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| Dienstag, 9. Dezember 2008 |
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| Freitag, 7. November 2008 |
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| Dienstag, 21. Oktober 2008 |
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Poesie der NachbarnSlowenien
Esad Babačić, Milan Dekleva, Barbara Korun,
Aleš Šteger, Lucija Stupica, Veno Taufer, Michael
Buselmeier, Steffen Jacobs, Dagmar Leupold, Marion
Poschmann, Raoul Schrott, Hans Thill, Urška Černe,
Bratko Bibiç, Katrin Stangl
Die Poesie erwacht erst im Klang ihrer Sprache, und so
muss sie innerlich nachempfunden sein, wenn sie in
einer anderen Sprache erlebt werden will. Dieses seltene
Vergnügen dichterischen Dialogs ermöglicht die »Poesie
der Nachbarn«, welche das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
gemeinsam mit dem Künstlerhaus Edenkoben und
dem Südwestrundfunk nun schon das zwanzigste Mal
veranstaltet. Ausländische und deutsche Dichter werden
eigens eingeladen zu gemeinsamer Übersetzungsarbeit.
Die Ergebnisse, vertieft um Einblicke in die kulturliterarischen
Traditionen und gegenwärtigen Tendenzen des
jeweiligen Nachbarlandes, werden in zweisprachigen
Lesungen in Edenkoben, Mainz und Rolandseck dem Publikum
und den Radiohörern vorgestellt und anschließend
publiziert. Gastland der diesjährigen, von einem Akkordeon
begleiteten zweisprachigen Lesung ist Slowenien.
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Dienstag, 30. September 2008 wegen Krankheit entfallen |
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Friedrich Christian Delius
Die Minute mit Paul McCartney
Besser geht es nicht. Zwei junge Deutsche, sieben junge
Britinnen, ein Ball, ein Hund, Paul McCartney, der Londoner
Regent's Park, eine Minute des Tages, an dem die
Beatles »Getting Better« aufnahmen – und Friedrich
Christian Delius, der daraus ein Thema komponiert und
es 66 mal lustvoll variiert. Zeitungsartikel, Gegendarstellung,
Lyrik oder Erlebnisaufsatz – »ein heiteres Spiel
mit wechselnden Perspektiven, … ein bunter Fächer von
Stil- und Tonarten,« wie die Süddeutsche Zeitung hymnisch
lobt, oder doch eine unentschiedene Mischung
»zwischen Realismus, Autobiografie und literarischem
Spiel,« wie der Autor augenzwinkernd in der letzten
Variation des Themas sich selbst kritisiert?
Delius wurde 1943 in Rom geboren, studierte in Berlin
und London und lebt heute als freier Autor in Berlin und
Rom. Zahlreiche Gedichte, Erzählungen und Romane,
so »Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus«, »Der
Königsmacher« oder »Mein Jahr als Mörder« machten
ihn bekannt.
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Sonntag, 22. Juni 2008, 15.30 Uhr |
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Ein Nachmittag am BosporusZu einem literarischen Sonntagsausflug an den Bosporus mit Blick auf den Rhein lädt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Zusammenarbeit mit der Biennale Bonn, dem Literaturhaus Köln und dem Haus der Sprache und Literatur Bonn ein.
Kai Strittmatter liest aus seinem Buch
Istanbul – Metropole zwischen den Welten.
Der Autor und Türkei-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung fährt in Einzelportraits von Künstlern, Fischern und Rakitrinkern ein schillerndes Kaleidoskop der Metropole am Bosporus vor.
Rolf Mautz und Tatjana Pazstor (Theater Bonn) lesen zum Thema
Entdeckungsreise in die Türkei
aus Werken und Briefen türkeireisender Autoren vergangener Jahrhunderte.
Perihan Mağden liest aus ihrem Buch
Zwei Mädchen
Die türkische Autorin stellt in dieser Vorpremiere dem Deutschen Publikum erstmals ein Buch vor, das in der Türkei längst Kultstatus besitzt. Es berichtet von einem rebellischen Mädchen, das sich in Konflikt mit den überkommenen Rollenmustern begibt. Steffen Kopetzky, künstlerischer Leiter der Biennale Bonn, moderiert die Lesung.
