|
|
 |
 |
Ausstellungen | Rückblick |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
Biomorph!
Hans Arp im Dialog mit aktuellen Künstlerpositionen
27. Mai 2011 bis 8. Januar 2012
In Kooperation mit der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck eine umfassende Ausstellung zu Positionen der »Biomorphen Plastik«. Künstlerischer
Ausgangspunkt ist Hans Arp, der zugleich Kunstpatron des BUGA Kunstkonzeptes ist. Arp gilt als der wegweisende Protagonist der organischen Abstraktion, die sich an den ständigen Entstehungs- und
Wandlungsprozessen der Natur orientiert. Seine Arbeiten, besonders seine Plastiken inspirieren die Kunst seither. In der jüngsten Gegenwart beginnen Künstler weltweit erneut, die Thematik
des »Organischen« und des »Biomorphen« inhaltlich und formal neu zu interpretieren. Durch die spannungsvolle Gegenüberstellung mit zeitgenössischen Positionen werden
die große Bedeutung und Aktualität Hans Arps einmal mehr offensichtlich. 34 Werke von Hans Arp finden ihre Dialogpartner in den Werken von neunzehn national und international bedeutenden
Künstlern und Künstlerinnen: Darunter Tony Cragg, Bodo Korsig, Maix Mayer, Wilhelm Mundt, Ernesto Neto, Thomas Rentmeister, Christa Sommerer und Laurent Mignonneau.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Rheinland- Pfalz für Kultur.
Katalog zur Ausstellung im Snoeck Verlag, Köln
|
 |
|
 |
Kunstkammer Rau
Horizonte.
Landschaften von Fra Angelico bis Monet
18. März bis 8. Januar 2012
Die Natur in ihrer Farben- und Formenvielfalt war Ausgangspunkt
für die Kunst Hans Arps. Dabei orientierte auch er
sich an der Kunst der Vergangenheit. Ziel der Ausstellung
ist es, anhand von ca. 40– 50 herausragenden Exponaten
aus der Sammlung Rau, ergänzt durch hochkarätige Leihgaben,
die Entwicklungen der Landschaftsmalerei bis in die
Moderne zu verfolgen: von Fra Angelico bis Claude Monet,
von den überweltlichen goldenen Himmeln des Mittelalters
zu den phantastischen irdischen Höllenprospekten der
Renaissance, von barocken Stimmungslandschaften zu den
exotischen und arkadischen Idyllen des 18. Jahrhunderts,
vorbei an den Naturgewalten der Romantiker hin zu den
Impressionisten, die den Moment im Fluss der Zeit festhalten.
Und oft ist es der Mensch, ob Künstler oder Modell, der sich
im Abbild der Natur spiegelt, der sich in ihr sucht und fängt.
|
 |
|
 |
Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger
Hochwasser – Trink oh Herz vom Überfluss der Zeit!
6. Februar bis 14. August 2011
Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger gehören zu den international
erfolgreichen Vertretern der Schweizer Kunstszene. Kennzeichnend für
ihre Arbeiten sind die gemeinsam entwickelten raumfüllenden
und vielteiligen Werke, die die Besucher umfangen und
in kosmisch-lyrische Welten entführen.
Mit der ortsbezogenen Installation »Hochwasser – Trink oh
Herz vom Überfluss der Zeit!« setzen sich Steiner & Lenzlinger
mit der spezifischen Lage des Arp Museums am Rhein
auseinander. Das Thema des Wassers und des Flusses
beleuchtet den Aspekt einer »Lebensader«, die einen großen
Reichtum an Lebensformen in sich birgt, die sich aber auch
temporär bei Hochwasser in ein reißendes unkontrollierbares
Naturereignis verwandeln kann. So wie dabei Natur
auf Zivilisation trifft, werden auch in der Ausstellung Pflanzenteile,
Äste, Schwemmholz, ausgestopfte Tiere, aber auch
Plastik- und Styroporteile zu einem mitreißenden Parcours
verflochten. Ohne zu moralisieren, ermutigt die Kunst von
Steiner & Lenzlinger, unsere Lebensräume genauer zu betrachten,
neu zu entdecken und in ein allumfassendes sinnliches
Erlebnis einzutauchen.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des
Schweizerischen Generalkonsuls und wird freundlich unterstützt von Pro Helvetia.
Filmbericht zur Ausstellung auf » eiskellerberg.tv
» Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger | The Sleeping Beauty | 2009 im Tal – Stiftung Wortelkamp
Text zur Arbeit » imTal_steiner_lenzlinger.pdf
|
|
|
 |
Martin Noël
Schichtwechsel
8. April bis 14. August 2011
Als langjähriger Protagonist der rheinischen Kunstszene
zählte Martin Noël zu den wichtigsten in Bonn lebenden
Künstlern. Mit der Wiederentdeckung des Holzschnitts
entwickelte er seinen ganz individuellen Stil. Als seine
»Vorbilder« sind Stadtlandschaften, die Natur und auch
Werke aus der Kunstgeschichte anzusehen. So beispielsweise
Hans Arps berühmter »Nabel« und Sophie Taeuber-
Arps Motiv des Kreises.
Martin Noëls intensive und präzise künstlerische Auseinandersetzung
mit den unterschiedlichsten Materialien wird in
dieser Ausstellung besonders erfahrbar. So belegen beispielsweise
vergoldete »Hölzer« unterschiedlicher Formate eindrucksvoll
das Thema der Transzendenz, das im künstlerischen
Werk Martin Noëls immer wieder spürbar ist.
Besonderer Höhepunkt der Ausstellung sind die jüngst
entstandenen großformatigen Malereien, in denen überraschend
frei geführte farbige Pinselstriche die Leinwand
beherrschen. Dabei wurde der vermeintlich einfache weiße
Bildgrund, auf dem die Farben zu tanzen scheinen, mit bis
zu 24 Weißtönen bearbeitet – sorgfältig Schicht um Schicht.
|
|
|
 |
Hans Arp: Traumanatomie
19. November 2010 bis 1. Mai 2011
»Ich trieb auch Traumanatomie«,
so beschrieb der Dichter, Maler und Bildhauer Hans Arp (1886–1966) bildhaft und humorvoll seine Arbeit als Künstler. Arp war einer der bedeutendsten Vertreter der künstlerischen
Avantgarde, jener intellektuellen Vorhut, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts binnen kurzer Zeit die Kunst für immer revolutionierte. So war er Mitbegründer der Dada-Bewegung und stand in
den 1920er Jahren in engem künstlerischen Austausch mit den Surrealisten in Paris. Er gilt als der Pionier der organisch-abstrakten Formensprache, die sich an der Metamorphose, an den stetigen
Wachstums- und WandIungsprozessen der Natur orientiert. Fasziniert von den natürlichen Prozessen des Werdens und Vergehens entwickelt Arp sein unverwechselbares Formenrepertoire. In sich
geschlossen überrascht sein OEuvre so durch viele Facetten.
Die Ausstellung lädt die Besucher ein, die unterschiedlichen Aspekte seines einzigartigen künstlerischen Schaffens zu entdecken. Mit rund 100 Papierarbeiten, Reliefs und Plastiken setzt
diese erste umfassende Sammlungspräsentation im Neubau des Arp Museums Bahnhof Rolandseck anhand von verschiedenen thematischen Gruppen gezielt Akzente.
Die Darstellung der menschlichen Gestalt bildet hierbei einen wichtigen Schwerpunkt. Zahlreiche Skulpturen laden außerdem dazu ein, den Wandel der Formen, die Metamorphose in Arps Werk zu
erleben. In Papierarbeiten und Reliefs setzte sich Arp besonders in den 1930er Jahren mit dem Prinzip des Anordnens formal gleicher Elemente auseinander. So inspirierten ihn die Gestirne,
Wolkenformationen oder Steine zu seinen Konstellationen. Auf poetische Weise lassen überdies die »Papiers déchirés« (zerrissene Papiere) die Rolle des Zufalls sichtbar
werden. Arp erklärt den Zufall bereits früh zu einem Leitgedanken seines Schaffens und bezeichnet ihn als ein »Geschenk der Musen«. Schließlich entführen uns Gnome
und Nymphen in die geheimnisvolle Märchenwelt des Künstlers, der sich zeitlebens die Sichtweise eines Träumers bewahren konnte.
