Violine auf der Gussplatte im Korpus eines Fluegels

4. Rolandseck-Festival

14. bis 23. Juli 2009

Karten und Preise


Informationen und Karten unter Telefon: +49 (0)22 28 94 25 16
und an der Museumskasse im Bahnhof Rolandseck.
Einzelkarten auch bei den Vorverkaufsstellen von Bonnticket und Koblenzticket.

Sonderkonzert 14. Juli 2009: 45,- Euro / erm. 30,- Euro
Sonderkonzert 20. Juli 2009: 45,- Euro / erm. 30,- Euro
Einzelkarte für Abonnementkonzerte: 35,- Euro / erm. 20,- Euro
Abonnement für fünf Abonnementkonzerte: 120,- Euro
Karten, die innerhalb eines Abonnements erworben wurden, sind übertragbar.
Schiffahrt: 35,- Euro, inklusive Imbiß und Getränke - keine Ermäßigung -

Es sind nur noch Karten für das Sonderkonzert am 20. Juli und für das 4. Abonnementkonzert am 21. Juli erhältlich. Alle anderen Konzerte sind ausverkauft!



Praktische Informationen


Alle Konzerte finden im Festsaal im Bahnhof Rolandseck statt. Der Einlass erfolgt frühestens eine halbe Stunde vor Konzertbeginn - die Plätze sind nicht nummeriert. Die Pausenlänge beträgt ca. 25 Minuten. Es besteht kein Anspruch auf Rücknahme und Umtausch von Karten. Änderungen des Programmes sowie Umbesetzungen begründen ebenfalls keine Umtausch- und Rücknahmepflicht. Bei Eintreffen nach Beginn der Konzertes verfällt der Anspruch auf einen Sitzplatz. Bild- und Tonaufnahmen (auch zu privaten Zwecken) sind nicht gestattet.



Arp Museum Bahnhof Rolandseck


Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
D- 53424 Remagen
Tel +49 (0)22 28/94 25 12 (Zentrale)
Fax +49 (0)22 28/94 25 21
info@arpmuseum.org

Direktor: Dr. Oliver Kornhoff

Inhaltlich verantwortlich: Torsten Schreiber

Kartenbestellung per Telefon: 0 22 28 94 25 16 (Museumskasse)
Es sind nur noch Karten für das Sonderkonzert am 20. Juli und für das 4. Abonnementkonzert am 21. Juli erhältlich. Alle anderen Konzerte sind ausverkauft!

Orpheus Musikverzeichnis


Pressedownloads


Lebenslauf Lioba Braun (Lioba_Braun_Bio_D.doc)

Presseinformation (Presseinformation_4_Rolandseck_Festival_final.doc)

Presseinformation Lokalmedien (Presseinformation_4_Rolandseck_Festival_Lokalmedien_0709.doc)

Hintergrundinformation Festivaltradition (Hintergrundinformation_Festivaltradition.doc)



Hintergrundinformation:
Die Festivaltradition im Bahnhof Rolandseck


Der 1856 errichtete Bahnhof Rolandseck ist seit Beginn ein Ort der kreativen Begegnung. An den Rheinhängen inmitten eines weitläufigen Parks gelegen, war er mit seinen historisch erhaltenen und zeitgenössisch-künstlerisch ausgestalteten Gesellschaftsräumen, die heute das Restaurant beherbergen, und den umlaufenden Aussichtsterrassen in seiner Geschichte immer auch ein Treffpunkt der geistigen, künstlerischen und politisch-gesellschaftlichen Prominenz – nicht erst in den Tagen der Bonner Republik.

Johannes Wasmuth, Bonner Kunstsammler und Galerist, der seit den frühen 1960er Jahren stetig am Aufbau eines eigenständigen Kulturprogramms in der Bundeshauptstadt arbeitete, erkannte das große Potenzial des Bauwerks und gründete, um das Ensemble 1965 vor dem Abriss zu bewahren, mit einigen Künstlerfreunden wie Stefan Askenase, Marcel Marceau und Yaltah Menuhin (der Schwester von Yehudi Menuhin) die Gesellschaft „arts and music“. Am 15. Mai 1969 veröffentlichte Marcel Marceau das Manifest von Rolandseck als Aufruf zur Unterstützung: „Wir bitten Euch um Eure Hilfe, damit Rolandseck bestehen und uns alle aufnehmen kann () Der Bahnhof Rolandseck wird das Theater sein, in dem sich alle Künste vereinen, um das Wunderbare zu schaffen.“

Die Veranstaltungen und Feste der Gesellschaft wurden zum Bestandteil des kulturellen Lebens im Süden Bonns. Wasmuth gelang es, eine Vielzahl berühmter Künstler das Haus zu binden. In den 1960er Jahren folgte – mitten im Sechstagekrieg – das Israel Philharmonic Orchestra als erstes israelisches Orchester seit den Jahren des Holocausts einer Einladung von Johannes Wasmuth und legte damit einen Grundstein der deutsch-israelischen Kulturbeziehungen. Es entstanden freundschaftliche Beziehungen zwischen dem Bonner Kunstsammler Wasmuth und dem Konzertmeister des Israel Philharmonic Orchestra, Chaim Taub, der in der Folge 15 Jahre lang die Rolandsecker Sommerkurse für junge Musiker aus Israel und Deutschland leitete.

