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Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


Rolandseck, 11. April 2014

Presseinformation

Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih von Arp-Citybikes des Arp Museums Bahnhof Rolandseck

Zwölf ortsbezogene Skulpturen bekannter Künstler von Johannes Brus bis zu Peter Hutchinson konnten seit dem Jahr 2000 vom Arp Museum in Zusammenarbeit mit der Stadt Remagen im Rahmen des Projektes »Skulpturenufer Remagen« realisiert werden.

Passend zum Frühlingsbeginn hat Joachim Manz in Rolandswerth eine zweiteilige Skulptur realisiert, die Radreisenden und Wanderern eine ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit unter freiem Himmel bietet. Der malerische Titel »Rheinschlafen« verrät bereits, das die Konstruktion aus geflochtenen Weidenruten, Holz und Aluminiumblechen einen Zufluchtsort in unmittelbarer Nähe des Rheins bietet. Dieses romantische Kleinod lädt Reisende wie Flaneure dazu ein innezuhalten, zu entspannen, zu träumen und Teil einer einzigartigen Landschaft zu werden.

Eine Reflexion über den ästhetischen Wert von Unstimmigkeiten und Inkorrektheiten regt die Arbeit »LAPSUS« des Künstlers Michael Volkmer an. »LAPSUS«, lateinisch für Ausrutscher, wird von dem Künstler, der in Rheinland-Pfalz lebt und arbeitet, als Synonym für einen geringfügigen, unwillkürlichen Fehler verstanden. Auf 7 Metern entlang des Rheins im Süden von Remagen setzt Michael Volkmer diesen Gedanken um, indem er ohne das Bodenniveau zu verändern die grauen Verbund-Pflastersteinde des Leinpfads durch eingefärbte Steine ersetzt, die das Wort »LAPSUS« bilden. Ganz im Sinne Hans Arps greift Michael Volkmer damit dessen künstlerisch besetzten Begriff der Metamorphose auf, die durch das Aufbrechen bestehender Ordnungen im Sinne einer Verwandlung eine neue Form bildet.

»Das 2000-jährige Bestehen der Stadt Remagen war der Anlass, um die Idee eines dauerhaften Kunstprojektes entlang des Rheinufers in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck zu etablieren«, erläutert der Bürgermeister der Stadt Remagen und Vorstandsmitglied der Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck Herbert Georgi. Das Skulpturenufer-Projekt greift den Gedanken von Hans Arp auf, Kunst in das Leben und die Natur zu integrieren. Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff erklärt das Gestaltungsprinzip des Skulpturenufers wie folgt: »Erst auf den zweiten Blick werden die Kunstwerke als solche wahrgenommen. Man muss auch hier einen solchen riskieren, um diese subtile, aber dennoch intensive künstlerische Intervention wahrzunehmen«.

Um die Werke auf 14 km entlang des Rheinufers entspannt »erfahren« zu können, bietet das Museum ab sofort geführte Fahrradtouren auf einem der schönsten Abschnitte des

Rheintals mit Ausblicken auf den berühmten Drachenfels, das Siebengebirge oder die Erpeler Ley an. Gruppen bis zu 20 Personen bringen entweder ihre eigenen Fahrräder mit, oder sie mieten die neuen Arp-Citybikes. Das Künstlerduo SCHUH/VOLKMER hat die orangen Fahrräder mit originellen Details ausgestattet. Familien, Einzelpersonen und Kleingruppen können ebenfalls nach telefonischer Anmeldung von dem neuen Verleihservice in Zusammenarbeit mit der Stadt Remagen und dem Remagener Fahrradhersteller Schauff profitieren. Damit Fahrrad-Abenteurer sich entlang des Skulpturenufers orientieren können, hat das Arp Museum einen kostenlosen Übersichtsplan zusammengestellt, der an der Museumskasse erhältlich ist.

Information und Fahrradreservierung: Tel. 02228/94 65-63 oder per Mail an fuehrungen@arpmuseum.org

Ausführliche Informationen zum Skulpturenufer: www.arpmuseum.org

Das Projekt »Fahrradtourismus am Skulpturenufer Remagen« wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete im Rahmen des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms »Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung« (PAUL)

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz

Mit freundlicher Unterstützung von Schauff – Fahrräder made in Remagen   » http://www.schauff.de

» Download der Pressemitteilung mit Foto (Pressemitteilung_Skulpturenufer_und_Arp_Fahrradverleih.pdf)

» Download (Flyer_Skulpturenufer.pdf)


Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


Rolandseck, 11. April 2014

Presseinformation

Ausstellung »Das verlängerte Bild.
Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
13. April bis 3. August 2014

Die surrealistisch anmutenden Traumszenarien der Kölner Künstlerin Ursula Wevers verwandeln den ehemaligen Künstlerbahnhof Rolandseck in einen imaginierten Sehnsuchtsort. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin hebt in einer umfassenden monografischen Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck die Grenzen zwischen Photographie und Videokunst auf und erforscht so die Gemeinsamkeiten und Differenzen von photographischem und filmischem Bild.

Seit über 30 Jahren prägt der höchst artifizielle Ansatz von Ursula Wevers‘ Arbeiten die deutsche Photographieszene. Das Thema der Zeitlichkeit bestimmt ihre Herangehensweise an die Medien Film und Photographie. Die Künstlerin arbeitet hauptsächlich mit Serien von Photographien, die sich motivisch nur in Nuancen unterscheiden und durch ihren summarischen Charakter zu großflächigen Querformaten verbinden. Die einzelnen Motive der Sequenzen wiederholen sich nicht identisch, sondern stellen eine Abfolge dar, die stets durch den schwarzen unbelichteten Balken zwischen den einzelnen Aufnahmen rhythmisiert wird. Wevers erreicht dies, indem sie Motive mehrfach von einem Standort aus ohne Stativ fotografiert, dabei aber bedingt durch ihre eigene Bewegung und Atmung immer feine motivische Unterschiede verursacht. Kombiniert mit außergewöhnlich langen Belichtungs.zeiten innerhalb der Serien kann die Künstlerin auf diese Weise Zeitspannen festhalten und das Verrinnen der Zeit photographisch abbilden. Analog zu den photographischen Arbeiten lässt die ehemalige Professorin für Photographie und Videokunst in ihren filmischen Werken der Zeit freien Lauf und verzichtet auf szenische Schnitte. Der einzelne Moment wird nicht eingefroren, sondern ausgedehnt und dynamisiert, was der Titel der Ausstellung »Das verlängerte Bild« bereits andeutet. Jedes Bild hat eine eigene Geschichte, die vom Betrachter in ihrer Ganzheit erfasst werden will. Zu diesem Zweck vereinen sich Standbild und Bewegungsbild. Ursula Wevers scheint die unmögliche Aufgabe zu bewältigen, die Wirklichkeit in ihren Werken festzuhalten. Der Besucher kann sich in der zeitlichen Entgrenzung fallenlassen und erlebt einen fast meditativen Zustand entschleunigter Betrachtung, bei der sein Wahrnehmungsvermögen auf eine kreative Probe gestellt wird.

