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Ausstellungen | Vorschau

Cornelis de Heem, Früchtestillleben, um 1665/72
© Sammlung Rau für UNICEF · Foto: Mick Vincenz


Kunstkammer Rau: Köstlich!
Stillleben von Frans Snyders bis Giorgio Morandi

10. Februar bis 14. Oktober 2012

Anhand von 45 Gemälden aus drei Jahrhunderten lässt sich die Architektur der Dinge gleichsam unter der Lupe entdecken. In den nahsichtig angelegten Stillleben tastet sich der Blick des Betrachters durch das Unterholz und über köstliche Tischlandschaften hinweg. Immer wieder bieten sich ungewöhnliche Perspektiven. Scheinbar griffbereit liegt das Messer am Bildrand bereit, stehlen sich die wilden Heckenrosen über den Rahmen hinweg auf uns zu.

Die reiche Schatzkammer der Sammlung Rau für UNICEF bietet einen faszinierenden Spiegel der Welt vom 17. Jahrhundert bis zur Moderne. So kann man an den reich gedeckten Barock-Tischen des Flamen Frans Snyders Platz nehmen. Im Vorgriff auf die Moderne präsentiert dagegen Anne Vallayer-Coster im 18. Jahrhundert ihre poetischklaren Früchtestillleben. Sie leiten über zu den Küchenimpressionen Carl Schuchs, den farbstarken Atelier-Stillleben des Symbolisten Édouard Vuillard und zu den nahezu abstrakten Flaschen und Gläsern von Giorgio Morandi.


Die Eroberung der Wand
Nazarenerfresken im Blick der Gegenwart

25. März bis 9. September 2012

Nach rund 50 Jahren im Verborgenen zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck erstmals wieder gemeinsam die frisch restaurierten Fresken der zwölf Apostel des Nazarenerkünstlers Johann von Schraudolph (1808 –1879). Die in den 1960er Jahren abgenommenen monumentalen Wandmalereien, die ursprünglich die Apsis des Speyerer Doms schmückten, nehmen die lichtdurchfluteten Räume des Neubaus ein und fordern zwölf Künstlerinnen der Gegenwart auf, sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Sonja Alhäuser, Fides Becker, Ariane Epars, Martina Klein, Zilla Leutenegger, Christiane Löhr, Franziska Nast, Johanna Reich, Karin Sander, Swoon, Dorothee von Windheim und Heike Weber treten in den verschiedensten Medien wie Video, Graffiti, Silikon oder einem Fresko aus Seife in einen fruchtbaren künstlerischen Dialog mit den historischen Wandgemälden.

Dabei spielt die Architektur – als unabdingbare Voraussetzung für ein Fresko – eine entscheidende Rolle. In ihren innovativen Wandarbeiten interpretieren die Künstlerinnen Farbe, Oberfläche, Ornamentik, Figürlichkeit sowie Religion und machen so auch die Kunstwerke des 19. Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise neu erlebbar.


Joachim Manz
Bauspiele

27. April bis 12. August 2012

Joachim Manz nutzt die Räume des spätklassizistischen Gebäudes des Bahnhofs Rolandseck als Bezugsgröße, um dort mit Wirklichkeiten, Dimensionen und Ausdehnungen architektonischer Welten zu spielen. Die von ihm entwickelten Skulpturen aus feinstem Beton in Form von Miniaturmodellen besitzen in ihrer Gestaltungsform und ihren Details eine strenge und schnörkellose architektonische Sprache. Ihren Platz finden sie auf Metallgestellen, an der Wand, oder versteckt in Wandeinlässen. Dort begegnen sie dem Betrachter auf den ersten Blick als zweidimensionale Zeichnungen. Auf den zweiten Blick jedoch entpuppen sich die Linien einer vermeintlichen Zeichnung als Schlitze, die mit der Neugierde der Betrachter spielen und dazu animieren, durch Berührung Verborgenes freizulegen. Und tatsächlich, die Skulpturen sind beweglich und sollen es auch sein. Um die eigenen Achsen gedreht wölben sich plastische Formen halbkreisförmig vor die Wand. In den Hohlräumen oder den Halbschalen selbst entdeckt man detailreich ausgearbeitete Architekturen, die man nur zu gerne in große Dimensionen übertragen würde, um sich dort frei bewegen und diese entdecken zu können.


Florian Slotawa

2. September 2012 bis März 2013

Der in Berlin lebende Künstler Florian Slotawa wird in seinen konzeptuellen Skulpturen und Installationen auf die klassizistische Architektur des Bahnhofs Rolandseck reagieren.


Peter Gaymann
Sonderausstellung im Festsaal des Bahnhofs

2. September 2012 bis 15. März 2013

Der Cartoonist Peter Gaymann ist durch seine Karikaturen »Paarbeziehungen« in der Zeitschrift Brigitte und seinen »Hühnern« einem großen Publikum bekannt. Im Festsaal des Bahnhofsgebäudes werden Karikaturen von Peter Gaymann gezeigt, die sich mit Persönlichkeiten und Eigenarten des Kunstbetriebes auseinandersetzen.


Building as Art. Richard Meier und Europa

30. September 2012 bis März 2013

Zum fünfjährigen Jubiläum des spektakulären Museumsneubaus von Richard Meier präsentiert das Arp Museum eine monografische Schau zur Architekturkomposition des Pritzker-Preisträgers. Im Zentrum stehen seine Museumsbauten in Europa und den USA.


Ausstellungshighlight 2012/2013

Kunstkammer Rau: Lichtgestöber.
Der Winter im Impressionismus

9. November 2012 bis 14. April 2013

Sechs grandiose Winterlandschaften der berühmten Impressionisten Claude Monet, Gustave Caillebotte und Alfred Sisley aus der »Sammlung Rau für UNICEF« bilden den Ausgangspunkt für eine qualitativ herausragende und groß angelegte Impressionisten- Ausstellung in der Kunstkammer Rau. Rund 40 hochkarätige Leihgaben mit Werken von Courbet, Pissarro, Liebermann, Slevogt u. a. aus internationalen Museen wie dem Musée d’Orsay oder der Sammlung Thyssen-Bornemisza schildern den Winter in seinen vielfältigen Facetten vom lichten Schneegestöber bis zum frühlingshaften Tauwetter. Ursache für diese weiße Farb- Explosion sind die außergewöhnlich strengen Winter im Europa der 1870er bis 1890er Jahre. Unmittelbar reagieren die impressionistischen Künstler auf diese extremen Wetter-Bedingungen. Zeitgenössische Presse-Illustrationen und Fotografien veranschaulichen erstmals die Realität hinter den Gemälden und stellen so einen direkten Bezug zwischen Leben und Kunst her.


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