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» Ausstellung »Karl Otto Götz "In Erwartung blitzschneller Wunder"« 28.3. bis 8.8.2010
» Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore« 28. März 2010 bis 18. Juli 2010
» »Sophie Taeuber-Arp 1889 – 1943. Bewegung und Gleichgewicht« 5. März - 6. Juni 2010
» Kunstkammer Rau: Das Auge des Sammlers - 5. Februar – 29. August 2010
» hier und dort. Arbeiten von Erwin Wortelkamp - 13. Dezember 2009 bis 14. März 2010


Pressemitteilung 07.03.2010

Ausstellung »Karl Otto Götz „In Erwartung blitzschneller Wunder“«
28. März bis 8. August 2010

Mit der retrospektiv angelegten Schau »Karl Otto Götz „In Erwartung blitzschneller Wunder“« präsentiert das Arp Museum Bahnhof Rolandseck vom 28. März bis 8. August 2010 einen der wichtigsten Protagonisten der informellen Malerei. Insgesamt rund 50 Arbeiten von 1942 bis 2009 führen die künstlerische Entwicklung wie auch die enorme Bandbreite des Werkes von Karl Otto Götz (geb. 1914) vor Augen. Dabei spielt die Schnelligkeit des Malaktes eine entscheidende Rolle, die in der beschleunigten Bewegungsspur Eingang in das Kunstwerk findet. Die Bilder von Götz sind ein Beispiel für die geglückte Verbindung von Automatismus und Kontrolle.

Die Ausstellung versammelt Schlüsselwerke wie die beiden ersten informellen Bilder von 1952, das eindrucksvolle Gemälde Otella (1986), das den Beginn der Giverny-Serie markiert, das großformatige Bild Jonction II (1991), welches das historische Ereignis der deutschen Wiedervereinigung thematisiert, bis hin zu aktuellen Arbeiten von 2009 wie Schlitt III. Aber auch anhand bislang unbekannter Werke aller Schaffensphasen demonstrieren Ausstellung und Katalog die enorme Bandbreite, mit welcher der Künstler stets aufs Neue die unerschöpflichen Abstraktionsmöglichkeiten auslotet.

Götz beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit verschiedenen künstlerischen Gattungen: Er widmete sich neben der Malerei auch der Grafik, der Skulptur, der Fotografie und überdies dem Medium Film und der Dichtung. So publizierte er als Weggefährte von Hans Arp 1953 einige bis dato unveröffentlichte Gedichte von diesem. Daher reicht das Spektrum der gezeigten Arbeiten von frühen grafischen Blättern über Gemälde bis hin zu plastischen Werken aus der jüngeren Zeit.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung umfasst öffentliche Führungen (jeden dritten Sonntag im Monat, 15 Uhr), einen Künstlerkurs »Dynamisches Malen« mit Rainer Hess (25. Juli) sowie einen Familienkurs und eine Familienführung am Internationalen Museumstag (16. Mai).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber Verlag, Bielefeld.

Pressekonferenz: Freitag, 26. März 2010, 11 Uhr
-> Der Künstler wird anwesend sein.

Eröffnung: Sonntag, 28. März 2010, 11 Uhr
-> Der Künstler wird anwesend sein.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr

Eintrittspreise 8 €, erm. 6,50 €

Download der Pressemitteilung (PM_KO_Goetz.doc)


» Ausstellung »Karl Otto Götz "In Erwartung blitzschneller Wunder"« 28.3. bis 8.8.2010
» Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore« 28. März 2010 bis 18. Juli 2010
» »Sophie Taeuber-Arp 1889 – 1943. Bewegung und Gleichgewicht« 5. März - 6. Juni 2010
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Rolandseck, 05.03.2010

Pressemitteilung

Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore«
28. März 2010 bis 18. Juli 2010

Vom 28. März bis zum 18. Juli 2010 zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in den Räumlichkeiten des Künstlerbahnhofs großformatige Fotografien der Künstlerin Simone Demandt. Zu sehen ist ihre zwischen 2008 und 2009 entstandene Serie »Dunkle Labore«. Die Arbeiten bilden nur minimal erleuchtete, wissenschaftliche und industrielle Forschungslabore bei Nacht ab. Somit bietet diese Ausstellung den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in eine geheimnisvolle Welt, die nur von wenigen Menschen in dieser Form betrachtet werden kann und die doch unmittelbar an den alltäglichen Lebensraum anschließt.