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt eine Auswahl von über dreißig Photographien und Videofilmen von Ursula Wevers, darunter noch nie gezeigte Werke, wie »CGM Renoir«, das mit einer Länge von dreizehn Metern konventionelle Photographie.formate erweitert. Die Künstlerin arbeitet von ihrem Atelier in der Eifel aus und ist dem Land Rheinland-Pfalz durch zahlreiche Ausstellungsprojekte eng verbunden. »Auch wenn Ursula Wevers‘ Photo- und Videomotive in Hamburg, Rom, Venedig, Budapest oder der Bretagne aufgenommen werden – ihre Vollendung finden die Kunstwerke anschließend in Wevers‘ Atelier in der Eifel. So ist es nur folgerichtig, dass sie nun endlich auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu sehen sind«, erklärt Manfred Geis, Vorsitzender des Kulturausschusses im rheinland-pfälzischen Landtag und Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

Alle Arbeiten zeichnen sich durch ein Spannungsverhältnis von Stillstand und Bewegtheit aus. Die filmischen Arbeiten nähern sich durch feste Kameraposition und Konzentration auf langsame, kaum wahrnehmbare Abläufe statischen Bildern an. Ursula Wevers, die ihre Karriere als Videokünstlerin begann und 1976 mit der Abteilung für Film und Video an der Kunstakademie Düsseldorf die erste institutionelle Plattform für Videokunst gründete, bewegt sich heute kunstvoll zwischen den Medien.

Sie entwickelt filmische Handlungsmomente aus einer behutsamen Bewegungsentfaltung. Ähnlich den »verlängerten Photographien«, die durch die motivische Verschiebung und Verdichtung die Lesart einer Serie erreichen, wirken auch die einzelnen Filmaufnahmen als genuin photographische Bilder. Momente des Filmischen und die Technik der Montage bestimmen auf der anderen Seite die photographischen Arbeiten, so dass Ursula Wevers eine Verflechtung der verschiedenen Medien erreicht.

Schwebende Statuen, sehnsuchtsvolle Fensterausblicke, sanft treibende Schiffe: die Motive in Wevers‘ Arbeiten scheinen als atmosphärisch entrückte Gegenstände vor einem Hintergrund aus geheimnisvollen Blau- und Grüntönen. Der assoziative Charakter der Bilder und ihre scheinbare Unbestimmtheit versetzen den Betrachter in eine Traumwelt, die in der Tradition der romantischen Bildersehnsucht steht. Ursula Wevers vermag es dieses Sehnsuchtsprinzip mit einem planvoll-analytischen Diskurs über die Möglichkeiten und Grenzen des photographischen Mediums zu verbinden und lässt so rationale Klarheit und emotionale Sehnsucht verschmelzen. Die surrealistisch-magische Wirkung der Bilder bewegt sich zwischen Melancholie, Mystik und Poesie und ist eine Folge der kunstvollen Inszenierung. Bildtitel wie »Sur terre et sur mer« und »Bellerophona« sind als verheißungs.volle Rätsel angelegt, die von den Betrachtern entschlüsselt werden wollen.

»Im Themenjahr der menschlichen Dimensionen im Arp Museum Bahnhof Rolandseck widmen wir Ursula Wevers‘ Ausstellung vor allem der zeitlichen Dimension des Menschen. Die wohl wesentlichste menschliche Dimension des Phänomens Zeit erfahren wir durch ihr kontinuierliches Fließen. In unserem (Er-)Leben unterscheiden wir die Vergangenheit und Zukunft dadurch, dass sie von einer sich immerfort verschiebenden Grenze namens Gegenwart getrennt wird. Wir freuen uns sehr, dass diese Ausstellung nun Teil der Gegenwart, Zukunft und irgendwann auch einmal der Vergangenheit unseres Museums ist und laden die Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich Zeit zu nehmen, genau hinzusehen und die individuelle Wahrnehmung von Zeitläufen zu erleben«, so Dr. Oliver Kornhoff, Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Salon Verlag, Köln, Preis 18 Euro.

Presserundgang am Freitag, 11. April 2014, 11 Uhr

Eröffnung am Sonntag, 13. April 2014, 11 Uhr
Es sprechen: Dr. Oliver Kornhoff (Direktor AMBR), Manfred Geis, Vorsitzender des Kulturausschusses im rheinland-pfälzischen Landtag und Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Landes-Stiftung AMBR und Jutta Mattern (Kuratorin)

Zur Ausstellung bietet das Arp Museum ein vielfältiges Begleitprogramm an:

Öffentliche Führungen
ab dem 13. April 2014 jeweils am zweiten Sonntag im Monat, 15 Uhr
Kosten: 2 Euro, zzgl. Eintritt

Dialogführung »Der entschleunigte Blick«
Ursula Wevers – Raum. Zeit. Bild.
Samstag, 26. April 2014, 11.30 – 13 Uhr
Kosten: 12 Euro für Führung + Eintritt

Kostenlose Fortbildung für Erzieher/innen und Lehrer/innen
Dienstag, 29. April 2014, 16 – 18 Uhr

