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Ausstellungen | Vorschau


Hans Arp, Écriture sous-marine, ca. 1941 © VG Bild-Kunst, Bonn 2008 Foto: Nic Tenwiggenhorn

Art is Arp

Zeichnungen, Collagen, Reliefs, Skulpturen, Poesie

13. März bis 14. Juni 2009

»Art is Arp«. Der Ausspruch Marcel Duchamps steht über der Ausstellung, die zunächst im Musée d’Art Moderne et Contemporain in seiner Geburtsstadt Straßburg zu sehen war und nun eine zweite Station im Arp Museum Bahnhof Rolandseck hat. Über hundert Werke und Dokumente veranschaulichen die Vielseitigkeit des Künstlers, der ebenso in Deutschland wie in Frankreich zu Hause war. Hans (Jean) Arp brach immer wieder mit den Traditionen der Kunst. Automatismus und Zufall übernahm er in den Entstehungsprozess seiner Werke. Die Wechselbeziehung zwischen Literatur und Kunst spielt darin eine hervorragende Rolle. Die Ausstellung verdeutlicht, wie es ihm gelang, Unvereinbares in Einklang zu bringen, Dada und Surrealismus, Surrealismus und Konstruktivismus.


Ernst Stark, bois de boulogne II ( la chapelle), 2008; Foto: Gilles Hirgorom

Künstler-Modelle

15. Mai bis 16. August 2009

Im Nachklang zur Ausstellung Mythos Märklin werden Arbeiten zeitgenössischer Bildhauer, Objekt- und Installationskünstler zum Thema &eaquo;Modelle« gezeigt. Durch abbildhafte Treue und exakte Maßstäblichkeit lassen sie ein Bild der Realität vor den Augen entstehen, das sie durch die Endlichkeit des Modells, gezielte Maßstabsbrüche oder die Spuren handwerklicher Bearbeitung wieder zerbrechen lassen. Der Besucher wird zu einem irritierenden Wechselspiel von Illusion und Desillusion eingeladen. An der Ausstellung sind unter anderen beteiligt Tobias Rehberger mit dem Modell eines VW-Käfers, den er nach Handskizzen in Thailand produzieren ließ, Ernst Stark, der bizarre Modellwelten aus einem Stück Holz herausschnitzte, Peter Sauerer, der Fahrzeugmodelle aus Bruchstücken zusammennähte, sowie Reinhard Mucha, der für den Düsseldorfer Künstler und Galeristen Konrad Fischer einen eigenwilligen Bartresen zusammenstellte: eine von einer Modelleisenbahn durchfahrene Materialcollage.


Jonathan Meese © Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin Foto: Jan Bauer

Jonathan Meese
Erzstaat Atlantisis

1. Mai bis 30. August 2009

Jonathan Meese hat Atlantis am Rhein entdeckt. Nun errichtet der international agierende Maler, Bildhauer, Wort-, Klang- und Aktionskünstler in Rolandseck den »Erzstaat Atlantisis«. Seine szenographische Inszenierung aus Bronzegussplastiken, Gemälden, Installationen und Klangkollagen führt von der Wasseroberfläche in die Tiefe und wieder empor – vom Rheinufer hinein in den Berghang und 40 Meter hinauf in den lichtdurchfluteten Meier-Bau des Arp Museum. Das versunkene Inselreich scheint hier als »Antirealität« auf, in der Meeses »Diktatur der Kunst« herrscht. Selbst die schwierigsten Themen sind so von spielerischer Leichtigkeit. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Film von Jan Bauer sowie eine Audioführung, in der Meese zusammen mit dem Kurator Daniel J. Schreiber den Atlantisis-Parcour erläutert. Das Begleitprogramm umfasst Performances von Meese, eine Märchenlesung seiner Mutter und eine Reihe mit Meeses fantastischen Lieblingsfilmen wie Clockwork Orange, Zardoz oder Barbarella.


Unbekannt, Portrait der Maddalena del Grande, um 1700 © Sammlung Rau /UNICEF-Stiftung

Meisterwerke aus der
Sammlung Gustav Rau

29. Mai bis 22. November 2009

Insgesamt 230 ausgewählte Gemälde, Fresken und Skulpturen aus der Sammlung Gustav Rau, die von der UNICEFStiftung dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck als Dauerleihgabe übergeben wurden, werden in den nächsten Jahren in wechselnden Ausstellungen im Pavillon des Museums unter verschiedenen Aspekten gezeigt werden. Die jeweilige Auswahl von Meisterwerken des 15. - 20. Jahrhunderts eröffnet einen Dialog mit Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp und wechselnden Ausstellungen der Zeitgenossen. Künftig nehmen unsere Besucher an diesem spannenden Gespräch historischer und aktueller künstlerischer Positionen im vielgestaltigen Museumskomplex teil. Das Thema der ersten Präsentation wird noch gesondert bekannt gegeben.


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Pressemitteilung vom 29.Oktober 2008