»Dunkle Labore« ist gemeinsam mit den Werken »Nachtbaustellen« (2007/2008) und »Mobiltelephonportraits (Kidsnight) bei Nacht« (2007) Teil der fotografischen Reihe »Dunkelräume«. Ausgangspunkt für all diese Arbeiten ist das gestalterische Interesse an der Finsternis: Es entstehen Dunkelstellen im Wechsel mit Lichtpunkten, die ein neues Raumgefühl, ein neues Gefüge von Zeit und Raum sowie von Zeit im Raum schaffen. Dabei wird die Fotografie, die in Abwesenheit von Licht, die Dunkelheit selbst abbilden soll, im höchsten Maße herausgefordert: Erst mittels einer Großbildkamera mit eigens dafür konstruiertem Timer mit Selbstauslöser und einer Belichtungszeit von 8 bis 10 Stunden auf Negativfilm wird das geheime Eigenleben der Räumlichkeiten darstellbar.

Simone Demandts Fotografien stehen in einer Tradition der Malerei von »Nachtstücken« die ab dem 15. Jahrhundert beginnt. Durch das Abbilden von Szenen der Nacht wollten die Menschen ihre Angst vor der Dunkelheit überwinden und den Geheimnissen derselben auf die Spur kommen. Die Vorstellung des unheimlichen Dunklen wurde einerseits geprägt durch biblische und mythologische Texte, die der Finsternis das Böse und dem Tag das Gute, das Göttliche zuweisen. Andererseits ist sie auch in den Schöpfungsmythen der Menschheit begründet: In der Welt, entstanden aus einer chaotischen Finsternis, wurde erst durch die Scheidung der Gegenkräfte Licht und Finsternis zu Tag und Nacht die ordnende Kategorie der Zeit geschaffen. Diese Trennung wurde seit dem elektrotechnischen Fortschritt des 19. Jahrhunderts bis hin zu unserer heutigen, modernen Gesellschaft, stellvertreten durch die Wissenschaften, weitgehend aufgehoben: Die Nacht wird durch künstliche Beleuchtung beherrschbar und verliert zunehmend ihre Rätselhaftigkeit. Demandts Arbeiten zeigen nun wieder die Geheimnisse der Dunkelheit, an gerade jenen Orten, die sich der Aufklärung, der geistigen Durchdringung der Welt als »Aufhebung der Finsternis«, gewidmet haben.

Die 1959 in Dortmund geborene Simone Demandt studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Parallel zu ihrem künstlerischen Schaffen und zu zahlreichen Ausstel-lungen war sie u.a. als Lehrbeauftragte für Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim tätig und hat seit 2009 eine Professur für künstlerische Fotografie an der Hoch-schule für Bildende Künste Saar in Saarbrücken inne.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstverein Ludwigshafen, wo gleichzeitig mit der Präsentation in Rolandseck vom 13. März bis zum 25. April 2010 die Fotoporträtausstellung Simone Demandts »turn round« gezeigt wird.

Zu beiden Ausstellungen erscheint im Hatje Cantz Verlag ein umfangreicher Werkkatalog mit zahlreichen Textbeiträgen und Abbildungen (Kosten 29 ), der einen umfassenden Überblick über Demandts Schaffen bietet.