Muttertag im Museum
Öffentliche Führungen und Modellbauworkshop »Hoch hinaus«
Sonntag, 11. Mai 2014, 12 – 17 Uhr
Führung: 2 Euro zzgl. Museumseintritt, Workshop: 3,50 Euro

Künstlerkurs
Helmut Reinelt – Einstieg in die Konzeptionelle Fotografie
Samstag u. Sonntag 17. und 18. Mai 2014, 11–17 Uhr
Kosten: 120 Euro

Kunst mit Kind und Kegel
Freitag, 13. Juni 2014, 15 – 16.30 Uhr
Kosten: 15 Euro für Führung, Workshop und Eintritt für (Groß)Eltern und eigene (Enkel)Kinder; 3,50 Euro für jedes weitere Kind

Konzert »Wind und Blau«
Nancy Laufer, Akkordeon, spielt in der Ausstellung von Ursula Wevers ausgewählte Werke aus vier Jahrhunderten von Coelho, Scarlatti, Granados, Pacalet, Cage u.a.
Samstag, 14. Juni 2014, 15 – 16 Uhr

Kuratorenführung zu »Ursula Wevers« mit Jutta Mattern
Sonntag, 15. Juni 2014, 12 Uhr
Kosten: 3,50 Euro, zzgl. Museumseintritt

Buchbare Workshops für Schulklassen und Kindergärten
90 Minuten / Kosten 50 Euro pro Stunde, zzgl. Museumseintritt in Höhe von 3,50 p.P. und Materialkosten

Ursula Wevers – Das verlängerte Bild
Wir zeichnen, kleben oder drucken kleine Bilderfolgen in Form von Leporellos oder Daumenkinos.
Für alle Altersklassen.

Ursula Wevers – Medienwerkstatt
Wir fotografieren verschiedene Motive in kleinen Serien, die anschließend am Computer digital bearbeitet und zusammengefügt werden. Darüber hinaus arbeiten wir mit Polaroid Fotos, die in Ursula Wevers Fotoarbeiten ebenfalls eine Rolle spielen.
Für Sek. I und Sek. II. (Begrenzte Teilnehmerzahl)

Anmeldung für alle Kurse und Themenführungen bis 10 Tage vor Kursbeginn unter Tel. 02228-942563 oder fuehrungen@arpmuseum.org.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr

Eintrittspreise: 4 €, erm. 2 € (nur Bahnhof Rolandseck); 9 €, erm. 7 € (ganzes Museum)

» Download der Pressemitteilung (PM_Ursula_Wevers.docx)

» Download (Flyer_Ursula_Wevers.pdf)

» Pressefotos zu Ursula Wevers


Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


Rolandseck, 06.04.2014

Presseinformation

Ausstellung »Macht. Wahn. Vision.
Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
6. April bis 31. August 2014

Unstillbar scheint der Wunsch des Menschen, sich mit dem Turm immer wieder aufs Neue in Beziehung zu setzen: der Turm zur Sicherung von Herrschaft und Macht, als Zeichen von Größe und Dominanz, der Turm als Projektionsfläche seiner Träume und Visionen. Mit einer großen Schau von über 40 internationalen, überwiegend zeitgenössischen künstlerischen Positionen zum Verhältnis von Turm und menschlicher Figur setzt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck seine inhaltliche Erkundung der »Menschlichen Dimensionen« im Themenjahr 2014 fort.

Das Beziehungsgeflecht von Mensch und Turm ist komplex. Es spiegelt sich wieder in einem abwechslungsreichen Spektrum von Arbeiten, die zwischen Turm und menschlicher Figur oszillieren. »Die Verbindung von Mensch und Turm erfahren die Besucher im Arp Museum am eigenen Leib«, so der Vorstandsvorsitzende der Landes-Stiftung, Kultur­staatssekretär Walter Schumacher. »Hoch über dem Fluss erhebt sich der Museumsneubau von Richard Meier gleich einer modernen Rheinburg. Allein die Fahrt 40 Meter hinauf in den gläsernen Aufzugturm ist ein körperliches Erlebnis, das von der atemberaubenden Aussicht bei der Ankunft gekrönt wird. Nachts wird er dann als veritabler Leuchtturm zum Orientierungspunkt im nördlichen Rheinland-Pfalz«.

Die Symbolfunktion des Turmes ist fester Bestandteil der kollektiven Wahrnehmung, sei es in dem Märchen von Rapunzel oder in der Legende der Heiligen Barbara, die als vermutlich erste Turmgeschichte des christlichen Abendlandes von der Standhaftigkeit des Glaubens der schönen Barbara von Nikomedien in ihrem Turmgefängnis erzählt. Der Museumsneubau des Arp Museums mit seinem strahlend weißen Aufzugturm wird im Rahmen der Ausstellung von der renommierten Klangkünstlerin Christina Kubisch mit einer skulptural gestalteten Klanginstallation in einen Rapunzelturm verwandelt. So führt schon der Weg zur Ausstellung die Besucher an einem riesigen Rapunzelzopf vorbei und der Aspekt der Turmbetrachtung wird unmittelbar erlebbar.

Die Künstler der Ausstellung, von Jörg Immendorf über Romuald Hazoumè bis zu Madeleine Dietz setzen sich mit dem Turm als Anknüpfungspunkt auf beeindruckend vielfältige und mitunter auch humorvolle Weise auseinander. Die Verbindung von Turm und Mensch ist das gestaltende und verbindende Element der einzelnen Werke.

Die Materialvielfalt und der Phantasiereichtum der unterschiedlichen Positionen eröffnen in ihrer Kombination überraschende Einblicke in ein Thema, das sich an der Grenze zwischen Architektur und Skulptur bewegt und zum spielerischen Umgang mit scheinbar festgelegten Kategorien einlädt.