2011 feiern wir nicht nur den 125. Geburtstag Hans Arps, sondern auch den seines Künstlerfreundes Hugo Ball (1886 –1927). Der in Pirmasens geborene Schriftsteller und Pionier des
Lautgedichts war Gründer des Cabaret Voltaire, jener Zürcher Künstlerkneipe, in der Dada 1916 seinen Anfang nahm. In Kooperation mit der Hugo-Ball-Sammlung Pirmasens würdigen wir
Arps Weggefährten mit einer Auswahl von schriftlichen und fotografischen Dokumenten
» Kultiversum: Video-Impressionen der Ausstellung
» Link zur Hugo-Ball-Sammlung Pirmasens
» die Rede von Staatssekretär Walter Schumacher zur Ausstellungseröffnung am 18.11.2010 (.pdf)
|
 |
|
 |
Arno Schmidt
Der Schriftsteller als Landschaftsfotograf
10. Dezember 2010 bis 20. März 2011
Arno Schmidt wurde schon zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten
deutschen Literaten geehrt. Seine qualitätvollen
Fotografien jedoch kennen nur Wenige. Zusammen mit
seiner Frau Alice schuf Schmidt Schwarzweiß- und Farbfotografien,
die vor allem die flache norddeutsche Moorlandlandschaft
um ihren Wohnort Bargfeld dokumentieren.
Ohne Rückgriff auf Dorfklischees und Heidekitsch gelingt
es Schmidt, der ereignislosen Realität eine besondere Bedeutung
beizumessen. Serien einzelner Motive bei unterschiedlicher
Witterung und Beleuchtung lassen dabei den Zauber,
den die Landschaft auf den Autor hatte, spürbar werden
und eröffnen Einblick in die Wirklichkeitswahrnehmung
Schmidts. Somit bieten die Fotografien auch eine neue Möglichkeit
der Annäherung an sein literarisches Werk.
Die Ausstellung verbindet bestmöglich das Literaturprogramm
des Museums mit der Bildenden Kunst. Zudem
bildet sie den Auftakt für das im Bundesgartenschau-Jahr
2011 ausstellungsübergreifende Thema der »Landschaft«
im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
|
 |
|
 |
Kunstkammer Rau
superfranzösisch
16. September 2010 bis 27. Februar 2011
In einem farbenfrohen Reigen hält die Malerei herausragender
französischer Meister Einzug in die Kunstkammer Rau.
Dank ihrer Qualität und Vielfalt nimmt sie einen prominenten
Platz in der Sammlung Gustav Raus ein.
Am Beispiel von über 60 Gemälden, Skulpturen und kunstgewerblichen
Gegenständen erlebt man Geschichte in Bildern:
von den anonymen Heiligenbildern des Mittelalters, über
die Schäfer-Idyllen des Rokoko, die Porträts der Aufklärung
bis zu den großen impressionistischen Landschaften – von
Boucher, zu Fragonard, über Delacroix bis zu Degas, Monet
und Cézanne, die das Licht und die Farben Frankreichs in
die Kunstkammer Rau bringen.
In dieser Ausstellung lässt sich die Entwicklung der französischen
Kunst vom Mittelalter bis ins späte 19. Jahrhundert
ablesen – am Beispiel herausragender Kunstwerke und ihrer
Maler, Bildhauer und Kunsthandwerker.
|
 |
|
 |
Daniel Spoerri Weißt Du, schwarzt Du?
27. August 2010 bis 9. Januar 2011
Anlässlich des 80. Geburtstags von Daniel Spoerri zeigt das
Arp Museum Bahnhof Rolandseck, zu dem der berühmte
Schweizer Bildhauer und Initiator der Eat-Art schon seit den
Zeiten des Künstlerbahnhofs in den 1960er Jahren eine
enge Beziehung hat, die Ausstellung »Weißt Du, schwarzt
Du?«. Der Ausstellungstitel geht auf einen Werktitel Spoerris
zurück, der damit Hans Arp seine Verehrung erweist. Denn
so lautet der Titel eines Gedichtes unseres Hauspatrons.
Die Ausstellung versammelt 130 hochkarätige Werke vom
Beginn der 1960er Jahre bis hin zu Spoerris jüngsten Arbeiten
aus 2009/2010. Diese großformatigen Bronzen, die »Prillwitzer
Idole«, sind der vorläufige Höhepunkt von Spoerris fortwährender
Beschäftigung mit dem Phänomen der »Originale
in Serie«. Dazu gehören unterschiedlich variierte Holz- und
Bronzeskulpturen, faszinierende Bilderzyklen wie »Carneval
des animaux« und »Hommage à Topor« sowie die berühmten
»Fallenbilder«. In Rolandseck werden erstmals auch überraschende
Objekte aus Spoerris privaten Sammlungen gezeigt,
die seine Lust am magischen Gegenstand verdeutlichen
und ihn zugleich als leidenschaftlichen »Archäologen der
Flohmärkte« ausweisen.
» http://www.danielspoerri.org/
|
 |
|
 |
Balmoral Blend 15 Jahre Künstlerhaus Schloß Balmoral
6. August bis 21. November 2010
Über 160 internationale Künstlerinnen und Künstler hat das
Künstlerhaus Schloß Balmoral in Bad Ems seit 1995 durch
Stipendien gefördert. In diesem Jahr feiert es sein 15-jähriges
Jubiläum – Grund genug, anhand ausgewählter Werke aller
Jahrgänge das künstlerische Schaffen im »Experimentallabor
« Balmoral zu beleuchten. Die Ausstellung, die großzügig
vom Kultursommer Rheinland-Pfalz 2010 mit dem
Motto »Über Grenzen« unterstützt wird, ist die erste Kooperation
zwischen dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck
und dem Künstlerhaus Schloß Balmoral. Sie zeigt anhand
von 40 Werken aus der Landessammlung Rheinland-Pfalz
eine exquisite Mischung des zeitgenössischen Kunstschaffens:
von der kleinformatigen Zeichnung bis hin zu raumfüllenden
Videoinstallationen. Auf hintergründige, ernste, aber
auch witzige Art und Weise setzen sich viele der Arbeiten
mit dem Ort Bad Ems und dem Selbstverständnis als Künstler
bzw. als Künstlerin auseinander, loten Grenzen aus und
überschreiten diese - inhaltlich wie medial.
|
 |
|
 |
Das Fundament der Kunst.
Die Skulptur und ihr Sockel seit Auguste Rodin
25. Juni bis 24. Oktober 2010
Erstmals beleuchtet eine Ausstellung in diesem Umfang
eines der spannendsten Themen der Bildhauerei: das vielfältige
Verhältnis von Figur und Sockel in der Moderne. Seit
der Antike hatte dieses »Fundament der Kunst« ausschließlich
dienende Funktion. Erst Bildhauer wie Auguste Rodin
holen die Skulptur vom Sockel und präsentieren sie auf
Augenhöhe des Betrachters. In der Folge eröffnen sich dem
»Unterbau« im 20. Jahrhundert neue und überraschende
Perspektiven. Hans Arp beispielsweise spielt auf vielfältige
Weise mit dem Sockel: Er löst die definierte Rollenverteilung
von »oben« und »unten« auf, so dass der Sockel selbst dabei
zum Kunstobjekt werden kann. Die Ausstellung, die von der
Gesellschaft der Freunde und Förderer des Arp Museums
Bahnhof Rolandseck großzügig unterstützt wird, präsentiert
mehr als 50 internationale Künstlerinnen und Künstler. Der
Spannungsbogen reicht von den »Pionieren« Auguste Rodin,
Alberto Giacometti und Piero Manzoni, über Hans Arp, Anthony
Caro und Jean Tinguely bis zu Zeitgenossen, unter ihnen
Marc Dion, Markus Lüpertz, Daniel Spoerri und Erwin Wurm.
