skulptur eintritt. Seine Skulpturen stehen alleine für das, was sie sind und was sie zeigen. Sein familiärer Hintergrund öffnet ihm die Einsicht in die Notwendigkeit, amorphe Formen in ein Verhältnis zur komplexen Formenwelt der Technik und Mathematik zu setzen. "Chaotische" Formen galten zur Zeit von Arp und Moore noch als irrational. Die gleichen Formen sind heute berechenbar. Richard Deacon's Skulpturen bezeugen diesen Wechsel.

Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Artium-Centro-Museo Basco de Arte Contemporáneo, Vitoria-Gasteiz, Spanien und dem Sara Hildén Art Museum, Tampere, Finnland entstanden.

Hans Arp
Ein Rückblick auf die Arp-Wanderausstellung in Japan 2005

16.12.2005 bis 29.01.2006

Zwischen dem 16. Dezember 2005 und dem 29. Januar 2006 sind Teile der in Japan gezeigten Ausstellung in den Räumen des Bahnhofs Rolandseck zu sehen.

Anlässlich des Deutschlandjahres in Japan hat das Arp Museum Bahnhof Rolandseck eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Hans Arp (1886 - 1966) konzipiert und kuratiert. Sie diente als offizieller Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz an "Deutschland in Japan 2005 - 2006" und wurde von der TOKYO SHIMBUN, einer der größten Zeitungsgruppen in Japan, organisiert. Rund 190 Werke des Mitbegründers des Dadaismus und des Begründers der organischen Plastik wurden unter dem Titel "Hans Arp: Works from the collections of the Arp Museum Bahnhof Rolandseck" in vier japanischen Museen gezeigt.

Im Januar 2005 wurde die Ausstellung im Museum of Modern Art in Hayama eröffnet. Die beiden folgenden Ausstellungsstationen bildeten das Kawamura Memorial Museum in Sakura und das Okazaki Mindscape Museum. Im November endete die Austellungstournee im Gunma Museum of Art in Tatebayashi.

Durch die unbeschreibliche Synthese von Landschaft und Architektur bot jedes Museum auf seine Weise einen reizvollen Rahmen für die Werke des Künstlers Hans Arp, dessen Skulpturen sich nach eigenem Wunsch in der Natur verlieren sollen.

Das für Japan erarbeitete Konzept wurde dabei als Grundlage der Präsentation beibehalten. Die Werke - Reliefs, Skulpturen und Papierarbeiten - wurden in acht Gruppen gegliedert, die je einen Leitgedanken der Kunst Hans Arps aufgreifen:

  • Die menschliche Gestalt
  • Geometrische und symmetrische Aspekte
  • Die Welt der Märchen
  • Schrift als Kunstform
  • Die Objektsprache
  • Zur Bedeutung des Metamorphosegedankens
  • Konstellation und Konfiguration: Das Prinzip des Ordnens und Anordnens
  • Der Zufall des Gestaltungsprinzips
Zur Ausstellungstournee in Japan erschien ein japanischer/englischer Katalog, der für die Ausstellung im Bahnhof Rolandseck durch ein deutschsprachiges Supplement ergänzt wird.

Sery C.
Ermalte Architekturen - Rubber Paintings Rolandseck I - V , 2000/2001, Open Arp Gate - Final Version, 2005

27.10.2005 - 31.01.2006

Sery C. ermalt seit über fünfzehn Jahren architektonische Topoi von Museen weltweit. Er wendet sich behutsam der Architektur zu und bemalt mittels Kautschuk situativ bestimmte Orte nach einem spezifischen Auswahlverfahren. Er nennt es selbst installative Malerei, um anschließend dieses aus der Tektonik des Raumes gewonnene Bild wieder als eine Art Bildhaut abzunehmen. Seine Malereien sind also zum einen faktische Zeugnisse von architektonischen Gegebenheiten, wie zum anderen potentiell autonome Bilder.

IRGENDWO | Michael Schmidt

7. Oktober - 4. Dezember 2005

Michael Schmidt, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, gilt als wichtigster zeitgenössischer Repräsentant für dokumentarische Fotografie in Deutschland, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Fotografie von Bernd und Hilla Becher sowie ihrer Schüler steht. Seine Anerkennung begründete u.a. die Ausstellung "U-NI-TY" (EinHeit) im Museum of Modern Art, New York im Jahr 1996. Es war dort die erste Einzelausstellung eines lebenden deutschen Fotografen. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen zudem "Waffenruhe" (1985-1987) und "Frauen" (1996-1999). In den letzten Jahren waren seine Arbeiten in wichtigen Überblicksausstellungen zur Fotografie wie "How You Look at it" (Hannover und Frankfurt 2000) oder "Cruel and Tender (Köln und London 2004) zu sehen.

Begonnen hatte die Ausstellung im Februar 2005 im Kunstverein Heilbronn und war im Anschluss im Kunstverein Oldenburg zu sehen. Weitere Stationen waren das Arp Museum Bahnhof Rolandseck, das Lindenau Museum Altenburg und das Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg.

Zur Ausstellung ist das monografische Buch IRGENDWO im Snoeck Verlag (140 Seiten, 67 Novatone Abbildungen, 48 Euro) mit einem Interview von Dietmar Elger erschienen.

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Raimund Kummer | WASCHEN

21. Mai bis 18. September 2005

Zur Ausstellung ist eine exclusive Ausgabe der Publikation "On Sculpture" mit einem Essay von Herbert Moderings und Texten von Raimund Kummer erschienen.
Holzwarth Publications, 158 Seiten, 35,00 Euro.

Ankäufe und Ankaufswünsche

19. März bis 8. Mai 2005

Arbeiten von Jörg Immendorff, Thomas Rentmeister, Saskia Niehaus, Dieter Roth, Georg Herold, Chris Newman, Umbo, Sheila Barcik, Sonja Alhäuser, Olaf Metzel, Ralf Berger, Guiseppe Penone, Götz Diergarten, Bittermann & Duka

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr

Hans Arp: Works from the Collection of the Arp Museum, Bahnhof Rolandseck

15.01.2005 bis 27.03.2005
Museum of Modern Art, Hayama
05.04.2005 bis 26.06.2005
Kawamura Memorial Museum of Art, Sakura
05.07.2005 bis 04.09.2005
Okazaki Mindscape Museum
11.09.2005 bis 27.11.2005
Gunma Museum of Art, Tatebayashi

ARP/CRAIG-MARTIN/ARP
11 reliefs/11 paintings/11 sculptures

23.10.2004 bis 02.01.2005
Michael Craig-Martin nennt seine Ausstellung
"ARP-CRAIG-MARTIN-ARP 11 reliefs/11 paintings/11 sculptures"

Die gesamte Ausstellungsfläche des Bahnhofs Rolandseck ist seine Ausstellung. Obwohl auch 11 Reliefs und 11 Skulpturen von Hans Arp bzw. Sophie Taeuber-Arp präsentiert sind.