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| Rückblick Lesungen und Veranstaltungen 2009 |
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Dienstag, 6. Juli 2010 18 Uhr Konferenzsaal
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Bildvortrag zum toskanischen Skulpturengarten »Il Giardino di Daniel Spoerri«
Vortrag mit Barbara Räderscheidt, Vize-Präsidentin der Spoerri-Stiftung
Anhand eines Dia-Vortrages gibt Barbara Räderscheidt, Vizepräsidentin der Stiftung »Il Giardino di Daniel Spoerri Hic Terminus Haeret«, einen Einblick in die wunderschöne toskanische Landschaft des
Skulpturengartens des Künstlers, dessen Lebenswerk die Landesstiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck vom 27. August d. J. bis 9. Januar 2011 anlässlich des 80. Geburtstages
Spoerris mit einer umfangreichen Einzelausstellung ehrt. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 6. Juli 2010, 18.00 Uhr, im Konferenzsaal des klassizistischen Bahnhofs. Der Eintritt ist frei.
Rückfragen an Karin Diede, Gesellschaft der Freunde und Förderer des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, Tel. 02228 – 942546 bzw. diede@arpmuseum.org
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Dienstag, 29. Juni 2010 19.30 Uhr
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Ulrike Draesner
Vorliebe
Harriet, halbindisch und mathematikbegeistert, führt nicht nur im beruflichen Bereich, sondern auch im Privaten zusammen mit ihrem Partner Ash und dessen Sohn Ben, der aus einer früheren
Beziehung stammt, ein geregeltes Leben. Doch dann fährt Ash ausgerechnet die Frau von Harriets Jugendliebe Peter an und das Wiedersehen schlägt ein wie ein Blitz: Plötzlich steht die
Astrophysikerin ihrer großen Liebe von einst gegenüber. Und mit dem Beginn des vermeintlich harmlosen Liebesgeplänkel gerät allmählich, aber unaufhaltsam, ihr bisheriges
Leben aus seinen geordneten Umlaufbahnen. Mit »Vorliebe« schrieb Ulrike Draesner einen Roman, der mit großer Schnelligkeit und Lust nach den romantischen Gefühlen in einer
abgeklärten Zeit sucht. Ulrike Draesner wurde 1962 in München geboren und lebt heute als Romanautorin, Lyrikerin und Essayistin in Berlin. Ihr erstes Buch
»gedächnisschleifen« erschien 1995. Seitdem folgten zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem 2002 der Preis der Literaturhäuser und zuletzt neben dem Droste-Preis
2006 der Raika-Lavant-Lyrikpreis 2008.
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Dienstag, 18. Mai 2010 19.30 Uhr
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Herta Müller
Atemschaukel
Moderation: Ernest Wichner
Sie zeichnet »mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit«, heißt es in der Begründung der Schwedischen Akademie zur
Vergabe des Literaturnobelpreises 2009 an Herta Müller. Der Roman »Atemschaukel« entstand im Gespräch mit dem 2006 verstorbenen, rumänischen Lyriker Oskar Pastior über
dessen Erfahrungen der Lagerzeit. Es ist eine fiktionale Biografie Leopold Aubergs, der im Alter von 17 Jahren von Hermannstadt in ein ukrainisches Arbeitslager transportiert wird. Mit großer
Intensität schildert Herta Mülller Leopolds ständiges Gefühl der Heimatlosigkeit zwischen Hunger, Verzweiflung, Selbstentfremdung, Angst und Verfolgung: Den Abschiedssatz seiner
Großmutter »Ich weiß du kommst wieder« wird ihn die nächsten fünf Jahre lang am Leben halten. Herta Müller wurde 1953 in Rumänien geboren, studierte
deutsche und rumänische Philologie. Nach einem Veröffentlichungsverbot und Bedrohungen durch die Securitate in Rumänien, übersiedelte sie 1987 nach Berlin. Für ihre Werke
erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen.
In Kooperation mit dem Künstlerhaus Edenkoben
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Sonntag, 16. Mai 2010 11 - 18 Uhr
Eintritt frei (außer zur Tanzperformance) |
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Internationaler Museumstag
im Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Sonntag, 16. Mai, 11 – 18 Uhr
freier Eintritt ins Museum und zu den Führungen (außer der Tanzperformance)
14 Uhr: Familienführung zu der Ausstellung » Karl Otto Götz. In Erwartung blitzschneller Wunder« (Neubau)
14 Uhr: Tanzperformance von Denise Steger und begleitende Führung der Kuratorin Astrid von Asten (Neubau)
(Kosten für die Performance: 3,50 € p.P.)
