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Ausstellungen | Vorschau

Gustave Courbet, Schlafende Bacchantin, 1850
© Sammlung Rau für UNICEF, Köln · Foto: Peter Schälchli, Zürich


Kunstkammer Rau
Leibhaftig. Der menschliche Körper
zwischen Lust und Schmerz

25. Mai 2014 bis 25. Januar 2015

2014 jährt sich der Ausbruch des ersten Weltkriegs, jener ersten globalen Katastrophe, zum einhundertsten Mal. Die Ausstellung macht sie nicht im großen Schlachten-Panorama, sondern mit Blick auf den Menschen selbst erfahrbar. Rund 50 hochkarätige Skulpturen und Gemälde der »Sammlung Rau für UNICEF« ergänzt durch Leihgaben internationaler Sammlungen und ausgewählte zeitgenössische Positionen, vergegenwärtigen Täter und Opfer, Leid und Qual im Kreislauf der Gewalt der letzten 500 Jahre. Im gemarterten Leib, im körperlichen Schmerz Christi und der Heiligen bekommt das Leiden Gestalt, wird »leibhaftig« und erhält dadurch berührend menschliche Dimensionen. Dem gegenüber steht der säkularisierte Leib der Aufklärung, feiert die Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts die Lust am Körper, das Fleisch und das Fleischliche.

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Advanced Minorities
Foto: Egon Dejori
© Aron Demetz


Aron Demetz

23. August 2014 bis Januar 2015

Anknüpfend an die Ausstellung »Leibhaftig« der Kunstkammer Rau präsentiert der Bildhauer Aron Demetz seine geheimnisvollen und ausdrucksstarken Skulpturen im Bahnhof Rolandseck (23. August 2014 – Januar 2015). Lebensgroß, filigran, aber auch grob gearbeitet wirken sie gleichzeitig verstörend und melancholisch. Der menschliche Körper und dessen Verletzlichkeit steht dabei im Mittelpunkt seines Schaffens. Verschiedene Materialien wie Holz, Bronze und Silikon erzeugen eine plastische Körperlichkeit, die nicht zuletzt auf der Biennale Venedig 2009 große Beachtung fand.

Für das Skulpturenufer Remagen realisiert Aron Demetz parallel zur Ausstellung eine großformatige Bronzearbeit mit dem Titel »Heimat«.

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Ernesto Neto

ab 26. Oktober 2014

Durch die spielerische Interaktion mit den begehbaren und nach Gewürzen duftenden Installationen des international bekannten brasilianischen Bildhauers Ernesto Neto werden die Besucher Teil eines sinnlichen Experiments. Neben dem visuellen Reiz der bunten raumgreifenden Körper werden auch der Tastsinn und der Geruchssinn angesprochen. Die Erkundung der vielschichtig-verwandelten Ausstellungsfläche gleicht einer Körperreise, die den Besucher einlädt sich an einen idealen und geschützten Ort zu begeben.

Für die Ausstellung im Arp Museum (26.10.14 – 2015) zaubert Neto mit textilen Skulpturen aus einem scheinbar schwerelosen Material amorphe Strukturen in den lichtdurchfluteten Neubau des Star-Architekten Richard Meier. Mit seiner organischen Formensprache begibt er sich auf die Spur des Hauspatrons Hans Arp, dessen Ausstellung nur eine Etage höher gezeigt wird, und greift dessen Konstruktionsprinzipien avantgardistischer Skulpturen in einer exklusiv für das Arp Museum produzierten Videoarbeit auf.

Das Material ist für die Werke Netos von übergeordneter Bedeutung, so stehen die verwendeten dehnbaren Kunstfasern als künstliche Stoffe in einem spannenden Kontrast zu der natürlichen Atmosphäre der organischen Gebilde. Skulptur wird durch Neto zu einem neuartigen Erfahrungsraum mit scheinbar lebendigen Organismen, der dabei die klassischen Fragen der Bildhauerei nach Raum, Masse und Licht einbezieht. „Ich bin Skulptur und denke als Skulptur“ lässt er die Besucher wissen.

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