In Kooperation mit den Städtischen Museen Heilbronn und
dem Gerhard Marcks Haus Bremen
Begleitprogramm:
Performance »Herr Individual geht« von Christian Hasucha
vom 18. Juni bis 2. Juli 2010 am Bonner Hauptbahnhof
Im Rahmen der Ausstellung »Das Fundament der Kunst. Die Skulptur und ihr Sockel seit Auguste Rodin« (25. Juni–24. Oktober 2010) im Arp Museum Bahnhof Rolandseck fand vom 18. Juni
bis 2. Juli 2010 vor dem Bonner Hauptbahnhof eine Performance des Berliner Künstlers Christian Hasucha statt.
»Herr Individual« (Akteur: Carsten Weber) ging ab Freitag, dem 18. Juni 2010 immer montags bis samstags von 9–11 Uhr und von 15–17 Uhr auf einem 2,40 m hohen Betonsockel. In
diesen war ein kurzes Laufband eingebaut, angetrieben durch einen starken Elektromotor. Das Laufband war auf zügiges Schritt-Tempo eingestellt. Auf ihm ging ein normal gekleideter Mann, einen
alltäglichen Gegenstand in der Hand.
Bisher wurde diese Arbeit in Berlin (1987), Köln (1987), Pécs (1989), Frankfurt/Main (1990), Dublin (2003) und Bochum (2006) gezeigt. Sie entstand in Hasuchas Projektreihe
»Öffentliche Interventionen« (www.hasucha.de).
Die Fotoaktion zu »Herr Individual geht« von Christian Hasucha vom 18. Juni bis 2. Juli 2010
ist beendet.
Öffentliche Führungen
Am vierten Sonntag jeden Monats, jeweils 15 Uhr
2 Euro zzgl. Museumseintritt
Samstag, 21. August 2010, 15 Uhr
Kuratorenführung
mit Dr. Oliver Kornhoff
Kosten 3,50 Euro zzgl. Museumseintritt
Sonntag, 3. Oktober 2010
Familienprogramm zum Tag der deutschen Einheit
14 Uhr Familienführung (2 Euro zzgl. Museumseintritt)
15–16.30 Uhr Familienkurs: Plastisches Gestalten mit Ton
(Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 3,50 Euro, zzgl. Museumseintritt)
12.–16. Oktober 2010, jeweils 11–18 Uhr
Künstlerkurs »Bronzeguss«
mit Hans Peter Olleck
Kosten: 550 Euro
|
 |
|
 |
Kunstkammer Rau
Das Auge des Sammlers
5. Februar 2010 bis 29. August 2010
Kunst braucht Sammler: Kunstkenner, Kunstliebhaber,
Menschen wie Gustav Rau.
Die zweite Ausstellung in der Kunstkammer Rau stellt die
Person dieses außergewöhnlichen Sammlers in den
Mittelpunkt. Was motivierte, was trieb den Industrie-Erben,
den Wirtschaftswissenschaftler und engagierten Kinderarzt
in Afrika dazu, Kunst zu sammeln? Wo liegen seine Motive?
Am Beispiel von herausragenden Gemälden beleuchtet die
zweite Ausstellung die Sammellust von Gustav Rau, um
diese in die lange Tradition der Kunstsammlungen von
Johann Friedrich Städel bis Ferdinand Franz Wallraf einzureihen.
Eine dieser Kunstkammern bildet das Entrée der
Ausstellung, ausgehend von einem Werk Jan Siberechts
aus dem 17. Jahrhundert, das ein Kunstsammler-Paar inmitten
seiner Gemäldegalerie zeigt. 31 Meisterwerke von Lucas
Cranach d. Ä. über El Greco, Frans Snyders bis zu Claude
Monet und Auguste Renoir schließen sich an.
WDR2 Beitrag zur Ausstellung
|
 |
|
 |
Karl Otto Götz
In Erwartung blitzschneller Wunder
Sonntag, 28. März bis 8. August 2010
Gemäß dem künstlerischen Leitmotiv von Karl Otto Götz,
das der Ausstellung ihren Titel gibt, zeigt die umfangreiche
Auswahl zum Teil großformatiger Gemälde die enorme Bandbreite,
mit der der Künstler stets aufs Neue die vielfältigen
Möglichkeiten der Abstraktion auslotet. Das Werk des
Protagonisten des deutschen Informels zeugt von fortwährender
Entdeckungsfreude bei der Ablösung des klassischen
Formprinzips. Spontaneität und Geschwindigkeit des Schaffensprozesses
finden ihren Niederschlag in den vielfältigen
Variationen dynamischer Pinselspiralen und kristalliner
Rakelstrukturen. K. O. Götz, geboren 1914 in Aachen, zeigt
sich als Weggefährte Hans Arps. 1953 publizierte er ein
Buch mit noch unveröffentlichten Gedichten des Straßburger
Künstlers. Ähnlich wie Arp blieb auch Götz nicht bei einer
künstlerischen Gattung, sondern widmete sich darüber
hinaus Dichtung, Relief und Skulptur. Die mit freundlicher
Unterstützung der K. O. Götz und Rissa-Stiftung realisierte
Ausstellung präsentiert daher auch einige Stahlreliefs der
2000er Jahre.
Sonderführung »Karl Otto Götz. In Erwartung blitzschneller Wunder«
Sonntag, 18. Juli 2010, 15 Uhr
Die Künstlergattin Professorin Rissa führt durch die Ausstellung des international bekannten Informel-Künstlers Karl Otto Götz.
Kosten: 2 Euro, zzgl. Museumseintritt
|
 |
|
 |
Simone Demandt
Dunkle Labore
Sonntag, 28. März bis 18. Juli 2010
Die Ausstellung widmet sich der 1959 in Dortmund geborenen
Fotografin Simone Demandt. Im Bahnhof Rolandseck
werden großformatige Fotoarbeiten aus der Reihe »Dunkle
Labore / Labs overnight« gezeigt. 2008 und 2009 hat die
Künstlerin verschiedene wissenschaftliche und industrielle
Forschungslabore, u.a. die Zellbiologie der Universität Karlsruhe,
das Max-Planck Institut für Pflanzenforschung in Köln
oder auch Parfumeur Tentunian in Karlsruhe menschenleer
und ohne künstliche Beleuchtung oder Tageslicht aufgenommen.
Dabei nutzt Demandt sowohl das geringe Eigenlicht
der nächtlichen Räumlichkeiten als auch eine lange
Belichtungszeit von ca. 8 Stunden. Die Stätten des Fortschritts,
der wissenschaftlichen Forschung oder auch der
Suche nach Erkenntnis lösen sich so in reine Strukturen,
Lichtstreifen, Lichtpunkte und schwarze Flächen auf.
Simone Demandt studierte an der Akademie der Bildenden
Künste Stuttgart. Nach mehreren Lehraufträgen im Bereich
Fotografie lehrt sie seit Oktober 2009 an der Hochschule
der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstverein
Ludwigshafen, wo zeitgleich weitere Werke der Künstlerin
zu sehen sind.
|
 |
|
 |
Sophie Taeuber-Arp 1889 - 1943
Bewegung und Gleichgewicht
5. März bis 6. Juni 2010
Sophie Taeuber-Arp leistete einen der bedeutendsten Beiträge
der Avantgardekunst in Europa. Als Ausdruckstänzerin
beteiligt sie sich zunächst an den Soiréen der Dadaisten.
Als Malerin, Textilgestalterin, Plastikerin und später auch
als Innenarchitektin entwickelt sie eine unverwechselbare
Bildsprache: Ein Zusammenspiel von Form und Farbe, von
Rhythmus und Balance. Ziel ihres frühen Schaffens ist es,
die traditionelle Trennung von angewandter und freier Kunst
aufzuheben und somit Kunst in den Alltag zu integrieren.
Durch ihre klaren geometrischen Kompositionen wird sie
zur Schlüsselfigur der Konkreten Kunst. Anhand von 130
Werken wird das intensive wie facettenreiche OEuvre erlebbar.
Gezeigt werden Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen und
Werke aus dem Bereich der angewandten Kunst, darunter
Woll- und Perlenwebarbeiten. Inspiriert durch ihr Werk und
angelehnt an Sophie Taeubers einzigartig avantgardistisches
Marionettenspiel »König Hirsch« wird ihr künstlerischer Weg
wie in einer Bühneninszenierung nachgezeichnet.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kirchner
Museum Davos und steht unter der Schirmherrschaft des
Schweizerischen Botschafters.