Einen Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Skulptur »Turmmensch Trier« von Hans Arp aus dem Jahr 1961. Das Thema der Symbiose bestimmt diese auf den ersten Blick untypische Arbeit aus dem Spätwerk Arps. Die gerade einmal 11 cm hohe Bronzefigur ist ein spontaner Ausdruck seines Besuches im römisch geprägten Trier und zeugt von dem menschlichen Bedürfnis, sich mit all dem, was die Natur und der Mensch hervorgebracht haben, wieder zu verbinden. Dagegen untersucht die raumgreifende audiovisuelle Installation »Nothing stops a New Yorker« des irischen Künstlers Malachi Farrell die unheilvolle Allianz von Mensch und Turm. Im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 zeigt Farrell mit aus simplen Pappkartons gestalteten, aber präzise elektronisch gesteuerten, bewegten Hochhaustürmen die Verletzlichkeit der westlichen Kultur auf. Mit der Vergänglichkeit von Turm und Mensch beschäftigt sich der »Babel Fat Tower« des mexikanischen Künstlers Ràul Ortega Ayala. Vor den Augen der Besucher schmilzt der aus Fett modellierte babylonische Turm unter dem Wärme abstrahlenden Licht der aufgebauten Scheinwerfer und wird zerstört. Der britische Bildhauer Tony Cragg setzt aus metallenen Scheiben und Zylindern sowie kreisförmigen Fundstücken kegelförmige Skulpturen zusammen, die trotz ihres massiven Materials fragil und feingliedrig erscheinen. Ihre Form zeugt von der historischen Bedeutung der Kirchtürme für die Menschen vergangener Epochen, ihr Material von Aufstieg und Verfall industrieller Produktion.

»Der Bezug zu Türmen ist nicht nur in den Arbeiten der Ausstellung und der Architektur des Hauses zu finden, sondern setzt sich noch rheinkilometerweit in den zahlreichen Werken des Skulpturenufers Remagen fort«, erklärt Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff. Der zentrale Turm der »geheimen gärten rolandswerth« von Caro Bittermann und Peter Duka sowie der einige Kilometer weiter südlich gelegene gewaltige »Regenfänger« von Eberhard Bosslet auf der Mole des Hafens Oberwinter sind Beispiele für Kunsttürme im öffentlichen Raum. »Der etwa zwölf Meter hohe Turm aus Holz und Stahl ist ein besonderer Blickfang, der wie ein Molenfeuer als künstlerische Navigationshilfe dient« erläutert Oliver Kornhoff. Als Auftragsarbeit zur Ausstellung hat das Künstlerduo SCHUH/VOLKMER das Apartment für Gastkünstler des Arp Museums in einen inspirierenden Ort und modernen Elfenbeinturm verwandelt. In der Tradition von Sophie Taeuber-Arps avantgardistischer Neugestaltung des Veranstaltungszentrums Aubette in Straßburg und dem von Anton Henning entworfenen Kunstbistro Interieur No. 253 im Bahnhof Rolandseck gelingt SCHUH/VOLKMER die Neuinterpretation der Gästewohnung als Gesamtkunstwerk. Wandmalereien, Grafiken, Fotoarbeiten und eigens entworfene Möbel ergänzen sich zu einer harmonischen Konzeption des Gesamtraumes, die den Besucher einlädt seine Kreativität zu entfalten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit den städtischen Museen Heilbronn.

Pressekonferenz am Freitag, 4. April 2014, 11 Uhr

Eröffnung am Sonntag, 6. April 2014, 11 Uhr
Es sprechen Dr. Oliver Kornhoff (Direktor AMBR), der Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz Thomas Metz (Vorstandsmitglied der Landes-Stiftung AMBR) und die Kuratorin Jutta Mattern.

Zur Ausstellung bietet das Arp Museum ein vielfältiges Begleitprogramm an:

Öffentliche Führungen
ab dem 20. April 2014 jeweils am dritten Sonntag jeden Monats, um 15 Uhr

Kostenlose Fortbildung für Erzieher/innen und Lehrer/innen
am Dienstag, 8. April und Donnerstag, 10. April 2014, 16 bis 18 Uhr

Kunst mit Kind und Kegel
am Freitag, 9. April, 15 bis 16.30 Uhr
(Kosten: 15 Euro für Führung/Workshop/Eintritt, pro weiteres Kind 3,50 Euro)

Museumsfest für Familien
mit kostenlosem Eintritt und Workshops
am Ostermontag, 21. April 2014, 11 bis 18 Uhr
Öffentliche Führungen zur Ausstellung und Modellbauworkshop »Hoch hinaus!«
Wir bauen hohe und schlanke, kurze und dicke, runde und eckige, weiße und bunte, glatte und raue Türme aus unterschiedlichen Materialien als kleine Modelle, so groß wie wir selber oder »bis zum Himmel«.

Muttertag im Museum
am Sonntag, 11. Mai 2014, 12 bis 17 Uhr
Kuratorenführung durch die Ausstellung mit Jutta Mattern und Mitglieder der Friseur-Innung Ahrweiler flechten unter dem Motto »Rapunzel, lass dein Haar herunter« - Turmfrisuren und Rapunzelzöpfe für die BesucherInnen. Materialkosten: 5 Euro

Vatertag im Museum
am Donnerstag, 29. Mai 2014, 15 Uhr
Öffentliche Führung und paralleler Kinderworkshop »Hoch hinaus!«
Kosten für die Führung: 2 Euro zzgl. Museumseintritt, Workshop 3,50 Euro

Dialogführung »Der entschleunigte Blick«
am Samstag, 31. Mai 2014, 11.30 bis 13 Uhr
Kosten: 12 Euro für Führung und Eintritt

Rapunzel & Co.
Traumtürme und Turmmärchen

Inspiriert von den vielen Türmen in der Ausstellung und in verschiedenen Märchen zeichnen oder malen wir unsere Traumtürme und erfinden eigene Turmmärchen. Aber auch die Möglichkeit Kostüme in Anlehnung an die Gestalt von Türmen anzufertigen besteht.
Für alle Altersklassen.