Neben den Lesungen in verschiedenen Räumen des Museums bleibt genügend Zeit für einen türkischen Imbiss und den Besuch der Ausstellungen
»Licht auf Arp«
und
»Anselm Kiefer. Wege der Weltweisheit. Die Frauen der Revolution«
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Donnerstag, 8. Mai 2008, 19.30 Uhr
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VortragWolfgang Pehnt Das Rauschen des Blutes und das Betriebsgeräusch des PCDeutsche Architektur in globalen Zeiten"Nationale Individualität" sei "etwas Gleichmäßig-Durchgehendes, das in allem Wechsel beharrt", schrieb der Hamburger Architekt und Städtebauer Fritz Schumacher und fabelte gar vom "Rauschen des Blutes". Tiefe und Irrationalität, Ausdruckskunst und gesteigertes Leben, überbordender Reichtum im Detail, immerwährender Expressionismus, der Drang zum Metaphysischen, Pathos und universaler Erlösungsanspruch lauten Behauptunge n nationaler Eigenschaften, denen man in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts immer wieder begegnete. Danach war das Thema, durch das "Dritte Reich" kompromittiert, für lange Zeit tabu. Jüngst haben sich Kunsthistoriker wieder für den nationalen Tugendkatalog interessiert, wie er sich in der Bildenden Kunst darstellte. Der Kölner Architekturhistoriker Wolfgang Pehnt fragt, wie es sich damit in der Architektur verhält. Längst hat die Globalisierung auch sie erreicht, gefördert durch Medien, durch die Internationalisierung von Handel und Produktion, durch die Pluralität der Lebensformen. Wo bleibt da "das Gleichmäßig-Durchgehende, das in allem Wechsel beharrt"? |
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Dienstag, 1. April 2008, 19.30 Uhr
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Dienstag, 4. März 2008, 19.30 Uhr
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Thomas Lehr"42" Was wäre, wenn die ganze Welt uns machtlos zu Füßen läge? In der Lesung aus seinem 2005 erschienenen, fantastischen Roman „42“ geht Thomas Lehr dieser existenziellen Frage auf die Spur. Er führt uns eine gleichermaßen faszinierende wie grausame Versuchsanordnung vor. Im Jahr 2000, um 12.47 Uhr, bleibt die Zeit in der 42. Sekunde stehen. Nur für die 70 „Chronifizierten“ – eine Gruppe von Forschern, Journalisten und Politikern, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens in dem Genfer Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN aufhielten – schreitet das Leben voran. In fünf Phasen – Schock, Orientierung, Missbrauch, Depression, Fanatismus – versuchen die von der Katastrophe Verschonten mit der traumatischen Situation zurechtzukommen.
Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, hat zuvor bereits in seiner Novelle Frühling sein Faible für Endzeitszenarien unter Beweis gestellt. Der in Berlin lebende diplomierte Biochemiker und Autor erhielt zahlreiche Literaturpreise, so zuletzt den Wolfgang-Koeppen-Preis der Hansestadt Greifswald und den Kunstpreis Rheinland-Pfalz. Sein Roman „42" wurde 2005 für den „Deutschen Buchpreis" nominiert.
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Dienstag, 19. Februar 2008, 19.30 Uhr
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Mona YahiaDurch Bagdad fließt ein dunkler Strom Von schönen Gerüchen, Geschichten und Geräuschen handelt Mona Yahias Debütroman Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom, in dem sie sich mit der Stadt ihrer Kindheit beschäftigt: dem Bagdad der 1960er Jahre. Doch auch schlimme Vorzeichen lässt sie ihre Hauptfigur Lina bemerken: arabische Männer, die eine Frau beschimpfen, weil sie auf der Straße singt, oder eine leere Schulbank, wenn wieder eine Freundin über Nacht ins Ausland verschwunden ist. Schließlich muss Lina erfahren, dass sich das einst weltoffene Bagdad vor den grauen VW-Käfern der Geheimpolizei zu fürchten hat.
Mona Yahia liest auch aus ihrem jüngsten, noch unpublizierten Werk Love in Translation. Die Protagonistin ist eine in Beirut geborene Amerikanerin, die sich im Paris der 1990er Jahre als werdende Künstlerin in einem Netz von Sehnsucht, erotischer Fantasie und multilingualer Identität zurechtzufinden versucht.
Mona Yahia versteht sich als Vertreterin der letzten Generation arabischer Juden. 1954 in Bagdad geboren, emigrierte sie mit ihrer Familie 1971 nach Israel. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie als Psychologin in Tel Aviv, bis sie dann an der Hochschule der Bildenden Künste in Kassel Kunst studierte. Seit 1997 lebt und arbeitet sie als Künstlerin und Autorin in Köln. Sie schreibt in englischer Sprache, liest jedoch aus deutschen Übersetzungen. |
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Dienstag, 22. Januar 2008, 19.30 Uhr
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Birgit KempkerDas Vorfeld der Sehnsucht im Hyperbett Nicht aus einem Roman, nicht aus einem Gedichtband, sondern aus einem „transverfickten Diskurs“ liest Birgit Kempker. Dieser Untertitel ihres neuen, noch unpublizierten Buchs Das Vorfeld der Sehnsucht im Hyperbett, aber auch die Persönlichkeit der Autorin selbst lassen einen außergewöhnlichen Abend im Spannungsfeld zwischen Literatur und Performance erwarten.
Die Dozentin für Wort und Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel ist bekannt für ihre Kunst zwischen Text, Ton, Bild, Aktion und Installation. Grenzüberschreitungen sind ihre Spezialität, nicht nur zwischen künstlerischen Gattungen, sondern auch zwischen Fiktion und Dokumentation. In ihrem „Prosagedicht“ Als ich das erste Mal mit einem Jungen im Bett lag lässt sie nicht nur Prosa und Lyrik ineinander laufen. Vielmehr verwischt sie auch die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation derart wirkungsvoll, dass das Buch per Gerichtsentschluss verboten wurde: Ein Mann, dessen Name in dem Band litaneiartig aufgerufen wird, fühlte sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt.
Birgit Kempker wurde 1956 in Wuppertal geboren und studierte Kunst und Literatur in Zürich. Sie lebt und arbeitet in Basel. Unter anderem erhielt sie ein Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin, des Deutschen Literaturfonds, des Künstlerhauses Edenkoben sowie den Hörspielpreis Das Goldene Hörnetz.
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