Begleitprogramm zur Ausstellung »Sophie Taeuber-Arp«
Öffentliche Führungen zu »Sophie Taeuber-Arp«
am letzten Sonntag jeden Monats
jeweils 15 Uhr, Kosten 2 Euro, zzgl. Museumseintritt
Osterferienprogramm
Dienstag, 6. April bis Freitag, 9. April 2010, jeweils 11 bis 12.30 Uhr
KinderKunstKinder Bonn
Von der Verwandlung der Dinge. Dada-Marionetten nach Sophie Taeuber-Arp Für Kinder ab 9 Jahren
Kosten: Kinder 10 Euro (für vier Tage)
Marionetten-Bastelkurs. Ausgehend von den berühmten Dada-Marionetten Sophie Taeubers entstehen aus Alltagsmaterialien phantastische Traum-Gestalten, die sich beständig verwandeln. Alle
entstandenen Kurs-Arbeiten werden vom 27. Juni bis 11. Juli 2010 im Künstlerforum Bonn, Hochstadenring 22–24, 53119 Bonn ausgestellt.
Künstlerkurse
Sonntag, 14. März 2010, 14 bis 17 Uhr
Demonstration von Uta Bamberger
Perlenkunst – Erleben und praktisch erfahren
kostenfrei, zzgl. Museumseintritt
17. und 18. April 2010, 11 bis 18 Uhr
Denise Steger – Tanzworkshop
Ausdruckstanz nach Sophie Taeuber-Arp
Kosten: 100 Euro
Sonntag, 2. Mai 2010, 11 bis 18 Uhr
Uta Bamberger – Perlenweben
Kosten: 65 Euro inkl. Material
Familienkurs
Sonntag, 6. Juni 2010, 11 bis 13 Uhr
Menschenfiguren. Perlengewebte Schlüsselanhänger
mit Uta Bamberger
Kosten: Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 3,50 Euro, zzgl. Museumseintritt
Sonder-Veranstaltungen
Dienstag, 11. Mai 2010, 19.30 Uhr
Sophie tanzte und träumte.
Eine Tanz- und Textperformance von Nelly Bütikofer
Mitwirkende: Claire Birrfelder-May, Nelly Bütikofer, Karin Minger, Utz Bodamer, Bodo Krumwiede; Realisation: Fasson Theater Mit Texten von Hans Arp, Kurt Schwitters und Max Bill sowie Musik von
Franz Liszt und Ludwig van Beethoven
Kosten: 25 Euro, ermäßigt 15 Euro
Sonntag, 16. Mai 2010, 14 Uhr
Tanzperformance von Denise Steger
mit begleitender Führung von Astrid von Asten
Kosten: 3,50 Euro, zzgl. Museumseintritt
|
 |
|
 |
hier und dort
Arbeiten von Erwin Wortelkamp
Bahnhof Rolandseck und
»im Tal« – Haus für die Kunst und Depositium
13. Dezember 2009 bis 14. März 2010
»Skulpturen suchen und finden ihren Ort«. Dieses künstlerische
Credo Erwin Wortelkamps bildet den Ausgangspunkt
für die Ausstellung »hier und dort«.
Das Publikum kann diese Suche, diese »Verortung« an zwei
verschiedenen Ausstellungsorten verfolgen: zum einen im
spätklassizistischen Bahnhofsgebäude des Arp Museums
Bahnhof Rolandseck und seinen Außenanlagen, zum
anderen in der Stiftung Erwin und Ulla Wortelkamp mit dem
»Haus für die Kunst und Depositum«, welche zukünftig als
Schaulager für die Arbeiten von Erwin Wortelkamp unweit
seiner Anlage »im Tal« in Hasselbach/Westerwald dient.
In Rolandseck werden Skulpturen aus den unterschiedlichen
Werkgruppen sowie Zeichnungen gezeigt. Die Auswahl der
Arbeiten eröffnet uns vielfältige Fragestellungen in Hinblick
auf Wortelkamps plastisches Schaffen. Grundlegende
bildhauerische Themen wie Fragilität, Stabilität, Balance
und Ruhe sind dabei von zentraler Bedeutung. Ebenso
spannend wird die Frage nach dem Verhältnis von Skulptur
und Architektur, Skulptur und Raum, Skulptur und Betrachter
thematisiert und inszeniert. Siehe auch www.im-tal.de.
Download: Lageplan der Exponate außerhalb der Ausstellungs-Etage (wortelkamp-lageplan.pdf)
Download: Anfahrt/Wegbeschreibung zum Ausstellungsort »im Tal« (Anfahrtsskizze_Wortelkamp_neu.pdf)
|
 |
|
 |
Peter Hutchinson
Erträumte Paradiese
18. September 2009 bis 7. März 2010
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt die erste umfassende
Retrospektive des berühmten Land-Art Mitbegründers
Peter Hutchinson in Deutschland. Die Natur als übergeordneter
Lebensraum nimmt immer einen zentralen Platz in
seinen Arbeiten ein. »Erträumte Paradiese« aus allen Schaffensphasen
von den 1960ern bis hin zu den jüngsten Werken
von 2009 breiten sich im Neubau von Richard Meier aus.
Die Vielfalt seines OEuvres wird dabei durch Fotocollagen,
Objektkästen, Skulpturen und Filme sowie durch dokumentarische
und lyrische Textbeiträge anschaulich. Ausgangspunkt
für die Ausstellung bildet seine große Bepflanzungsarbeit
»Thrown Ropes Remagen«, die seit 2001 zum Skulpturenuferprojekt
der Stadt Remagen und des Arp Museums
Bahnhof Rolandseck gehört.
Auch 2009 wird der Außenraum zum Kunstraum. Mit der
großzügigen Unterstützung der Gesellschaft der Freunde
und Förderer des Arp Museums Bahnhof Rolandseck wird
Peter Hutchinson speziell für das Außengelände des Neubaus
von Richard Meier eine Bodenarbeit mit dem Titel »Arp
Anthracite Triangle« realisieren.
|
 |
|
 |
Feedback
Werke aus der Sammlung von Arp bis Herold
Teil I: 10. Juli 2009 bis 8. November 2009
Teil II: 17. November 2009 bis 16. Februar 2010
Seit 1987 besitzt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck eine ständig wachsende inzwischen 460 Exponate umfassende qualitätvolle Sammlung internationaler Gegenwartskunst mit Werken u. a. von
Francis Picabia, Hans Richter, Günther Uecker und Georg Herold. Ergänzend erwarb das Land Rheinland- Pfalz für den Neubau des Arp Museums Bahnhof Rolandseck von 1996 bis 2003 rund 400
Skulpturen, Reliefs, Papier- und Textilarbeiten von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp.
Die Ausstellung »Feedback« wird die unterschiedlichen Sammlungsstränge des Arp Museums näher beleuchten und der Frage nach möglichen Beziehungsgeflechten der Arbeiten
nachgehen. Dabei geht es sowohl um inhaltliche, wie auch um formale Bezüge. Wie reagieren die einzelnen Arbeiten aufeinander? Entsteht überhaupt so etwas wie ein Feedback innerhalb der
unterschiedlichen Sammlungen? Was haben die Arbeiten von Hans Arp beispielsweise mit denen von Dieter Roth zu tun? Wie stark und richtungweisend wird eine Sammlung durch die Bindung von
Künstlern an einen Ort eigentlich geprägt?