Pressekonferenz: Freitag, 26. März 2010, 11 Uhr

Eröffnung: Sonntag, 28. März 2010, 11 Uhr

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr

Eintrittspreis:
nur Ausstellung „Simone Demandt“ 4 , erm. 2
gesamtes Haus mit 4 Ausstellungen 8 , erm. 6,50


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen am zweiten Sonntag jeden Monats, 15 Uhr
(kostenfrei zzgl. Museumseintritt)

Künstlerführung mit Simone Demandt, 2. Mai 2010, 14 Uhr (3,50 zzgl. Museumseintritt)

Künstlerkurs mit Martin Rosswog – Fotografie, 8. und 9. Mai 2010, 11 bis 18 Uhr
(Kosten für beide Tage: 100 p.P., Anmeldung unter Tel. 02228-9425-63)

Rolandsecker Gespräch am Dienstag, 8. Juni 2010, 18 Uhr
zwischen Simone Demandt und dem Parfumeur Roland Tentunian, Moderation Dr. Oliver Kornhoff (6,50 inkl. Museumseintritt)

Download der Pressemitteilung (PM_Simone_Demandt_final.doc)


» Ausstellung »Karl Otto Götz "In Erwartung blitzschneller Wunder"« 28.3. bis 8.8.2010
» Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore« 28. März 2010 bis 18. Juli 2010
» »Sophie Taeuber-Arp 1889 – 1943. Bewegung und Gleichgewicht« 5. März - 6. Juni 2010
» Kunstkammer Rau: Das Auge des Sammlers - 5. Februar – 29. August 2010
» hier und dort. Arbeiten von Erwin Wortelkamp - 13. Dezember 2009 bis 14. März 2010


Rolandseck, 03.03.2010

Presseinformation

»Sophie Taeuber-Arp 1889 – 1943. Bewegung und Gleichgewicht«
5. März – 6. Juni 2010

Mit rund 130 Werken aus allen Schaffensphasen präsentiert das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in der größten bisher in Deutschland gezeigten Retrospektive eindrucksvoll das Œuvre einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne.

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck präsentiert in einer umfassenden Retrospektive das Werk seiner Hauspatronin, der Schweizer Künstlerin Sophie Taeuber-Arp (1889 – 1943). Mit ihrem einzigartigen Œuvre leistete sie einen der bedeutendsten Beiträge zur Entwicklung der Avantgardekunst in Europa.

Als Ausdruckstänzerin beteiligt sich Sophie Taeuber-Arp zunächst an den Soiréen der Dadaisten. Als Malerin, Textilgestalterin, Plastikerin und später auch als Innenarchitektin entwickelt sie eine unverwechselbare Bildsprache: Ein Zusammenspiel von Form und Farbe, von Rhythmus und Balance. Ausgangspunkt und Ziel ihres frühen Schaffens ist es, die traditionelle Trennung von angewandter und freier Kunst aufzuheben und somit die Kunst in den Alltag zu integrieren. Durch ihre klaren geometrischen Kompositionen wird sie zur Schlüsselfigur der Konkreten Kunst.

Anhand von etwa 130 Werken wird das intensive wie facettenreiche Oeuvre dieser einflussreichen Künstlerin erlebbar. Gezeigt werden Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen – darunter ihre avantgardistischen Marionetten –, und Werke aus dem Bereich der angewandten Kunst, wie Woll- und Perlenwebarbeiten. Inspiriert durch ihr Gesamtwerk und angelehnt an die Inszenierung des einzigartigen Marionettenspiels »König Hirsch« wird ihr künstlerischer Weg einer Bühneninszenierung gleich nachgezeichnet. In die Ausstellung integriert wurde auch ein Dokumentarfilm über Sophie Taeuber-Arp von Christoph Kühn (© Ventura Film 1993).

Die Ausstellung ist gegliedert in sieben Gruppen, die jeweils einen Aspekt ihres Œuvres aufgreifen. Den Anfang bilden dabei die strengen horizontal-vertikalen Kompositionen. Das symbolhafte Andeuten von Figuren und Gegenständen verleiht ihrem Werk bis in die späten 1920er Jahre dazu einen besonderen Akzent. Zunehmend werden klare Ordnungen aus Quadrat und Kreis bestimmend für ihr Werk. Viele dieser Arbeiten zeigen zudem einen spielerischen Umgang mit den Formen. Losgelöst von jeder strengen Ordnung bilden die rhythmisch bewegten Linienbilder ihrer letzten umfassenden Schaffensperiode abschließend einen lebendigen Schwerpunkt.

