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Die Liegestühle der Edition fortsetzen können einzeln käuflich erworben werden, jede Farbe ein Unikat.

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Seraphina Lenz, Edition fortsetzen. Fotos: Wolfgang Morell © VG Bild-Kunst, Bonn 2008

fortsetzen | Seraphina Lenz

Mit dem Projekt fortsetzen der Künstlerin Seraphina Lenz (geb. 1963 in Münster, lebt und arbeitet in Berlin) wird das Ausstellungsareal im Inneren des Bahnhofs in die Außenanlagen zum Rhein hin erweitert. Das Kunstprojekt fortsetzen begann im Sommer 2005 in Anlehnung und als Weiterführung ihres laufenden Projektes »platz nehmen« im Carl-Weder-Park in Berlin-Neukölln. In Rolandseck belebte sie mit fortsetzen das Bild der Parkanlage und des Vorplatzes des Arp Museums neu. Dabei hatten bzw. haben die Besucher die Möglichkeit, kostenlos Liegestühle zu entleihen und diese an einem Ort ihrer Wahl auf dem Gelände des Museums zu nutzen, um so die Rasenflächen als öffentlichen Raum zu begreifen, der allen zur Verfügung steht. Reisende, Museumsbesucher und -angestellte, Spaziergänger, Radfahrer und Rolandsecker Bürger können ihn zum Verweilen, zur Entspannung oder als kommunikativen Ort innerhalb des Museumsareals und außerhalb des Museumsgebäudes nutzen. Für fortsetzen entwarf Seraphina Lenz 50 Liegestühle und eine Architektur, die sie vor dem Bahnhof Rolandseck platzierte. Sie ist gleichzeitig Aufbewahrungscontainer für die Liegestühle, Informationsort für die Besucher und Arbeitsplatz für die Betreuer des Projekts.

fortsetzen ist als langfristig geplantes Projekt konzipiert und ist dementsprechend fester Bestandteil der Museumsaktivitäten in den Sommer- und Herbstmonaten. fortsetzen wird in den kommenden Jahren Vorträge und Diskussionen beinhalten, die den utopischen Gedanken der historischen Avantgarde thematisieren und in ihrer heutigen Aktualität beleuchten. Die in den zwanziger Jahren programmatisch gestellte Forderung nach einer »Verbindung von Kunst und Leben« kann so heute diskutiert und zu gegenwärtigen künstlerischen Positionen in Verbindung gebracht werden. Dies bezieht sich dabei auf die Frage nach der Benutzbarkeit von Kunst, nach der Erweiterung des Museumsraums in den öffentlichen Raum hinein und der Veränderung dieses Raums durch seine alltägliche Benutzung. Zudem spielt Seraphina Lenz auch auf das Arp Museum als Ort für die Kunst von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp an. Mit dem grafischen »Logo« für die von ihr gestalteten Liegestühle nimmt sie Bezug auf Sophie Taeubers Formen und Farbwelten.

Zu dem Projekt ist eine Edition von 10 farblich unterschiedlich gestalteten Liegestühlen entstanden. Die Liegestühle der Edition fortsetzen können einzeln käuflich erworben werden, jede Farbe ein Unikat.

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