Zur Ausstellung erscheint ein Bestandskatalog der seit 1987 angekauften Werke der Gegenwartskunst.
|
 |
|
 |
Kunstkammer
Rau: Tiepolo und das Antlitz Italiens im Arp Museum Bahnhof Rolandseck
verlängert bis 17. Januar 2010
35 italienische Meisterwerke aus 5 Jahrhunderten bilden
den spektakulären Auftakt einer spannenden Ausstellungsserie
in der »Kunstkammer Rau«. Die Auftaktausstellung
hebt einen der ganz großen Künstler besonders hervor:
Giandomenico Tiepolo, den Meister des venezianischen
Rokoko. Seine 2,60 Meter hohen Fresken bilden das Zentrum
der Ausstellung, die sich in Stillleben, Interieurs, Heiligendarstellungen,
Landschaftsbildern und Porträts von der
Renaissance bis in die Moderne ganz dem Thema Italien
widmet. Die Ausstellung vereint einige der Höhepunkte, die
die italienische Kunst über 5 Jahrhunderte hinweg zu bieten
hat: majestätische Helden der Familie Porto auf den Wandmalereien
Giandomenico Tiepolos, stille Heilige Fra Angelicos,
dramatisch beleuchtete biblische Heroen Guido Renis
oder komische Narren Pietro Longhis. In der Kunstkammer
Rau lässt sich Italien sinnlich erfahren: durch einen Spaziergang
auf einem der lichtüberfluteten Plätze Canalettos,
durch den geheimnisvollen Blick einer schönen jungen
Dame oder angesichts der duftenden Köstlichkeiten in
neapolitanischen Stillleben.
|
|
 |
Michael Buthe
Der Engel und sein Schatten
28. August bis 29. November 2009
Als rastloser Nomade zwischen Orient und Okzident, sowie
als unbekümmerter Grenzgänger mit charismatischer Ausstrahlung,
zählt Michael Buthe (Sonthofen 1944 – 1994 Bonn)
zu den schillernden Künstlerpersönlichkeiten des ausgehenden
20. Jahrhunderts. Auf unzähligen Reisen in den
Orient erweckten religiöse Rituale, orientalische Sitten und
Mythen seine Faszination. Ideen und Material dieser Erkundungsreisen
in die Ferne arbeitete er fantasievoll in seine
Kunst ein. Sein OEuvre ist anarchisch und vielgestaltig: Es
schöpft aus den Kulturen der Welt, jongliert mit Kitsch und
Klischees, verschränkt Kalkül mit Sinnlichkeit, sucht das
Magische im Alltäglichen, feiert Poesie und Spiritualität in
einer technisierten Gegenwart.
In Buthes rheinischer Wahlheimat werden über 60 Werke
seiner Kunst gezeigt. Im Zentrum der Ausstellung stehen
Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und Objekte der 1960er
und 1970er Jahre, darunter Werke aus Privatbesitz, die
erstmals öffentlich gezeigt werden.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Ernst Barlach
Haus Hamburg.
Begleitprogramm
Öffentliche Führungen am zweiten Sonntag jeden Monats, 15 Uhr (kostenfrei)
Kuratorenführung am 30. August, 11.30 Uhr (2,50€ zzgl. Museumseintritt)
Ausstellungsrundgang mit Museumsdirektor Dr. Kornhoff und den ehemaligen Buthe-Schülern Stefan Kürten und Detlef Holtgrewe am 10. November, 18 Uhr
Offener Familienkurs mit Einführung in die Collagetechniken von Buthe am 29. November, 15–17 Uhr (Anmeldung unter Tel. 02228/9425-63)
Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 27. August 2009, 19 Uhr spielt Wolfgang Niedecken zusammen mit der Geigerin Anne de Wolff live sein Michael Buthe gewidmetes Lied »Novembermorje«.
|
 |
|
 |
Jonathan Meese
Erzstaat Atlantisis
1. Mai bis 30. August 2009
Nur in der Kunst kann gelingen, was in der Wissenschaft
auf immer Unmöglichkeit bleiben wird: die Auffindung von
Atlantis. Diesen mythischen Ort traumatischer Verzweiflung
und sehnsuchtsvoller Hoffnung hat Jonathan Meese für
sich entdeckt. Der international agierende Maler, Bildhauer,
Wort-, Klang- und Aktionskünstler errichtet in Rolandseck
den »Erzstaat Atlantisis«. Seine szenographische Inszenierung
aus Bronzegussplastiken, Gemälden, Installationen
und Klangkollagen führt von der Wasseroberfläche in die
Tiefe und wieder empor – vom Rheinufer hinein in den Berghang
und 40 Meter hinauf in den lichtdurchfluteten Bau
des Arp Museums von Richard Meier. Das versunkene
Inselreich ist hier als »Antirealität« erlebbar, die mit Utopie
gefüllt werden möchte. In Meeses Rolandsecker »Saalstaat«
herrscht die »Diktatur der Kunst«, die sich mit spielerischer
Leichtigkeit und dem nahezu vollständig präsentierten
bildhauerischen Werk einer der ältesten Utopien der Menschheit
annimmt.
» Pressemitteilung Jonathan Meese (doc)
» Film über Jonathan Meese auf eiskellerberg.tv
» Fotos von Jan Bauer
|
 |
 |
 |
Modellstück
Werke von Hans-Jörg Georgi, Stefan Häfner,
Reinhard Mucha, Tobias Rehberger,
Peter Sauerer, Ernst Stark
15. Mai bis 16. August 2009
Das klassische Modell stellt bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts
fast ausschließlich ein Zwischenstadium dar, ein
Hilfsmittel auf dem Weg zum endgültigen Kunstwerk. Die
Künstler der Moderne entwickeln das Thema Modell weiter
und schaffen Kunstwerke mit Modellcharakter. Die ausgestellten
Arbeiten der Bildhauer, Objekt- und Installationskünstler
Hans-Jörg Georgi, Stefan Häfner, Reinhard Mucha,
Tobias Rehberger, Peter Sauerer und Ernst Stark widmen
sich eben diesem Thema. Die Darstellungen von Flugzeugen,
Autos, Wäldern, miniaturisierten Lebenswelten, Häusern
und Gedankengebäuden lassen durch ihre abbildhafte Treue
sowie eine exakte Maßstäblichkeit ein Bild der Realität vor
den Augen entstehen, das sie durch die Spuren handwerklicher
Bearbeitung wieder infrage stellen. Zwischen Konstruktion
und Destruktion, Stabilität und Unsicherheit eröffnen
diese Modellstücke dem Publikum ein irritierendes Wechselspiel
von Illusion und Desillusion. Sie laden ein, zwischen
Modell und Wirklichkeit eine neue, eigene Perspektive einzunehmen.
|
 |
 |
 |
Art is Arp
Zeichnungen, Collagen, Reliefs, Skulpturen, Poesie
13. März bis 14. Juni 2009
»For Arp, art is Arp«
Dieser Ausruf von Marcel Duchamp gibt einer Ausstellung den Titel, deren Ziel es ist, der Formen- und Geisteswelt der Arp‘schen Kunst auf den Grund zu gehen und die wichtigsten Schaffensprozesse, deren Gesamtkontext und Entwicklung darzustellen. Für die umfassende Retrospektive wurden mehr als 100 Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und Reliefs sowie etwa 80 Texte, Fotografien und Dokumente ausgewählt. Diese finden in einer eindrucksvollen Inszenierung im Neubau von Richard Meier ihren idealen Rahmen.
Der 1886 in Straßburg geborene Hans (Jean) Arp zählt zu den bekanntesten avantgardistischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er war Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung. Das herausragende Talent des »Großen Der-Die-Das«, wie Arp sich selbst nannte, bestand darin, scheinbar Unvereinbares in seinem Werk zu vereinen: Dadaismus und Surrealismus, Surrealismus und Konstruktivismus.
Schon in sehr jungen Jahren wendet sich Arp von der traditionellen Malweise ab und der Natur zu. Das »Gesetz des Zufalls«, das Prozesshafte und der Automatismus bilden die wichtigsten Schaffensprinzipien seiner Arbeiten. Die Ausstellung gewährt einen tiefgehenden Einblick in die Formensprache des Künstlers, in der das »bewegte Oval« als Ursprungsform sowie als Ausdruck von Wachstum und Metamorphose eine zentrale Position einnimmt.
Ein Schwerpunkt der Gesamtschau liegt auf den Gemeinschaftsarbeiten, die Arp mit anderen Künstlerinnen und Künstlern wie Max Ernst, Sonia Delaunay oder Alberto Magnelli, besonders aber mit seiner Frau Sophie Taeuber-Arp schuf. Zusammen mit ihr und Theo van Doesburg entstand auch die Umgestaltung der Straßburger Aubette zu einem Vergnügungskomplex nach amerikanischem Vorbild. Als eines der ersten avantgardistischen Gesamtkunstwerke führt das Projekt »Aubette« den Gedanken der ständigen Erweiterung von Malerei und Architektur vor Augen.