Etwa die Hälfte der Exponate stammt aus dem hochkarätigen Sammlungsbestand des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Darüber hinaus werden ausgezeichnete Leihgaben aus Schweizer Privatbesitz sowie aus dem Bestand des Kunstmuseums Basel, des Aargauer Kunsthauses, Aarau, der Fondazione Marguerite Arp, Locarno und weiterer renommierter Sammlungen zu sehen sein.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kirchner Museum Davos. Sie wird gefördert durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und steht unter der Schirmherrschaft des Schweizerischen Botschafters Dr. Christian Blickenstorfer. Das Schweizerische Generalkonsulat wird den Empfang der Eröffnung ausrichten.
Die Ausstellung wird ergänzt durch ein umfangreiches Begleitprogramm mit öffentlichen Führungen, einer Osterferienaktion für Kinder mit Marionettenbau, einer Vorführung von Perlenwebkunst sowie einem Künstler- und einem Familienkurs hierzu.

Besonders hervorzuheben sind ein Künstlerkurs zum Ausdruckstanz mit Denise Steger (17./18.4.) sowie die Tanz- und Textperformance „Sophie tanzte und träumte“ von Nelly Bütikofer (11.5.2010, 19.30 Uhr). Im Zentrum der Performance steht das bildnerische Schaffen von Sophie Taeuber-Arp im Zusammenhang mit tänzerischen Formen und Texten von Hans Arp. Ihr Tanz war ein kreatives Spiel, welches sich in Raum und Zeit wie eine einmalige und vergängliche Plastik entfaltete.

Der ausstellungsbegleitende Katalog (Kerber Verlag, 36 , deutsch/englisch, 160 S.) wird herausgegeben von Karin Schick, Oliver Kornhoff und Astrid von Asten und enthält Beiträge von Astrid von Asten, Karin Schick und Britta Schröder sowie ein Prosagedicht von Friederike Mayröcker.

Pressekonferenz: Donnerstag, 4. März 2010, 11 Uhr

Eröffnung: Donnerstag, 4. März 2010, 19 Uhr

Download der Pressemitteilung (PM_Sophie_Taeuber-Arp_final.doc)

Download Biografie (Biografie_Sophie_Taeuber-Arp.doc)

Download Rahmenprogramm zur Ausstellung (PM_Rahmenprogramm_Sophie_Taeuber.doc)

Download Wandtexte in der Ausstellung (Wandtexte_gesamt.doc)

Pressefotos zu Sophie Taeuber-Arp


» Ausstellung »Karl Otto Götz "In Erwartung blitzschneller Wunder"« 28.3. bis 8.8.2010
» Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore« 28. März 2010 bis 18. Juli 2010
» »Sophie Taeuber-Arp 1889 – 1943. Bewegung und Gleichgewicht« 5. März - 6. Juni 2010
» Kunstkammer Rau: Das Auge des Sammlers - 5. Februar – 29. August 2010
» hier und dort. Arbeiten von Erwin Wortelkamp - 13. Dezember 2009 bis 14. März 2010



Rolandseck, 26.01.2010

Presseinformation

»Kunstkammer Rau: Das Auge des Sammlers«
5. Februar – 29. August 2010

Über 40 Meisterwerke aus fünf Jahrhunderten setzen die spektakuläre Reihe der Ausstellungsserie in der »Kunstkammer Rau« fort.

Nach dem großen Erfolg der Auftaktausstellung der Sammlung Rau für UNICEF im Arp Museum mit rund 45.000 Besuchern wird nun am 5. Februar eine zweite Schau eröffnet, die den Sammler Gustav Rau in den Mittelpunkt stellt.