Buchbare Workshops (90 Minuten)
Kosten: 50 Euro pro Stunde zzgl. Museumseintritt und Materialkosten (private Gruppen)
Für Schulklassen und Kindergärten 3,50 pro Person

Anmeldung für alle Kurse und Themenführungen bis 10 Tage vor Beginn unter Tel. 02228/9425-63 oder an fuehrungen@arpmuseum.org.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber Verlag, Preis 24 Euro.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr

Eintrittspreise: 9 €, erm. 7 €

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Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


27.03.2014

Stellungnahme

Zur Rede der CDU-Oppositionsvorsitzenden im Landtag von Rheinland-Pfalz, in der erneut versucht wurde, das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zu skandalisieren, erklärt Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff:

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist das bestbesuchte Kunstmuseum in Rheinland-Pfalz mit rund 82.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2013. Der Neubau des Pritzker-Preisträgers Richard Meier macht das Museum in Verbindung mit dem historischen Bahnhofsgebäude in spektakulärer landschaftlicher Lage und mit einer hochwertigen Gastronomie zu einem herausragenden Anziehungspunkt für nationale und internationale Touristen im nördlichen Rheinland-Pfalz. So konnten die Besucherzahlen im vergangenen Jahr um 19 % gesteigert werden.

Attraktive Ausstellungen mit renommierten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, mit Werken eines der bedeutendsten Künstlerpaare der Moderne, Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp sowie deren Zeitgenossen und die ein breites und zahlreiches Publikum anziehenden Präsentationen aus der Sammlung Rau für UNICEF fügen sich mit einem einzigartigen Kammermusikfestival sowie einer Konzert- und Literaturreihe zu einem Kulturprogramm von höchster Qualität.

In den vergangenen Jahren konnten dadurch internationale Kooperationen mit bedeutenden Kunstmuseen wie der Londoner Tate Modern, der National Gallery of Ireland, dem niederländischen Kröller-Müller-Museum, dem Groninger Museum sowie dem Louisiana Museum in Dänemark aufgebaut werden. Ein reger Leihverkehr mit herausragenden Museen und Sammlungen wie dem Musée d’Orsay und dem Musée Marmotton Monet in Paris, der Sammlung Thyssen-Bornemisza in Madrid oder den Schweizer Kunstmuseen in Basel und Aarau hat das Arp Museum zu einem ebenbürtigen Partner auf internationalem Niveau werden lassen.

Wertvolle Schenkungen und Dauerleihgaben im Gesamtwert von rund 16 Mio. Euro wurden dem Arp Museum seit 2008 anvertraut, darunter bedeutende Werke des rheinland-pfälzischen Ausnahmekünstlers K. O. Götz aus den Sammlungen Posselt und Quadt, eine große Außenskulptur von Alexander Calder und die Arp-Skulptur „Bukolische Landschaft“.

Ausgezeichnet wurde insbesondere die engagierte pädagogische Arbeit des Arp Museums, unter anderem 2013 mit dem DAVID, dem ersten Preis der deutschen Sparkassenstiftungen und mit einem Preis im nationalen Wettbewerb „Kinder zum Olymp“.

» Download der Pressemitteilung (Arp_Museum_Stellungnahme_270314.doc)


Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


Rolandseck, 07.02.2014

Presseinformation

Ausstellung »Sammlung Arp 2014.
Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
9. Februar bis 1. Juni 2014

»Der Mensch ist eine schönheitstrunkene Spinne.
Der Mensch ist ein reißender Wolf, der Kuckuck ruft.«

Mit diesen poetischen Worten führt uns der Hauspatron Hans Arp in das Themenjahr 2014 »Menschliche Dimensionen« im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Das Arp Museum widmet sich 2014 sowohl den physischen als auch den spirituellen Aspekten der menschlichen Existenz. Im Fokus der aktualisierten Sammlungspräsentation Arp 2014 steht daher die Beschäftigung mit dem Thema »Figur« bei Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp und ihrem Künstlerfreund Alexej von Jawlensky.

»Das Zusammentreffen der Freunde Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky ist in künstlerischer wie in kulturhistorischer Sicht ein wunderbarer Anlass, das Arp Museum zu besuchen“, so der Vorstandsvorsitzende der Landes-Stiftung, Kulturstaatssekretär Walter Schumacher. „Anlässlich des 150. Geburtstages von Jawlensky ermöglicht die Ausstellung eine Wiederbegegnung der drei Erneuerer der abstrakten Kunst.«

Der Maler, Bildhauer und Dichter Hans Arp (1886 – 1966) fand über die Beobachtung von Wachstums- und Wandlungsprozessen in der Natur zu seiner abstrakt-organischen Formensprache. Neben den »Metamorphosen« bilden die »Konstellationen«, zellähnliche, bewegte Ovale, grundlegende Gestaltungsprinzipien. Aber auch die Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt nimmt einen wichtigen Platz in seinem Schaffen ein. Von frühen figürlichen Bleistiftzeichnungen über die Umsetzung von menschlichen Körperteilen in eine surreale Objektsprache bis hin zu zahlreichen »Poupées« – puppenförmigen Körpersilhouetten – zeigt die Ausstellung diesen Zusammenhang auf. Erstmals präsentiert das Arp Museum in der Sammlungsausstellung die neue Dauerleihgabe »Bukolische Landschaft«. Die bronzene Außenskulptur Hans Arps von 1963 gestattet als Zwitterwesen zwischen Figur und Landschaft dem Betrachter einen Interpretationsspielraum. Auf der Außenterrasse des Richard Meier-Neubaus tritt sie in einen spannungsreichen Dialog mit der umgebenden Landschaft von Rheintal und Siebengebirge.

Dagegen setzt die zweite Patronin des Arp Museums Sophie Taeuber-Arp (1889 – 1943) Bezüge zur menschlichen Figur in den klaren Ordnungen geometrischer Abstraktion um. Ihre einmalige avant­gardistische Bildsprache entfaltet sie neben anderen Medien auch in textilen Entwürfen, einem Wandteppich und Perlenarbeiten.