Darüber hinaus wird mit dieser Ausstellung Arps qualitätvolles literarisches Schaffen zu seinem bildkünstlerischen Werk in Bezug gesetzt. Neben zentralen Texten werden Tonaufzeichnungen seiner Gedichte zu hören sein, die verdeutlichen, wie er spielerisch alle konventionellen Sprachregeln außer Kraft setzt.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Arp Museums Bahnhof Rolandseck mit dem Musée d’Art moderne et contemporain in Straßburg. Sie bietet dem Publikum einen vielfältigen Schlüssel zum Verständnis Arps, der durch die Abkehr von jeglicher Tradition einen wichtigen Beitrag leistete, die Kunst im beginnenden 20. Jahrhundert von den ästhetischen und gesellschaftlichen Bestimmungen der vorangegangenen Jahrzehnte zu lösen.
» Pressemitteilung »Art is Arp« (doc)
|
 |
 |
 |
Mythos Märklin
– eine Ausstellung
24. Oktober 2008 bis 3. Mai 2009
Im Jahr 2009 wird eine der ältesten und bekanntesten
Marken Deutschlands 150 Jahre alt. Sie steht für die
Geschichte des Spielzeugs schlechthin und hat vielen
Generationen die Welt der Technik im Spiel nähergebracht.
Ihren heutigen Ruhm verdankt sie in erster Linie der
Eisenbahn, mit deren Miniaturen sie dem nach wie vor
wichtigsten Verkehrsträger unseres Landes viele Sympathien
einfährt. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
zeigt in der Ausstellung »Mythos Märklin« die Geschichte
des Blechspielzeugs und präsentiert einige der wertvollsten
Exponate früherer Märklin-Produktion.
|
 |
 |
 |
Augenecho
Kurt Kocherscheidt - Malerei
Elfie Semotan - Fotografie
17. Oktober 2008 bis 13. April 2009
Daß seine sinnlich hoch präsente Kunst bislang mehr
in der Fachwelt als in der breiten Öffentlichkeit ihr Echo
fand, mag an seiner quergängerischen Eigenständigkeit
liegen: In den 1960er Jahren begann Kurt Kocherscheidt
zu malen, als Fluxus die Malerei zu überwinden trachtete;
und als die Jungen Wilden die gegenständliche Kunst
wieder salonfähig machten, verabschiedete er sich von
der abbildhafte Figuration. Die Ausstellung »Augenecho«
widmet sich einem Künstler, der trotz Documenta-Beteiligung
und hoch gelobter Ausstellungen noch entdeckt
werden möchte. Gezeigt wird das Spätwerk des 1992 mit
49 Jahren jung verstorbenen Österreichers: Stillleben der
späten 70er, Körperbilder der frühen 80er und die Erträge
zunehmend entfesselter Malakte der letzten Jahre: übereinandergespachtelte
Farbmassen, ovale, spiralige,
zackige oder gerasterte Kompositionen, deren rhythmische
Farbklänge in wandfüllenden Mehrteilern die
Grenzen des Tafelbildes sprengen – und körperhaft
emotional berühren wie Musik. Kocherscheidt ist in der
Ausstellung als Maler und als Mensch gegenwärtig.
Seine Frau Elfie Semotan, eine weltweit gefragte Mode- und
Starfotografin, trägt Porträt- und Atelierbilder zu
dieser großen monografischen Ausstellung im Neubau
des Arp Museum bei.
|
 |
|
 |
 |
 |
Licht auf ArpHans Arp und Sophie Taeuber-Arp aus der Sammlung des Landes Rheinland-Pfalzbis 22. Februar 2009
Zwischen 1996 und 2003 erwarb das Land Rheinland-Pfalz etwa 400 Werke des Künstlerpaares Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. Zu der Sammlung zählen Skulpturen und Reliefs aus Metall, Marmor oder Holz, Papier- und Textilarbeiten und einige seltene gemeinschaftliche Arbeiten. Nachdem 1997 im Landesmuseum Mainz erstmals die frühen Ankäufe umfassend zu sehen waren, wird nun unter dem Titel "Licht auf Arp" eine Auswahl aus der gesamten Sammlung gezeigt.
Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet das plastische Werk Hans Arps. Unter dem natürlichen Oberlicht der beiden großen Ausstellungssäle finden seine fließenden, durch die Natur inspirierten Formen in der offenen Architektur Richard Meiers eine ihnen entsprechende Präsentation. Sophie Taeuber-Arp gilt als Schlüsselfigur der konstruktiven Kunst in der Schweiz. In ihren geometrisch-abstrakten Arbeiten variiert sie klare vertikal-horizontale Bildordnungen ebenso wie rhythmisch bewegte Linien. Figuren und gegenständliche Motive deutet sie nur symbolhaft an. Im Kabinett führt eine Auswahl von Textilarbeiten, Zeichnungen, Gemälden und Reliefs in die Kunst Sophie Taeuber-Arps ein. |
 |
|
 |
 |
 |
Isa Melsheimer Fremdenzimmer18. April 2008 bis 28. September 2008
Isa Melsheimer nennt ihre Ausstellung "Fremdenzimmer". Damit greift sie ein für alle Menschen grundlegendes Thema auf: Wie heimisch oder eben heimatlos fühlt man sich, wenn man in der Fremde ist oder gar wohnt? Für Isa Melsheimer ist dies eine Frage, die sich grundsätzlich an den Ort und an die Architektur richtet. Die Frage betrifft aber vor allem das Zimmer, in dem man in der Fremde wohnt. Die "Fremdenzimmer", die sie im Bahnhof Rolandseck einrichtet, bestehen unter anderem aus Alltagsgegenständen, erinnernd an die der 60er Jahre, aus Einbauten, die die Räume verändern und textilen Arbeiten, die mit ihren Stickereien detailliert die Installationen erzählerisch begleiten und ergänzen. |
 |
|
 |
 |
 |
Anselm Kiefer Wege der Weltweisheit/Die Frauen der Revolution29.09.2007 – 28.09.2008
In seinen frühen großformatigen Holzschnittcollagen "Wege der Weltweisheit" hat Anselm Kiefer ironisch und pathetisch Geschichte rekapituliert und sich zugleich intensiv mit der Tradition der Moderne auseinandergesetzt. Neben den "Deutschen Geisteshelden", die im Erdgeschoss des Neubaus von Richard Meier eine Art eigene Walhalla bilden, werden "Die Frauen der Revolution" zugegen sein. Bleierne Betten, die die Namenberühmter französischer Frauen tragen und den Bogen nach Frankreich schlagen, wo Kiefer seit vielen Jahren lebt und arbeitet. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Bücher zur gleichen Thematik. |
 |
 |
 |
Johannes Brus Der ganze Eisberg29.09.2007 – 28.09.2008
Im neuen Pavillon, neben den Bahngleisen, wird der Bildhauer Johannes Brus mit seinem Atelier aus dem früheren Wasserwerk der Firma Krupp in Essen ausstellen. Er installiert seine Bildhauerwerkstatt, eine Art Arche Noah, programmatisch unter dem Titel "Der ganze Eisberg". Mensch, Tier, Mythen und Maschinen bilden die wichtigsten Themen seiner Kunst. Für seine Figuren verwendet er zumeist Gips und Beton, wobei der Herstellungsprozess durch Gussnähte oder auch Gusskanäle erkennbar bleibt. Das Material lässt ihm auch die Möglichkeit, bestehende Formen immer wieder zu verändern. |
 |
 |
 |
Hans Arp. Die Natur der Dinge29.09.2007 – 30.03.2008
Das vielschichtige Zusammenspiel von Natur, Mensch und Dingwelt im Werk Hans Arps (1886-1966) bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung "Hans Arp. Die Natur der Dinge". Skulpturen, Reliefs und Papierarbeiten aus allen Schaffensperioden sollen ins Zentrum seiner künstlerischen Auffassung führen und seine lebenslange Auseinandersetzung mit der Natur - die Prozesse von Entstehung und Wachstum, von Vergänglichkeit und Zerstörung - veranschaulichen. Gezeigt werden Werke aus den eigenen Beständen sowie aus internationalen Sammlungen, darunter Werke aus dem MoMA, New York, dem Centre Pompidou und dem Kunstmuseum Basel. |
 |
 |
 |
Anton Henning [...] und immer eine gute Linie Zeichnungen und Skulpturen 1984 - 200729.09.2007 – 30.03.2008
Internationale Bekanntheit erzielte Anton Henning bishe rhauptsächlich durch zahlreiche Ausstellungen im Bereich Malerei und Interieur. Vor drei Jahren hat er die bis heute bestehende Ausgestaltung des Bistros "Interieur No. 253" im Bahnhof Rolandseck übernommen. Hier werden nun erstmals das zeichnerische Werk sowie die Skulpturen in einem dichten Überblick gezeigt. Zeichnungen von 1984 bis 2002 stehen in engem Dialog mit kürzlich entstandenen Skulpturen aus Holz und Bronze. Im Experimentieren und Kreisen um die Formen bekannter Vorlagen veranschaulicht das zeichnerische Werk die kontinuierliche Entstehung eines eigenen künstlerischen Stils. |
 |
 |
 |
Michael Craig-Martin Constellation29.09.2007 – 30.03.2008
Die Arbeit „Constellation“ geht auf die Ausstellung „Arp Craig-Martin Arp“ zur Wiedereröffnung des Bahnhofs Rolandseck im Oktober 2004 zurück. Michael Craig-Martin hatte unterschiedliche Reliefs und Skulpturen von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp ausgewählt und präsentiert. Vor allem aber schuf er im mittleren Ausstellungsraum mit einer von ihm entworfenen schwarzweissen Tapete ein Bild–Environment. Das Tapetenmuster bestand aus verschiedenen grafisch entworfenen Alltagsgegenständen. Auf die tapezierte Wand verteilte er elf Gemälde mit Motiven, die dieselben auf der Tapete überdeckten und als Malerei wiederholten. Sieben der Gemälde hat er nun für seine neuerliche Installation in Rolandseck ausgewählt und unter dem Titel „Constellation“ auf dem Tapetengrund platziert.
