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  Hamish Fulton
www.hamish-fulton.com
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  Hamish Fulton
hamishfulton@aol.com
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Foto: Claudia Görres
Foto: Claudia Görres
Foto: Nic Tenwiggenhorn
Hamish Fulton
Vom 11. September bis 13. November 2002 wanderte der in Canterbury, England, lebende Künstler Hamish Fulton (geb.1946 in London) entlang des Rheins von der Quelle bis zur Mündung. Damit begann er auch seine Arbeit für das Skulpturenufer Remagen, die in 2003 realisiert werden soll.
Hamish Fulton, der im Frühjahr 2002 in der Tate Britain mit einer umfassenden Retrospektive geehrt wurde, begreift sich als Künstler, der wandert. "No Walk, no Art", sagt Fulton, "ich bin kein Wanderer, der Kunst macht, sondern ein Künstler, der wandert".
Eine mehrwöchige Wanderung führt ihn nun von der Quelle des Oberrheins, dem Tomasee in den Schweizer Alpen, bis zur Mündung nach Rotterdam. Insgesamt wird er 1.320 km wandern, die ihn selbstverständlich auch durch Remagen, entlang des "Skulpturenufers" führen werden.

Zielgerichtet und konzentriert wird Fulton den unterschiedlichsten Landschaften begegnen, sie durchschreiten, sie wahrnehmen, in ihnen rasten und immer wieder auch in ihnen die Begegnung mit sich selbst suchen. Seine Reisen, so Freddy Langer, sind "Bilder des Ichs, Darstellungen seiner selbst. Das Wandern wird bei Fulton auch zur Vergewisserung der eigenen Person".

Beeinflusst werden diese Introspektionen durch das Wahrnehmen der unterschiedlichen ihn umgebenden und zum Teil noch unverstellten Landschaften - deren Flüsse, Seen, Steine, Wege, Gebirgszüge, Wiesen, Wolken, Stimmungen. Bestimmt werden sie auch durch die wechselnden Witterungen sowie die jeweiligen Tages- und Jahreszeiten.

Fulton führt auf seinen Wanderungen Tagebuch, fotografiert in schwarz-weiß und zeichnet. Diese Zeugnisse und Artefakte behandelt er - zurück in Canterbury - wie Dokumente, um Erinnertes im Anschluss an seine Wanderungen so nüchtern und sachlich wie möglich in Kunstwerke zu übersetzen. Dokumentarische Fotos mit gleichwohl atmosphärischem Gehalt sind die direkten visuellen Resultate seiner Wanderungen. Entsubjektivierte Schriftbilder an Wänden, die Daten seiner Wanderungen in Worte fassen und so auch Erinnerungen des Betrachters auslösen, sind die abstrakten Formulierungen seiner Expeditionen.
Fultons' "Rheinwanderung" ist Fundament auch für zwei Werke, die er in 2003 in Deutschland realisierte: Eines für das Skulpturenufer Remagen und eines in der Stiftung DKM in Duisburg.
Ausschlaggebend für das Werk, das für das Skulpturenufer Remagen entstand, war, welche Erfahrungen Fulton während seines Wanderns erspürte, und speziell, wie er den kleinen Remagen-Teil der Wanderung isolierte und im Gesamtzusammenhang erlebte.

"Wandere", verlangt Fulton vom Betrachter - und für den Museumsbesucher fügt er hinzu: "in deinem Kopf".