Die Auswahl mit dem Titel „Das Auge des Sammlers“ wird wiederum in der eigens eingerichteten „Kunstkammer Rau“ gezeigt und steht erneut unter der kuratorischen Leitung von Professor Klaus Gallwitz. Als Entrée und Zentrum dient ein Werk des flämischen Malers Jan Siberechts (1627 – 1703) aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Gustav Rau erwarb das Gemälde »Kabinett eines Kunstliebhabers« im Dezember 1973 in London. Darauf präsentiert sich ein wohlhabendes Paar in einem prachtvoll ausgestatteten Salon inmitten der eigenen Sammlung von Skulpturen und Gemälden. Um dieses historische Gemäldekabinett herum gruppieren sich 14 weitere Gemälde aus der Sammlung Rau: Porträts, Stillleben und Landschaften. In so genannter »Petersburger Hängung« wird die von Siberechts gemalte Kunstkammer wieder lebendig, denn die Bilder nehmen Themen und Motive auf, die das Sammlerpaar des Goldenen Zeitalters in den Niederlanden bereits im Blick hatte. Sie sind Zeugen dafür, dass sich der Sammler Rau an solchen Vorbildern der Vergangenheit orientierte.

Zu beiden Seiten dieses zentralen Kabinetts laden weitere ausgewählte Gemälde ein zu einer Reise durch innere und äußere Räume. Sie zeigen den in sich versunkenen Heiligen Dominikus von El Greco (1541 – 1614) ebenso wie die lustvoll dahin gestreckte „schlafende Bacchantin“ von Gustave Courbet (1819 – 1877). Der Betrachter durchstreift stimmungsvolle niederländische Interieurs des goldenen Zeitalters, gelangt in sturmbewegte Barock-Landschaften und wagt den Gang auf Claude Monets (1840 – 1926) hölzerne Brücken des beginnenden Industrie­zeitalters. Auch dem Lieblingsmodell des impressionistischen Meistermalers Auguste Renoir (1841 – 1919) begegnet der Reisende.

Der Sammler Dr. Dr. Gustav Rau war ein außergewöhnlicher Mensch. Der 2002 verstorbene Arzt, Ökonom und Philanthrop widmete sein Leben den Kindern in Afrika und der Kunst. Seine wertvolle Sammlung vermachte er UNICEF, um so sein humanitäres Werk zu vollenden. Als einziges Kind einer Stuttgarter Industriellen­familie 1922 geboren, sollte er den elterlichen Autozulieferbetrieb übernehmen.

Doch im Alter von 40 Jahren beschloss er, seinem Leben eine Wende zu geben – und wurde Kinderarzt. Er verkaufte das Unternehmen und ging nach Afrika. In Ciriri im Ostkongo errichtete Rau ein Krankenhaus, das heute von UNICEF unterstützt wird. Daneben sammelte er Kunst und reiste auch von Afrika aus zu Auktionen in Paris, London und New York. Mit rund 800 Werken trug er eine der größten privaten Kunstsammlungen in Europa zusammen, die in ihrer Qualität ihresgleichen sucht.

Seit Anfang 2009 befindet sich eine Auswahl aus 240 hochrangigen Werken der Sammlung Rau als langfristige Leihgabe der UNICEF-Stiftung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Für sie wurde eine »Kunstkammer« eingerichtet, in der die wertvollsten und dem Sammler selbst liebsten Errungenschaften seines vierzigjährigen Sammlerlebens in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden.

Parallel zur aktuellen Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Spezialführungen und Kursen für die ganze Familie. Von Themenführungen zu »Stillleben in der niederländischen Malerei«, über den »Kunstgenuss im Kabinett des Sammlers« bis zu »Techniken der Portraitzeichnung von Mutter und Kind« ist für jeden etwas dabei. Die Höhepunkte bilden ein 3-tägiger Workshop (30. März – 1. April) zur »Darstellung von Raum und Landschaft in der Kunst von Gestern bis Heute« im Rahmen des Bonner KinderKunstKinder-Festivals sowie ein Rolandsecker Gespräch zwischen Professor Klaus Gallwitz (Kurator der Sammlung Rau) und Stefan Koldehoff (Kulturredakteur Deutschlandfunk), die sich mit der Frage »Sammeln – eine Obsession?« befassen.

Der ausstellungsbegleitende Katalog (DuMont Verlag) enthält neben einführenden Worten von Oliver Kornhoff, übergreifende Beiträge von Klaus Gallwitz, Susanne Blöcker und Claudia Seiffert. Die Objekttexte wurden von Susanne Blöcker und Wolfger Stumpfe verfasst. Neben den dokumentarischen Objekt-Fotos durchzieht eine spannungsreiche Bildstrecke von Detail-Aufnahmen des im Zentrum stehenden Bildes »Kabinett eines Kunstliebhabers« den Katalog.