15 – 16 Uhr: Öffentliche Führung »K. O. Götz. In Erwartung blitzschneller Wunder« (Neubau)
15 – 16.30 Uhr: Familienkurs »Blitzschnelle Wunder. Sekundenbilder«
(Kosten: Erwachsene: 6,50 €; Kinder 3,50 €)
16.30 Uhr: Familienführung zu der Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore« (Bahnhof)
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Foto: Arp Museum Bahnhof Rolandseck
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Dienstag, 11. Mai 2010 19.30 Uhr Neubau
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Sophie tanzte und träumte. Eine Tanz- und Textperformance von Nelly Bütikofer.
Mitwirkende: Claire Birrfelder-May, Nelly Bütikofer, Karin Minger, Utz Bodamer, Bodo Krumwiede; Realisation: Fasson Theater Mit Texten von Hans Arp, Kurt Schwitters und Max Bill sowie Musik von Franz Liszt und Ludwig van Beethoven
Um 19 Uhr bietet die Kuratorin Astrid von Asten eine vorbereitende Führung durch die Ausstellung an.
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Samstag, 6. März 2010 19.30 Uhr
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Ingo Schulze
Adam und Evelyn
Adam, Damenschneider in einer kleinen Stadt in Ostdeutschland, liebt alle Frauen, die seine Kleider tragen. Aber vor allem liebt er seine Freundin Evelyn. Diese verlässt ihn allerdings ohne zu
zögern, als sie ihn mit einer seiner Kundinnen in flagranti erwischt und fährt – anstatt mit Adam – mit einer Freundin an den Balaton. Reumütig reist Adam Evelyn hinterher;
hinein in die Verwirrungen des Spätsommers 1989, die Mauer- und Sündenfall mit sich bringen: der Schwebezustand der Wahlfreiheit, die rastlose Zeit des Umbruchs und die Möglichkeit der
Wiedervereinigung werden plötzlich spürbar. Zwischen Verbot und Verlockung, Liebe und Erkenntnis, sind »Adam und Evelyn« auf der Suche nach dem Paradies.
Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren. Nach seinem Studium der klassischen Philologie und Germanistik in Jena arbeitete er als Dramaturg und Zeitungsredakteur. Seit 1993 lebt Schulze als freier
Autor in Berlin. Das literarische Werk des »Großmeisters der Wenderomane« liefert einen wichtigen Beitrag für das deutsch-deutsche Verständnis.
In Kooperation mit dem Künstlerhaus Edenkoben
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Donnerstag, 25. Februar 2010 18 Uhr
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Zsuzsanna Gahse
über Hans Arp »Ich bin der große Derdiedas«
Moderation: Hans Thill
Nachdem im vergangenen Frühjahr mit Hans Thill eine Lesereihe mit Nachdichtungen zu Motiven Hans Arps startete, wird das Projekt in diesem Jahr durch die Schriftstellerin Zsuzsanna Gahse
fortgesetzt. Sie liest Texte nach Hans Arps Gedicht »Ich bin der große Derdiedas« sowie aus ihrem letzten Buch »Oh, Roman« und unveröffentlichte Texte. Bei
Sätzen der Schriftstellerin, wie »Der Haupterzähler ist immer die Sprache selbst; jede Erzählung gehört ursprünglich der Sprache« und »Wörter sind wie
Buchstaben in einem Setzkasten, [sie] werden zu immer neuen Texten zusammengesetzt « wird die Parallele zu dem Dadaisten Arp, der »Seiten um Seiten mit ungewöhnlichen
Wortverbindungen« füllte deutlich. Ein besonderer Reiz an der Sprache Arps ist seine verblüffende Sensibilität für die glücklichen Zufälle des Alltags.
1946 wurde Zsuzsanna Gahse in Budapest geboren. Nach mehr als 25 Jahren in Deutschland, lebt und arbeitet sie seit 1998 als Schriftstellerin und Übersetzerin in der Schweiz. Neben zahlreichen
Auszeichnungen erhielt sie 2006 den Adelbert-von-Chamisso-Preis und war 2008 Gastprofessorin an der Technischen Universität Dresden.
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