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Fotos: Mick Vincenz
© VG Bild-Kunst, Bonn 2009
im Stande, 2009

Erwin Wortelkamp
1938 in Hamm/Sieg geboren, lebt und arbeitet in Hasselbach/Westerwald und Acquaviva Picena/Italien

»Skulpturen suchen und finden ihren Ort«. Dieser Grundgedanke Erwin Wortelkamps begleitet auch seine Skulptur im Stande. Sie hat ihren Platz am Rheinkilometer 631 entlang des Leinpfads zwischen Remagen-Kripp und der Brücke von Remagen gefunden.

Sorgfältig wurde dieser Ort von Erwin Wortelkamp für seine hoch aufgeschossene vertikale Skulptur aus Bronze, die zuvor aus Holz erarbeitet wurde, gewählt. im Stande entspringt der Werkgruppe der Stehenden und begenet uns unprätentiös, ganz selbstverständlich, sich leichtfüßig behauptend in der direkten Nachbarschaft zum Rhein. Bei der Suche nach dem geeignetesten Ort hat er stets die gegebene natürliche Schönheit der Rheinlandschaft mit ihren Höhenzügen auf der gegenüberliegenden Seite im Blick. Die Stelle, die er auswählte, bietet einen weiten Ausblick auf die Landschaft. Die vertikale Betonung der Skulptur verstärkt die horizontale »Richtungsdominante« der Landschaft, so Wortelkamp.
Vom Wasser – vom Schiff aus – wird im Stande eher zeichenhaft und flüchtig wahrgenommen. Mit der Bewegung des Schiffes gleitet sie an uns vorüber und entgleitet unserem Blickfeld.
Vom Leinpfad aus begegnet die Skulptur, deren Größenwirkung an das Wechselspiel von Nähe und Ferne gekoppelt ist, dem sich nähernden Betrachter als unumstößlicher Fixpunkt.
In unmittelbarer Nähe zeigt sich im Stande mit leicht geschwungenen Außenformen. Hinzu kommen deutlich sichtbare, harte Materialeinschnitte, die die gesamte Skulptur rhytmisieren. Mit dieser Polarität erzeugen sie ein permanentes Spannungsverhältnis und führen den Blick des Betrachters an der Skulptur auf und ab und um sie herum. Immer wieder wird der Blick auf eine Quaderform im unteren Drittel der Skulptur gelenkt, ein beim Bearbeiten der Skulptur »stehengelassenes« Element. Wortelkamp bezeichnet es als den »Kern der Sache« oder auch als das »Schatz-Kästlein«. Was sich wohl darin verbirgt? Vielleicht die Energie, die die Skulptur im Stande immer wieder neu belebt und ihr fortwährend ihre unaufgeregte Standhaftigkeit verleiht. Vielleicht ist es aber auch ein geheimnisumwitterter Ort, der unsere Phantasien und magischen Vorstellungskräfte aufnimmt und mit der Lust am Verborgenen spielt.

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