Von frühen konzeptuellen Anfängen führte Craig-Martin der Weg zu einer Bildsprache, deren Zeichenhaftigkeit, klare Lesbarkeit sowie formale und inhaltliche Komplexität unsere Gebrauchswelt in sehr deutlicher Weise symbolisieren. In seinen Bildern und raumbezogenen Installationen verbindet er zwei elementare künstlerische Techniken: das Zeichnen und das Malen. Er entwickelt dabei eine universelle Bildsprache von Alltags- und Kunstobjekten. Michael Craig-Martin sagt über seine Bildsprache: »Die Gegenstände, die zu zeichnen ich mich entschied, waren alle sehr alltäglich, gut erkennbar, von Menschen erdacht, reproduzierbar und maschinell gefertigt. Ich wählte sie, weil sie für mich eine wirklich universelle Sprache der modernen Welt bildeten ... «
Michael Craig-Martin wurde 1941 in Dublin geboren. Er lebt und arbeitet in London.
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
 |
Wunderkammer Bahnhof Rolandseck
- Das Sammeln von Johannes Wasmuth16. März 2007 bis 17. Juni 2007
Die Ausstellung würdigt die Verehrung der Künste und Künstler durch einen leidenschaftlichen Sammler. Sie ist auch ein posthumer Dank an Johannes Wasmuth,
der vor nunmehr zehn Jahren im Bahnhof Rolandseck starb. Aus seiner Kunstsammlung, die er der Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V. hinterlassen hat, zeigt die Ausstellung, stellvertretend für sein lebenslanges Sammeln, Arbeiten von:
Hans Arp – Guillaume Apollinaire – Franz Bernhard – Ulrich Erben – Bruno Goller – Gotthard Graubner – Hans Richter – Michel Seuphor – Sophie Taeuber-Arp Sammeln stellte im persönlichen Leben von Johannes Wasmuth ein wichtiges und entscheidendes Moment dar: inspiriert von leidenschaftlicher Begeisterung für Kunst und Musik, getragen von Künstlern, die seine Freunde waren und angetrieben von einem sich mehr und mehr entwickelnden Qualitätsbewusstsein. Im Bahnhof Rolandseck, der Stätte seines jahrzehntelangen Wirkens, entwickelte sich seine Sammlertätigkeit stetig: ausgehend von einer eher privaten Sammlung, hin zu
einer Kollektion mit musealem Anspruch. Denn sein erklärtes Ziel, dem er in seinen letzten Lebensjahren alles, auch sein Sammeln unterordnete, war ein Arp-Museum in Rolandseck, das nun im Herbst 2007 seine Pforten öffnen wird. |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
 |
Dieter Krieg Macht Nichts Gezeichnete Bilder19.12.06 - 25.02.07
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt Zeichnungsbilder des in Lindau am Bodensee geborenen Künstlers Dieter Krieg (1937 - 2005) unter dem Titel " Macht Nichts" aus dem Besitz der Stiftung Dieter Krieg. Außerdem wird eine begrenzte Auswahl später großformatiger Acrylbilder zu sehen sein. Die gezeigten Kohlezeichnungen, auf Leinwand mit Acryl überzogen, aus dem Jahr 2004 gehören zu dem letzten umfangreichen Werkzyklus des Malers. Alltägliche Motive verbinden sich mit eingeschriebenen Wörtern und Aussagen. Die Sprache ironisiert und korrigiert zugleich das Dargestellte.
Ungewöhnliche Kombinationen von Schrift und Bild regen die Fantasie des Betrachters an. Zeitgleich wird im Kunstmuseum Bonn die Ausstellung "Wörtliche Malerei - Rolf-Gunter Dienst, Dieter Krieg" gezeigt. Die Parallelausstellungen in Bonn und Rolandseck ergänzen sich gegenseitig. Zu den Ausstellungen erscheint ein umfassender Katalog und das komplette Werkverzeichnis der Zeichnungsbilder von Dieter Krieg.
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
Wunderkammer Bahnhof - 150 Jahre Bahnhof Rolandseck
14.Oktober bis 10. Dezember 2006
1856 wurde die Bahnstrecke Bonn - Rolandseck offiziell mit einer Festfahrt in Betrieb genommen. Mit der Ausstellung "Wunderkammer Bahnhof - 150 Jahre Bahnhof Rolandseck", feiert das Arp Museum vom 14. Oktober bis zum 10. Dezember 2006 das 150jährige Jubiläum des Bahnhofs Rolandseck.
Die Ausstellung gliedert sich in drei thematische Bereiche. Historie und Architektur befassen sich mit der Baugeschichte des historischen Bahnhofsgebäudes, dessen Einbindung in die Thematik der Rheinromantik, die Nutzung als Bahnhofsgebäude und seine Bedeutung als gesellschaftlich-kultureller Treffpunkt. Der zweite Themenbereich greift die musikalische und literarische Veranstaltungstradition seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts auf. Der dritte Bereich, als Ausstellungsschwerpunkt, beinhaltet die bildende Kunst mit Arbeiten, die sich in der Sammlung der Stiftung Bahnhof Rolandseck, Privatsammlungen und Landessammlungen befinden. Gezeigt werden Kunstwerke von Günther Uecker, Manfred Kuttner, Lajos Barta, Gerhard Marcks, Stephen McKenna, Hans Richter, Johannes Grützke u.a., die eine enge Bindung seit den 60er Jahren zum Bahnhof Rolandseck pflegten, dort arbeiteten, lebten und mit Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen aus dieser Zeit und später im Bahnhof vertreten sind.