Das Konzept der Gesellschaft „arts and music“ sah vor, durch Konzerte, Lesungen und Ausstellungen eine enge Verknüpfung von Musik, Literatur und bildender Kunst zu schaffen. Auch ein im Bahnhof Rolandseck eingerichtetes Gast-Atelier diente diesem Zweck. Als der privat geführte Bahnhof Anfang der 70er Jahre vor dem finanziellen Ende stand, erwarb das Land Rheinland-Pfalz den Bahnhof von der Deutschen Bundesbahn und gründete die Stiftung Bahnhof Rolandseck. 2004 nach umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten unter dem Namen Arp Museum Bahnhof Rolandseck wiedereröffnet, erhielt das Haus durch den im September 2007 eröffneten Neubau des Architekten Richard Meier, oberhalb des historischen Bahnhofsgebäudes gelegen, seine spektakuläre Erweiterung. Durch die hier verortete Arp-Sammlung des Landes Rheinland-Pfalz und ein umfangreiches Konzert-, Ausstellungs- und Literaturprogramm besteht nun das Gesamtprogramm aus drei Sparten: Kunst, Musik und Literatur.


Rolandsecker Sommerkurse


Die Rolandsecker Sommerkurse – eine damals einzigartige Kombination von Festival und Meisterkurs – fanden jährlich von 1982 bis 1996 im Bahnhof Rolandseck statt. Chaim Taub, damaliger Konzertmeister des Israel Philharmonic Orchestra und Bernard Greenhouse, Mitbegründer des Beaux Arts Trios, waren Stammlehrer dieser Kurse. Während namhafte Musiker konzertierten, wurden zur gleichen Zeit junge Musikerinnen und Musiker im Alter von zehn bis zwanzig Jahren, zumeist aus Israel, unterrichtet, die am Ende des Kurses Konzerte gaben. Der auch im Jahr 2009 am Festival konzertierende Klarinettist Chen Halevi sagte im WDR dazu: „Im Bahnhof Rolandseck habe ich die Sprache der Kammermusik gelernt.“

Im Jahre 2005 lebte die Idee des Festivals wieder auf. Auf Einladung Guy Braunsteins kamen in der Mehrzahl die Studenten von einst, nunmehr als Solisten und (Kammer)-Musiker von Weltrang, zusammen, um kammermusikalische Programme gemeinsam einzustudieren und in der besonderen Atmosphäre des Bahnhof-Museums-Ensembles zu präsentieren. Das Festival steht seit dem Jahr 2006 unter der künstlerischen Leitung von Guy Braunstein, dem 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker und Schüler von Chaim Taub.

April 2005: Wiedereröffnung der Konzertreihe mit drei Aufführungen mit ehemaligen Schülern der Meisterkurse im restaurierten Bahnhof - zu Ehren des 80. Geburtstags von Chaim Taub.  

Juli 2006: Erstes Rolandseck Festival mit fünf Konzerten unter der künstlerischen Leitung von Guy Braunstein und der künstlerischen Beratung von Chaim Taub, mit ehemaligen Schüler der Sommerkurse und international konzertierenden Musikerinnen und Musikern.  

Juli 2007: Zweites Rolandseck Festival mit fünf Konzerten und einer Schiffahrt auf dem Rhein.

Juli 2008: Drittes Rolandseck Festival mit fünf Konzerten und einem Konzert für Sponsoren sowie einer Rhein-Schiffahrt mit Hochzeit. Erstmals wurde neben dem Bahnhofsgebäude auch der neu errichtete Richard Meier-Bau des Arp Museums für Konzerte genutzt.  

Juli 2009: Viertes Rolandseck Festival mit fünf Konzerten, zwei Sonderkonzerten und einer Rhein-Schiffahrt mit standesamtlicher Trauung des Brautpaares Braunstein-Schwarzman. Die Meisterkurstradition in seiner ursprünglichen Form wird wieder aufgenommen. In Zusammenarbeit mit der Barenboim Said Foundation werden vom mittlerweile 84-jährigen Chaim Taub statt vorwiegend junger israelischer Musikerinnen und Musiker 14 Mitglieder des West Eastern Divan Orchestra von Daniel Barenboim unterrichtet – sie stammen aus Israel, Libanon, Syrien, Palästina, Iran, Ägypten und der Türkei. Das im Meisterkurs mit Chaim Taub erarbeitete Programm wird am 20. Juli vorgestellt.