Das menschliche Antlitz wiederum faszinierte den russisch-deutschen Maler Alexej von Jawlensky (1864 – 1941). Beeinflusst vom Expressionismus und der Künstlergruppe »Blauer Reiter« fand er seinen ganz individuellen Weg in die Abstraktion. In den letzten 20 Jahren seines Lebens umkreist er fast ausschließlich ein Thema, indem er das Gesicht des Menschen immer weiter entindividualisiert und abstrahiert, bis er schließlich zu einem meditativen Andachtsbild gelangt. Am Beispiel der »Heilandsgesichter« – die über die menschliche Dimension hinaus auch in eine göttliche reichen – und anhand einer Reihe »Abstrakter Köpfe« wird Jawlenskys einzigartiges Arbeiten in Serie deutlich.

Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff resümiert: „Die in Teilen neu konzipierte Sammlungspräsentation stellt die Werke von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp in einen künstlerischen Dialog mit denen ihres Künstlerfreundes Alexej von Jawlensky, den die beiden 1917 in der Schweiz kennen lernten. Von der Wertschätzung der Arps für Jawlensky zeugt ein Brief von 1934: ‚Besonders aber möchten wir ihnen sagen wie sehr wir ihre große Kunst lieben. Sie gehören zu den wesentlichsten Vorkämpfern der neuen Kunst‘. Gleichermaßen zeigt die Ausstellung Unterschiede und Ähnlichkeiten auf, denn das Arbeiten in Serien oder Variationen ist ein zentrales Prinzip im Oeuvre dieser drei Vorreiter der Abstraktion.“

Die 14 Werke Jawlenskys in der Ausstellung sind eine großzügige Leihgabe des Museums Wiesbaden, das weltweit über das zweitgrößte Konvolut an Werken eines der bedeutendsten Künstler der Klassischen Moderne verfügt.

Presserundgang am Freitag, 7. Februar 2014, 11 Uhr

Eröffnung am Sonntag, 9. Februar 2014, 11 Uhr
Es sprechen: Dr. Oliver Kornhoff (Direktor AMBR) und Kulturstaatssekretär Walter Schumacher (Vorstandsvorsitzender der Landes-Stiftung AMBR)

11.30 – 17.30 Uhr »AufDADAtakt« mit freiem Eintritt und kostenlosem Programm, u.a. Jonglage-Vorführung, Führungen zur Sammlung Arp 2014, Kostümführung in der Porträt-Ausstellung und DADA-Performance mit dem international renommierten Künstler Florian Kaplick. Speisen und Getränke vom Förderverein der Janusz-Korczak-Schule.

Zur Ausstellung bietet das Arp Museum ein vielfältiges Begleitprogramm an:

Öffentliche Führungen
ab dem 23. Februar 2014 jeweils am vierten Sonntag jeden Monats, um 15 Uhr

Fortbildung für Erzieher/innen und Lehrer/innen
am Dienstag, 11. Februar, 16 bis 18 Uhr

Kunst mit Kind und Kegel
am Freitag, 14. Februar, 14.30 bis 16 Uhr
(Kosten: 15 Euro für Führung/Workshop/Eintritt, pro Kind 3,50 Euro)

Dialogführung »Der entschleunigte Blick«
am 22. Februar, 11.30 bis 13 Uhr (Kosten: 12 Euro für Führung und Eintritt)

Kuratorenführung
mit Astrid von Asten am Sonntag, 26. März, 15 Uhr (3,50 € zzgl. Eintritt)

Workshop Perlenarbeiten mit Uta Bamberger: Sophie Taeuber-Arp trifft Tara Donovan
am Sonntag, 23. Februar, 11 bis 17 Uhr (65 € inkl. Material)

Buchbare Workshops für Schulklassen und Kindergärten
(90 Minuten / Kosten 50 Euro pro Stunde, zzgl. Museumseintritt in Höhe von 3,50 p.P. und Materialkosten)

Hans Arp »Die Werkstatt der Natur«
Wir verwandeln uns oder Objekte aus der Natur in Arp’sche Formen, die wir in Zeichnungen, Bildern, Drucken oder Plastiken festhalten. Für alle Altersklassen.

Hans Arp »Arp trifft Jawlensky«
Von Poupées bis Porträts. Wir zeichnen, malen, drucken oder sprühen den Menschen und sein Gesicht naturalistisch, expressionistisch oder abstrakt. Für alle Altersklassen.

Sophie Taeuber-Arp »Bühne frei!«
Angeregt durch Sophie Taeuber-Arps Kostümentwürfe kreieren wir eigene geometrisch-abstrakte Kostüme.

Hans Arp »Wolkenpumpen und Purzelblätter«
Inspiriert von Hans Arps sinnlich bildhaften Zitaten und Papierarbeiten erfinden wir eigene illustrierte Wortspiele, Lautgedichte oder Geschichten.

Anmeldung für alle Kurse und Themenführungen bis 10 Tage vor Beginn unter Tel. 02228/9425-63 oder an fuehrungen@arpmuseum.org.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr

Eintrittspreise: 9 €, erm. 7 €

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» Pressefotos zur Ausstellung

» Download der Pressemitteilung (PM_Sammlung_Arp_2014_Arp_Taeuber_Arp_Jawlensky_final.doc)


Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


Pressemitteilung 02.09.2013

Calder trifft Arp – eine künstlerische Wiedervereinigung

Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Eine künstlerische Wiedervereinigung der besonderen Art erfahren der amerikanische Bildhauer Alexander Calder und der deutsch-französische Künstler Hans Arp ab dem 31. August 2013 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Beide trafen sich 1930 in Paris als Mitglieder der Künstlergruppe »Abstraction-Création«, die sich der Weiterentwicklung der abstrakten Kunst widmete. Neben seinen weltweit bekannten bewegten Skulpturen, den »Mobiles«, schuf Calder auch unbewegliche und teils monumentale Konstruktionen aus Stahlblech, für die Hans Arp den Begriff »Stabile« prägte.

