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Ausstellungen | Vorschau

Christian Jendreiko, aus: Every morning you wake up,
you must have a song
, 2006–2007 · Foto: Kunstverein Düsseldorf


Collagen. Die Sammlung Meerwein
Erster Ausschnitt

28. August 2015 bis 10. Januar 2016

Sammeln und Finden, Dekonstruktion und Rekombination von unterschiedlichen Alltagsmaterialien sind Merkmale der Collage, der künstlerischen Technik der »geklebten« Bildkomposition. Anfang des 20. Jahrhunderts begannen George Braque und Pablo Picasso, Wirklichkeitsfragmente über das Prinzip des Zufalls zu kombinieren. Auch Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp zählen zu den Pionieren der Collage, die die Basis für zukünftige Generationen von Künstlerinnen und Künstlern schufen, Kunst und Wirklichkeit im Bild zu vereinen.

Die über 300 Arbeiten umfassende Schenkung des Mainzer Sammlers Gerhard Meerwein an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck verdeutlicht mit ihrem besonderen Schwerpunkt auf die unterschiedlichsten Stilrichtungen und Techniken der Collage von 1945 bis heute die Relevanz dieser Gattung bis in die zeitgenössische Kunst. Sie ist in Ihrer Konzentration auf diese vielfältige Kunstform und Arbeiten, die vornehmlich in Deutschland entstanden sind, einzigartig.

» Download (Flyer_Meerwein_Web.pdf)

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My-Taelle from Haiti dreams about being a clown (Detail) · Foto: Chris de Bode
August Macke, Clown im grünen Kostüm, um 1909 /10 · © Arp Museum Bahnhof
Rolandseck / Sammlung Rau für UNICEF · Foto: Peter Schälchli, Zürich


Kunstkammer Rau

Menschenskinder. Kinderleben zwischen Wunsch und Wirklichkeit

20. September 2015 bis 14. August 2016

Kinder lagen dem Kunstsammler und Philanthropen Gustav Rau, der im Kongo als Tropen- und Kinderarzt arbeitete, besonders am Herzen. Dies spiegelt sich in den Gemälden und Skulpturen seiner hochkarätigen Sammlung anschaulich wieder. In der 10. Ausstellung in der Kunstkammer Rau im Arp Museum Bahnhof Rolandseck werden diese Werke zum Weltkindertag 2015 im spannungsvollen Dialog mit prämierten Fotografien aus dem internationalen Wettbewerb »UNICEF-Foto des Jahres« präsentiert. Die faszinierende Gegenüberstellung von historischen Gemälden und herausragenden Reportagefotos zeigt den Blick auf Kinder und Kindheit – vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie berichten vom Kindersegen bei Van der Plaes und Rigaud, schildern aber auch den harten Alltag vieler Kinder in den Elendsvierteln und Krisengebieten der Erde wie in den Arbeiten internationaler Fotoreporter von Michelin bis Bleasdale. Die Betrachter schauen mit Liebermann Amsterdamer Waisenmädchen im 19. Jahrhundert über die Schulter. Und sie erleben die Entwicklung vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, erfahren etwas über die gesellschaftlichen Rollenspiele und das Leben von Kindern im Wandel der Zeit.

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Marcel Janco,
Cabaret Voltaire, 1916
Öl auf Leinwand (verschollenes Gemälde)


Dada Genese
100 Jahre Dada

14. Februar bis 10. Juli 2016

»Wie erlangt man die ewige Seligkeit? Indem man Dada sagt.
Wie wird man berühmt? Indem man Dada sagt.
Mit edlem Gestus und mit feinem Anstand. Bis zum Irrsinn, bis zur Bewusstlosigkeit.«

(Hugo Ball)

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck plant in enger kuratorischer Zusammenarbeit mit Adrian Notz (Cabaret Voltaire) eine umfassende Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Dada-Jubiläums. Dabei stehen die Keimzellen von Dada, das »Cabaret Voltaire« und die »Galerie Dada« im Fokus der Betrachtung.

Am 5. Februar 1916 riefen Hugo Ball und Emmy Hennings gemeinsam mit Marcel Janco, Tristan Tzara und Hans Arp in Zürich das »Cabaret Voltaire« ins Leben, eine Künstlerkneipe, die mit ihrem legendären Programm Geschichte schrieb. Dies war die Geburtsstunde Dadas. Es folgte, nach einer Ausstellung im »Zunfthaus zur Waag«, eine kurze aber ebenso bedeutsame Ära in der »Galerie Dada« (vormals Galerie Corray) in Zürich, in der insgesamt vier Ausstellungen unter der Ägide der Dadaisten standen. Hugo Ball proklamierte Dada von nun an nicht mehr als künstlerische »Laune«, sondern als veritable »Kunstrichtung«.

Dada lebte auch von der Polarität der beiden Orte, in denen jeweils eine sehr unterschiedliche Atmosphäre wirkte. Während im »Cabaret Voltaire« der Kneipen- und Cabaret-Charakter dominierte, entsprach die »Galerie Dada«, abgesehen von den dort stattfindenden Soireen, vielmehr einem fast bürgerlichen Galeriekonzept. Während man also – laut Hugo Ball – im Cabaret Voltaire noch »Dada« sagte, um ewige Seligkeit zu erlangen, sagte man in der Galerie Dada, »Dada« vielmehr, um berühmt zu werden. So herrschten im Cabaret Voltaire Bewusstlosigkeit und Irrsinn, in der Galerie Dada indes lernte man den edlen Gestus und feinen Anstand.

Anhand einer Auswahl relevanter Themen – beispielsweise Kunstszene, Mystik, Krieg – wird ergründet, aus welchem intellektuellen und gesellschaftlichen Nährboden sich Dada entwickeln konnte und wie die dortigen spektakulären Aktivitäten Einfluss auf das weltweite Kunstgeschehen nahmen. Bis heute hat Dada bei Künstlern wie Kunstinteressierten nicht an Aktualität eingebüßt.

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