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
 |
Künstlerkoffer im Bahnhof RolandseckAusstellung des Arp Museums in Zusammenarbeit mit dem Forum Kunst Rottweil aus einer Künstleraktion 1980
11. August bis 3. Oktober 2006
Künstlerkoffer gehen auf Reisen. 200 von Künstlern ausgestaltete und gepackte Holzkoffer hatte das Forum Kunst in Rottweil 1980 in einer Aktion zusammengeführt. Nach 26 Jahren werden sie jetzt erstmals wieder geöffnet und im traditionsreichen Bahnhof Rolandseck ausgestellt. Europäische Künstler von A bis Z hatten sich beteiligt, darunter Adzak, Bogart, Eggenschwiler, Genzken, Heerich, van der Meulen, Stöhrer, Zangs. Koffer gehören auf den Bahnhof. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt eine wechselnde Auswahl der als Sperr- oder Expreßgut deklarierten Künstlerkoffer im Standardformat aus Anlass des 150jährigen Geburtstages des historischen Bahnhofs Rolandseck.
|
 |
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
Richard Deacon THE SIZE OF IT |
 |
13. Mai bis 23. Juli 2006
Richard Deacon, britischer Bildhauer, geb. 1949 in Bangor, Wales, lebt und
arbeitet in London. Seit 1999 lehrt er an der Ecole Nationale Supérieure des
Beaux Arts in Paris.
Richard Deacon gilt weltweit als einer der bedeutendsten Bildhauer, der an
die Ideen von Naum Gabo, Henry Moore und Hans Arp anknüpft und für die
Autonomie der Skulptur eintritt. Seine Skulpturen stehen alleine für das,
was sie sind und was sie zeigen. Sein familiärer Hintergrund öffnet ihm die Einsicht in die Notwendigkeit, amorphe Formen in
ein Verhältnis zur komplexen Formenwelt der Technik und Mathematik zu
setzen. "Chaotische" Formen galten zur Zeit von Arp und Moore noch als
irrational. Die gleichen Formen sind heute berechenbar. Richard Deacon's
Skulpturen bezeugen diesen Wechsel.
Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Artium-Centro-Museo Basco de Arte
Contemporáneo, Vitoria-Gasteiz, Spanien und dem Sara Hildén Art Museum,
Tampere, Finnland entstanden. |
 |
|
 |
|
 |
 |
 |
Hans Arp Ein Rückblick auf die Arp-Wanderausstellung in Japan 2005 |
 |
| 16.12.2005 bis 29.01.2006 Zwischen dem 16. Dezember 2005 und dem 29. Januar 2006 sind Teile der in Japan gezeigten Ausstellung in den Räumen des Bahnhofs Rolandseck zu sehen.
Anlässlich des Deutschlandjahres in Japan hat das Arp Museum Bahnhof Rolandseck eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Hans Arp (1886 - 1966) konzipiert und kuratiert. Sie diente als offizieller Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz an "Deutschland
in Japan 2005 - 2006" und wurde von der TOKYO SHIMBUN, einer der größten Zeitungsgruppen in Japan, organisiert. Rund 190 Werke des Mitbegründers des Dadaismus und des Begründers der organischen Plastik wurden unter dem Titel "Hans Arp: Works from the collections of the Arp Museum Bahnhof Rolandseck" in vier japanischen Museen gezeigt.
Im Januar 2005 wurde die Ausstellung im Museum of Modern Art in Hayama eröffnet. Die beiden folgenden Ausstellungsstationen bildeten das Kawamura Memorial Museum in Sakura und das Okazaki Mindscape Museum. Im November endete die Austellungstournee im Gunma Museum of Art in Tatebayashi.
Durch die unbeschreibliche Synthese von Landschaft und Architektur bot jedes Museum auf seine Weise einen reizvollen Rahmen für die Werke des Künstlers Hans Arp, dessen Skulpturen sich nach eigenem Wunsch in der Natur verlieren sollen.
Das für Japan erarbeitete Konzept wurde dabei als Grundlage der Präsentation beibehalten. Die Werke - Reliefs, Skulpturen und Papierarbeiten - wurden in acht Gruppen gegliedert, die je einen Leitgedanken der Kunst Hans Arps aufgreifen:
- Die menschliche Gestalt
- Geometrische und symmetrische Aspekte
- Die Welt der Märchen
- Schrift als Kunstform
- Die Objektsprache
- Zur Bedeutung des Metamorphosegedankens
- Konstellation und Konfiguration: Das Prinzip des Ordnens und Anordnens
- Der Zufall des Gestaltungsprinzips
Zur Ausstellungstournee in Japan erschien ein japanischer/englischer Katalog, der für die Ausstellung im Bahnhof Rolandseck durch ein deutschsprachiges Supplement ergänzt wird. |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
Sery C. Ermalte Architekturen - Rubber Paintings Rolandseck I - V , 2000/2001, Open Arp Gate - Final Version, 2005 |
 |
27.10.2005 - 31.01.2006
Sery C. ermalt seit über fünfzehn Jahren architektonische Topoi von Museen weltweit. Er wendet sich behutsam der Architektur zu und bemalt mittels Kautschuk situativ bestimmte Orte nach einem spezifischen Auswahlverfahren. Er nennt es selbst installative Malerei, um anschließend dieses aus der Tektonik des Raumes gewonnene Bild wieder als eine Art Bildhaut abzunehmen. Seine Malereien sind also zum einen faktische Zeugnisse von architektonischen Gegebenheiten, wie zum anderen potentiell autonome Bilder.
|
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
IRGENDWO | Michael Schmidt |
 |
7. Oktober - 4. Dezember 2005
Michael Schmidt, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, gilt als wichtigster zeitgenössischer Repräsentant für dokumentarische Fotografie in Deutschland, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Fotografie von Bernd und Hilla Becher sowie ihrer Schüler steht. Seine Anerkennung begründete u.a. die Ausstellung "U-NI-TY" (EinHeit) im Museum of Modern Art, New York im Jahr 1996. Es war dort die erste Einzelausstellung eines lebenden deutschen Fotografen. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen zudem "Waffenruhe" (1985-1987) und "Frauen" (1996-1999). In den letzten Jahren waren seine Arbeiten in wichtigen Überblicksausstellungen zur Fotografie wie "How You Look at it" (Hannover und Frankfurt 2000) oder "Cruel and Tender (Köln und London 2004) zu sehen.
Begonnen hatte die Ausstellung im Februar 2005 im Kunstverein Heilbronn und war im Anschluss im Kunstverein Oldenburg zu sehen. Weitere Stationen waren das Arp Museum Bahnhof Rolandseck, das Lindenau Museum Altenburg und das Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg.
Zur Ausstellung ist das monografische Buch IRGENDWO im Snoeck
Verlag (140 Seiten, 67 Novatone Abbildungen, 48 Euro) mit einem Interview
von Dietmar Elger erschienen.
>> mehr Info |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
Raimund Kummer | WASCHEN |
 |
21. Mai bis 18. September 2005
Zur Ausstellung ist eine exclusive Ausgabe der Publikation "On Sculpture" mit einem Essay von Herbert Moderings und Texten von Raimund
Kummer erschienen. Holzwarth Publications, 158 Seiten, 35,00 Euro.
|
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
Ankäufe und Ankaufswünsche |
 |
19. März bis 8. Mai 2005
Arbeiten von Jörg Immendorff, Thomas Rentmeister, Saskia Niehaus, Dieter Roth, Georg Herold, Chris Newman, Umbo, Sheila Barcik, Sonja Alhäuser, Olaf Metzel, Ralf Berger, Guiseppe Penone, Götz Diergarten, Bittermann & Duka
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr
|
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
Hans Arp: Works from the Collection of the Arp Museum, Bahnhof Rolandseck |
 |
15.01.2005 bis 27.03.2005 Museum of Modern Art, Hayama |
 |
05.04.2005 bis 26.06.2005 Kawamura Memorial Museum of Art, Sakura |
 |
05.07.2005 bis 04.09.2005 Okazaki Mindscape Museum |
 |
11.09.2005 bis 27.11.2005 Gunma Museum of Art, Tatebayashi |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
ARP/CRAIG-MARTIN/ARP 11 reliefs/11 paintings/11 sculptures |
 |
| 23.10.2004 bis 02.01.2005 |
 |
Michael Craig-Martin nennt seine Ausstellung "ARP-CRAIG-MARTIN-ARP 11 reliefs/11 paintings/11 sculptures"
Die gesamte Ausstellungsfläche des Bahnhofs Rolandseck ist seine Ausstellung. Obwohl auch 11 Reliefs und 11 Skulpturen von Hans Arp bzw. Sophie Taeuber-Arp präsentiert sind.
|
|
 |
|
 |
 |
|