Calders Stabile »Hextopus«, das er 1955 eigens für das amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt entworfen hatte, wird nun als Dauerleihgabe für fünf Jahre im Außenbereich des Richard Meier-Neubaus eine neue Heimat finden. »Calders ,Hextopus‘ ist nicht zuletzt aufgrund seiner Größe von zwei Metern spektakulär und fügt sich wunderbar in das Profil des Arp Museums. Dieses reiht sich nun ein in die Gruppe jener international beachteten Museen und Kulturinstitutionen, die in Brüssel und Montreal ebenso wie in New York oder Chicago mit Calders Plastiken Werke eines der wichtigsten amerikanischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts präsentieren. Gleichzeitig ist die Leihgabe Ausdruck einer lebendigen Kulturfreundschaft, die die USA mit Deutschland, und besonders mit Rheinland-Pfalz, verbindet. Mein herzlicher Dank gilt dabei besonders dem amerikanischen Generalkonsul Kevin C. Milas für sein Vertrauen, dem Arp Museum Calders bedeutende Skulptur zu überlassen«, sagte die rheinland-pfälzische Kulturministerin Doris Ahnen anlässlich der offiziellen Übergabe der Skulptur am Samstag, dem 31. August 2013.

Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff ergänzte: »Es ist mir eine große Freude, dass wir diese wunderbare Skulptur nach der Documenta von 1964 erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen können und dies im Dialog mit den Werken seiner Künstlerfreunde Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp.«

Eingeladen waren zu diesem Anlass neben US-Generalkonsul Kevin C. Milas aus Frankfurt auch Vertreter deutsch-amerikanischer Institutionen, darunter die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz und das Amerika-Haus Nordrhein-Westfalen.

Alexander Calder, geboren 1898 in Philadelphia, USA, stammte aus einer Künstlerfamilie. Er absolvierte erst ein Ingenieurstudium, bevor er sich seiner künstlerischen Ausbildung in New York und Paris widmete. 1930 trat er nach ersten Erfolgen der Künstler-Gruppe »Abstraction-Création« bei und lernte neben Piet Mondrian und Joan Miró auch Hans Arp kennen. Der Besuch eines Planetariums inspirierte ihn zu ersten beweglichen abstrakten Drahtplastiken, die später als »Mobiles« weltweit bekannt wurden. Damit begründete Calder die »Kinetische Kunst«. Im Gegensatz dazu entwickelte er später tektonisch-schwere Skulpturen aus Stahlblech, die Stabiles. Schon zu Lebzeiten wurden seine Werke in mehreren Retrospektiven gezeigt und er erhielt zahlreiche Preise. 1976 starb Calder in New York.

   
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Bild 1: vlnr: Dr. Oliver Kornhoff (Direktor Arp Museum Bahnhof Rolandseck), Kevin C. Milas (amerikanischer Generalkonsul, Frankfurt/M.), Staatsministerin Doris Ahnen (Ministerin f. Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz), Foto: David Ertl

   
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Bild 2: Alexander Calder, Hextopus, 1955, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2013

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Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


Rolandseck, 16.05.2013

Pressemitteilung

Porträts als Visitenkarte

Ausstellung »Schau mich an! Porträts seit 1500«
in der Kunstkammer Rau
17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014

»Künstler-Ich«, so lautet das diesjährige Themenjahr des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Mit den derzeit laufenden Ausstellungen zu den Hauspatronen Hans Arp und Sophie Taueber-Arp sowie der retrospektiven Schau des Kölner Künstlers C.O. Paeffgen und der Ausstellung von Caro Bittermann und Peter Duka nähert sich das Arp Museum dem Jahresthema monografisch und exemplarisch an: der ausstellende Künstler steht im Vordergrund. Aber wie spiegelt sich das »Künstler-Ich« in einer Porträtausstellung wider?

Antwort geben Künstlerselbstbildnisse aus der Zeit vom frühen 18. bis zum 20. Jahr.hundert der »Sammlung Rau für UNICEF«. Sie machen die Auseinandersetzung des Künstlers mit seiner eigenen Persönlichkeit zum Thema. Denn das Porträt soll das Wesen des Dar.gestellten »hervorziehen«, wie es der lateinische Terminus »protrahere« verspricht, von dem sich unser Porträtbegriff ableitet.
Ein faszinierendes Beispiel finden wir im Selbstporträt des flämischen Malers Jacques-François Delyen. Als dieser sich zu Beginn des 18. Jahr.hunderts vor seiner Staffelei ins Bild setzte und in den Spiegel schaute, stellte er sich aber nicht nur die Frage »Wer bin ich?«, sondern auch »Wie will ich gesehen werden?«. Selbstporträts waren also neben der Darstellung des eigenen Wesens eine Visitenkarte für jeden Künstler. Man benutzte sie für Bewerbungen an der Kunstakademie oder um finanzstarke Auftraggeber und Käufer zu gewinnen. Zudem gewährten die Maler in den Bildnissen häufig Einblicke in ihr Atelier oder stellten ihren sozialen Status zur Schau. So lassen sich die Selbstbildnisse auch als eine Frühform des Eigenmarketings verstehen.

»Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das abgebildete Gesicht. Es ist die Basis jeglicher Kommunikation, ein Tor zu unserer Umwelt und zu unserem direkten Gegenüber. Und so bringt uns das Porträt auch den Künstler und sein Modell als Mensch näher, ihre physische Entwicklung, aber auch ihre Stimmungen und Haltungen«,
führt der rheinland-pfälzische Kulturstaatssekretär und Vorsitzende der Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Walter Schumacher, aus. »In der neuen Ausstellung können wir dabei anhand der Porträts vieler Künstlerpersönlichkeiten - vom Barockmaler Delyen über den Impressionisten Degas bis zu unserem großen rheinland-pfälzischen Künstler K. O. Götz - auch den historischen Wandel vom Mittelalter bis in die Gegenwart nachvollziehen, den die Porträtmalerei durchlaufen hat.«

Anhand von 50 einzigartigen Exponaten wird die Entwicklungsgeschichte der Kunstgattung des Porträts vom frühen 15. Jahrhundert bis zum Jahr 2000 dargestellt. 36 Gemälde und Zeichnungen sowie sieben Skulpturen stammen dabei aus der »Sammlung Rau für UNICEF«, sieben ausgewählte Werke aus der zeitgenössischen Sammlung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck kommen ergänzend hinzu.

