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Das Skulpturenufer Remagen
Text: Jutta Mattern

Im Jahre 2001 feierte Remagen sein 2000-jähriges Bestehen. Dies war der Anlass, entlang des Rheins mit einem auf Dauer angelegten Kunstprojekt zu beginnen, um zum einen Remagen als Stadt des Arp Museums zu kommunizieren und zum anderen eine bis heute aktuelle Tradition Hans Arps fortzusetzen.

Denn sein Bewegtes Tanzgeschmeide, das über Jahre den Bahnhof Rolandseck wie ein Signet betonte und auch heute wieder betont , war 1962 in Spoleto (Italien) das Ereignis bei einer der ersten public-art Projekte mit Kunst im öffentlichen Raum.

Dieses Vorhaben wurde vom gesamten Rat der Stadt Remagen im Jahre 2001 positiv bewertet. Er betraute daraufhin das Arp Museum mit der konzeptionellen und organisatorischen Seite des Skulpturenufers.

Beabsichtigt ist, das Rheinufer mit einer Skulptur pro Rheinkilometer innerhalb der Stadtgrenzen Remagens zu einem Skulpturenufer zu binden. Bisher wurden 8 Skulpturen entlang des Rheins in Remagen realisiert. Künstlerisches Ziel des Skulpturenufers ist es, Werke zur ‚Aufführung’ kommen zu lassen, die aufgrund ihrer Erscheinungsform nicht per se im tradierten Sinne als Kunstwerke auftreten. Es sollen also nicht umschlossene, hermetische Kunstwerke am Rhein entlang aufgestellt werden, sondern solche, die sich zur Gesellschaft hin öffnen, alltäglich erfahrbar werden, ein ‚normales’ Begegnen erlauben und aus diesem Grunde zu Auseinandersetzungen anregen. Für die einzelnen Skulpturen werden sowohl internationale, deutsche als auch mit Rheinland-Pfalz verbundene Künstler eingeladen. Bei deren Werken kann es sich um bereits existierende handeln, vor allem aber um solche, die gleichsam in situ exklusiv für geeignete vorgefundene Orte geschaffen werden.

Von der Ahrmündung in Kripp über die ehemalige ‚Brücke von Remagen’, die Rheinpromenade der Römerstadt , den Hafenort Oberwinter, den Bahnhof Rolandseck mit dem Arp Museum, die Insel Nonnenwerth in Rolandswerth bis hin zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen ist das Rheinufer durchgängig auf Wegen zu begehen oder mit dem Fahrrad zu befahren und soll - so das erklärte Ziel - als Skulpturenufer zu erleben sein.

Die Skulpturen verbleiben an den dafür jeweils vorgesehenen Orten und gehen in die Sammlung des Arp Museums über. Sie weisen Remagen als Stadt des international ambitionierten Arp Museums aus und verwirklichen die Absicht von Hans Arp, der sagte:

»Die konkrete Kunst möchte die Welt verwandeln und sie erträglicher machen. Sie möchte den Menschen vom gefährlichsten Wahnsinn, der Eitelkeit, erlösen und das Leben des Menschen vereinfachen. Sie möchte es in die Natur einfügen.«

(Hans Arp, „Unsern täglichen Traum“,
Zürich 1955, S. 81)