Bildmaterial finden Sie auf der Presseseite der Homepage unter:
http://www.arpmuseum.org/html/service/fr_presse.html


Download der Pressemitteilung (Presseinformation_Rau II_final.doc)

Pressefotos

Einladung zur Pressekonferenz (Einladung_Pressekonferenz_Rau_II.doc)
Bitte ausfüllen und zurücksenden.



» Ausstellung »Karl Otto Götz "In Erwartung blitzschneller Wunder"« 28.3. bis 8.8.2010
» Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore« 28. März 2010 bis 18. Juli 2010
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» Kunstkammer Rau: Das Auge des Sammlers - 5. Februar – 29. August 2010
» hier und dort. Arbeiten von Erwin Wortelkamp - 13. Dezember 2009 bis 14. März 2010


Rolandseck, 01.12.2009

Pressemitteilung

Eine Ausstellung an drei Orten
»hier und dort. Arbeiten von Erwin Wortelkamp«
13. Dezember 2009 bis 14. März 2010

»Skulpturen suchen und finden ihren Ort.« Dieses künstlerische Credo des Bildhauers Erwin Wortelkamp (* 1938 in Hamm/Sieg) bildet den Ausgangspunkt für die Ausstellung »hier und dort«, die vom 13. Dezember 2009 bis zum 14. März 2010 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck sowie im »Haus für die Kunst« und dem neuen »Depositum« der Stiftung Erwin und Ulla Wortelkamp im Westerwald parallel gezeigt wird. Das jüngst fertiggestellte »Depositum« dient als Schaulager für die Arbeiten des Stiftungsgutes und wird anlässlich der Ausstellung eingeweiht.

Der 2008 mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnete Künstler inszeniert seine Skulpturen und Zeichnungen immer wieder neu im Innen- und Außenraum.

Hier – in Rolandseck beleben rund 50 groß- und kleinformatige Skulpturen aus Eisen, Holz und Bronze sowie einige Zeichnungen aus Wortelkamps unterschiedlichen Werkgruppen die Ausstellungs­flächen und definieren sie temporär neu. Die einzelnen Gebäudeteile und Außenareale werden dabei sensibel miteinander verbunden. Gleich einem Parcours bahnen sich die Arbeiten einen Weg vom Rheinufer über die Fassade des Bahnhofsgebäudes in dessen Foyer und entlang des Tunnels, bis sie schließlich ihren Platz in den Außenanlagen des Neubaus am Fuß des Rheinhanges finden. Das Zentrum der Ausstellung bilden die historischen Räume des Bahnhofs mit sieben großen, weiß gekalkten und grob bearbeiteten Holzarbeiten aus der Gruppe der »Liegenden«.

Die Auswahl der Arbeiten eröffnet dem Betrachter grundlegende Fragestellungen im Hinblick auf Erwin Wortelkamps vielfältiges skulpturales Schaffen. So auch die in intensivem Blau gefasste Arbeit »Große Blaue – für Ulla« aus dem Jahr 1986, die in ihrer ruhigen Präsenz einen kraftvollen Gegenpol zu der lebendig bewegten Skulpturengruppe »für Isa« bildet. Zarten, fragil anmutenden Positionen wie den »Wandstücken« stehen massive Werke wie »Dorfbaum Hasselbach« oder »Kopf II« gegenüber. Deren Stabilität verweist auf das wichtige Thema der Balance, das bei Arbeiten wie »Stand- und Spielbein« und »Gesockeltes Fragment« besonders augenfällig ist. Die Frage nach dem Zusammenspiel von Skulptur und Architektur stellen Arbeiten aus den Serien der »Kopfstücke«. Sie beziehen die Wände als Bestandteil der Skulpturen unmittelbar mit ein. Das Verhältnis von Skulptur und Umgebung sowie Skulptur und Betrachter thematisiert auch die Bronzeplastik »im Stande«, die Erwin Wortelkamp für das Projekt Skulpturenufer Remagen am Rhein zwischen Kripp und der Brücke von Remagen im Mai diesen Jahres realisiert hat.