Dazu Museumsdirektor Dr. Oliver Kornhoff: »Für die hervorragende, bereits über vier Jahre währende Partnerschaft möchte ich UNICEF Deutschland sehr herzlich danken. Die reiche Schatzkammer der »Sammlung Rau für UNICEF« im Arp Museum, die erst jüngst um 43 hochkarätige Dauerleihgaben erweitert wurde, ermöglicht es uns, anhand von Gemälden und Skulpturen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert die Porträtkultur als soziales Miteinander von Künstlern und Auftraggebern zu verfolgen.«

Die Ausstellung erforscht in zwei großen Themenbereichen einerseits die Lebens- und Arbeitswelten der Künstler und andererseits die der Auftraggeber in ihren unter.schiedlichen gesellschaftlichen Rollen. So lernt man bei Tiepolo, Renoir, Modersohn-Becker und van Dongen die Porträtmaler im Kreise ihrer Familie, Freunde sowie Lieblings.modelle kennen und gewinnt intime Einblicke in das Leben der Künstler. Und Aug’ in Aug’ steht man auch mit den Auftraggebern der Bildnisse in ihren unterschiedlichen gesell.schaftlichen Rollen: dem religiösen Stifter des Spätmittelalters, dem Kunst.sammlerpaar der Renaissance, dem englischen Gentleman des Barock oder der adeligen Großfamilie des ausklingenden 18. Jahrhunderts. Maler wie Cranach, Lely oder Stuck, Bildhauer wie Houdon oder Rysbrack verliehen ihrem Bildnis ewige Dauer. Mal herrschaftlich im Gewand römischer Senatoren, verführerisch in raschelnder Seide oder ganz privat im Arm der Mutter blicken sie den Betrachter unvermittelt an.
Zahlreiche Textzitate ergänzen die Ausstellungspräsentation und bringen die Dargestellten gewissermaßen zum »Sprechen«. Die Besucherinnen und Besucher können so die spannenden Geschichten hinter den Bildern entschlüsseln. Die Porträts sind ein Spiegel, in dem wir unsere eigene Geschichte erschauen, und sie rufen uns zu: »Schau mich an!«.

Ein umfangreiches museumspädagogisches Programm begleitet die Ausstellung.

An zwei Terminen (21. & 23.5.) können Erzieher/Innen und Lehrer/Innen an einer Pädagogik-Fortbildung zur Ausstellung »Schau mich an! Porträts seit 1500« teilnehmen. Ein Familienworkshop am 26. Mai bietet Anleitung und Unterstützung bei der Zeichnung eines Selbstporträts. In der »Kunstpause für junge Eltern« (5. Juni) können Eltern ihre Babys mitbringen und in kleinen Gruppen die Ausstellung erkunden. Exklusiv für Besucher des 8. Rolandseck-Festivals (8. bis 16. Juli) erkundet der renommierte Mandolinenspieler Avi Avital (13. Juli) in den Ausstellungsräumen das »Künstler-Ich« in der Musik. Zudem spricht er mit der Kuratorin Dr. Susanne Blöcker über die Unterschiede der persönlichen Ausdrucksweise in der Musik und der bildenden Kunst. Eine musikalische Führung durch die Ausstellung mit der Marimbaphon-Spielerin Ria Ideta und der Kunsthistorikerin Dr. Nicole Birnfeld hat das Museum am 14. Juli im Programm. Am 26. September findet das beliebte Kunst-Café mit der Ausstellungskuratorin Dr. Susanne Blöcker statt. Gegen Ende der Ausstellung führt die Kuratorin am 1. Mai 2014 durch die Ausstellung. Das vollständige Programm finden Sie unter www.arpmuseum.org.

Anmeldung für alle Kurse und Themenführungen bis 10 Tage vor Beginn unter
Tel. 02228/9425-63 oder an fuehrungen@arpmuseum.org.

Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Kerber Verlag und enthält ein Vorwort von Museumsdirektor Oliver Kornhoff (Hrsg.) sowie Texte von Nicole Birnfeld und der Kuratorin Susanne Blöcker (Verkaufspreis 24,40 Euro, 128 S.).

Pressekonferenz: Donnerstag, 16. Mai 2013, 11 Uhr
Es sprechen: Dr. Oliver Kornhoff (Direktor Arp Museum Bahnhof Rolandseck), Helga Kuhn (Pressesprecherin UNICEF Deutschland), Dr. Susanne Blöcker (Kuratorin der Kunstkammer Rau).

Eröffnung: Donnerstag, 16. Mai 2013, 19 Uhr
Es sprechen: Dr. Oliver Kornhoff (Direktor Arp Museum Bahnhof Rolandseck), Walter Schumacher (Kulturstaatssekretär und Vorstandsvorsitzender der Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck), Anne Lütkes (Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Düsseldorf und Vorstand UNICEF Deutschland), Dr. Susanne Blöcker (Kuratorin der Kunstkammer Rau).

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertage 11–18 Uhr

Eintrittspreise: Ganzes Museum: 8 €, erm. 6,50 €, nur Bahnhof Rolandseck 4 €, erm. 2 €

Unsere Homepage: www.arpmuseum.org

Das Museum auf Facebook: www.facebook.com/arpmuseumbahnhofrolandseck

Twitter: @arpmuseum

» Download der Pressemitteilung (PM_ArpMuseum_Schaumichan.pdf)

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Einweihung von zwei neuen Werken des Skulpturenufers Remagen und Fahrradverleih
Ausstellung »Das verlängerte Bild. Photographien und Videoarbeiten von Ursula Wevers«
Ausstellung »Macht. Wahn. Vision. Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst«
Stellungnahme Arp Museum zur Debatte im Mainzer Landtag am 26.03.14
Ausstellung »Sammlung Arp 2014. Rendez-vous des amis: Arp, Taeuber-Arp und Jawlensky«
Dauerleihgabe von Alexander Calders »Hextopus« an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck
»Schau mich an! Porträts seit 1500« in der Kunstkammer Rau vom 17. Mai 2013 bis 4. Mai 2014


Weitere Informationen:
Leiterin Kommunikation
Claudia Seiffert M.A.
Tel.: +49 (0)2228 9425-39
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