Dort – im »Haus für die Kunst« und dem »Depositum« im Westerwald hat der Künstler seine bildhauerischen Kernthemen anhand sorgfältig ausgewählter Beispiele näher beleuchtet und erweitert. So haben sich in der Verbindung dreier einzigartiger Kunstorte die Bildwerke in einem eindrucksvollen Überblick über das bildnerische Schaffen Erwin Wortelkamps gesucht und gefunden.

Das Rahmenprogramm zur Ausstellung beinhaltet ein Künstlergespräch mit Erwin Wortelkamp, einen vom Künstler geführten Besuch der Ausstellungsorte im Westerwald, eine Kuratorenführung und einen Bildhauerkurs für Familien sowie öffentliche Führungen.

Donnerstag, 28. Januar 2010, 18 Uhr
Rolandsecker Gespräch: Erwin Wortelkamp im Gespräch mit Jutta Mattern (5 )

Sonntag, 21. Februar 2010, 14 Uhr
Kuratorenführung mit Jutta Mattern u. Besuch der neuen Skulptur »im Stande«
(2,50 + Museumseintritt)

Sonntag, 28. Februar 2010, 14 Uhr
Führung mit Erwin Wortelkamp im »Haus für die Kunst« und »Depositum« (www.im-tal.de)

Sonntag, 7. März 2010, 15 – 17 Uhr
Bildhauerkurs für Familien: Schnitzen, Sägen, Feilen
(Kinder ab 9 J. 2,50 , Erwachsene 5 ), Anmeldung unter Tel. 022 28/9425-63

Öffentliche Führungen
Am zweiten Sonntag jeden Monats, jeweils 15 Uhr (2 + Museumseintritt)

Zur Ausstellung erscheint Ende Januar 2010 ein Katalog im Salon Verlag, Köln, der eine fotografische Dokumentation der drei Ausstellungsorte enthalten wird.

Der Künstler wird zur Pressekonferenz und zur Eröffnung der Ausstellung anwesend sein.

Pressekonferenz: Donnerstag, 10. Dezember 2009, 11 Uhr, Bahnhof Rolandseck
Anschließend Besuch der Ausstellungsorte im Westerwald.

Eröffnung I: Sonntag, 13. Dezember 2009, 11 Uhr, Bahnhof Rolandseck
Eröffnung II: Sonntag, 13. Dezember 2009, 15.30 Uhr, Haus für die Kunst, Westerwald
Eröffnung III: Sonntag, 13. Dezember 2009, 17 Uhr, Einweihung »Depositum«, Westerwald

Für die Einweihung des Depositums bitte anmelden unter Tel. 02686/ 604 oder
ullawo@t-online.de.

Öffnungszeiten Rolandseck
Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr

Eintrittspreis Rolandseck
4 , erm. 2 (nur Bahnhof) oder 8 , erm. 6,50 (Arp Museum + Bahnhof)

Öffnungszeiten Haus für die Kunst und Depositum
Fr, Sa, So nur nach Vereinbarung unter Tel. 02686/ 604 oder Email: post@im-tal.de


Download der Pressemitteilung (PM_Erwin_Wortelkamp.doc)

Pressefotos Erwin Wortelkamp


» Ausstellung »Karl Otto Götz "In Erwartung blitzschneller Wunder"« 28.3. bis 8.8.2010
» Ausstellung »Simone Demandt. Dunkle Labore« 28. März 2010 bis 18. Juli 2010
» »Sophie Taeuber-Arp 1889 – 1943. Bewegung und Gleichgewicht« 5. März - 6. Juni 2010
» Kunstkammer Rau: Das Auge des Sammlers - 5. Februar – 29. August 2010
» hier und dort. Arbeiten von Erwin Wortelkamp - 13. Dezember 2009 bis 14. März 2010

Weitere Informationen:
Leiterin Kommunikation
Claudia Seiffert M.A.
Tel.: +49 (0)2228 9425-39
Mobil: +49 (0)172 634 6269
Fax +49 (0)2228 9425-21
e-mail: seiffert@arpmuseum.org